Die Reserva Maquipucuna () ist ein Naturschutzgebiet in Ecuador. Es umfasst 6.000 ha und liegt in der Provinz Pichincha. Das Regenwald-Schutzgebiet liegt der Hauptstadt Quito am nächsten. Das Reservat umfasst Primärwald und Sekundärwald im Bereich der Wolken- und Nebelwald-Region (englisch), University of Georgia, maqui.myweb.uga.edu. und im Kirchspiel (parroquia) Nanegal im Kanton Quito (Distrito Metropolitano de Quito).
Geographie Das Reservat erstreckt sich über vier verschiedene Habitat-Zonen zwischen 900 und Meereshöhe im Gebiet des Chocó-Andean Corridors. Ein bedeutender Fluss, der von Osten kommend nach Norden verläuft ist der Río Pichán, ein rechter Nebenfluss des Río Alambi. Im Osten erstreckt sich das Waldgebiet von Cachillacta und in der Nähe liegt das Schutzgebiet Reserva Geobotánica Pululahua.Maquipucuna Biological Reserve, auf geonames.org Die Region beheimatet einen immensen Artenreichtum und gilt al einer der fünf wichtigsten Biodiversitäts-Hotspots weltweit., auf sacredearth-travel.com. 27. September 2012.
Flora & Fauna Maquipucuna beherbergt 4 % der Vogelarten weltweit, unter anderem Tukan-Bartvogel (Semnornis ramphastinus), Andenfelsenhahn (Rupicola peruvianus), Leistenschnabeltukan (Andigena laminirostris), Streifen-Faulvogel (Micromonacha lanceolata), Schiefergrauer Ameisenvogel (Myrmeciza nigricauda), Anden-Bartvogel (Eubucco bourcierii) und den Goldkopftrogon (Pharomachrus auriceps)."Welcome to Maquipucuna". 22. Januar 2013.
Mindestens 45 Arten von Säugetieren, darunter Gürteltiere (armadillo), Ameisenbären, Agutis, Wickelbär (kinkajou), Puma, sowie 19 Arten Fledertiere und Brillenbären wurden beobachtet. Der Brillenbär ist vor allem während der Reifezeit einer kleinen Avocado-Art im November und Dezember anzutreffen.
Die Froschart Hyloxalus maquipucuna wurde 1995 in Maquipucuna erstbeschrieben und ist bisher nur aus dem Reservat bekannt.L. A. Coloma, S. Ron: Hyloxalus maquipucuna. In: The IUCN Red List of Threatened Species 2004. e.T55109A11251610, IUCN doi =10.2305/IUCN.UK.2004.RLTS.T55109A11251610.en
Pflanzen Mehr als 2.000 Pflanzenarten wurden im Reservat gezählt. Der Biologe Grady L. Webster bezeichnete Maquipucuna daher als das 'the crown jewel of the Andes' (Kronjuwel der Anden) und Quito als die „world capital of biodiversity“ (Welthauptstadt der Biodiversität).
Geschichte Archäologische Funde bezeugen, dass in der Vor-Inkazeit (vor 1400) das Volk der Yumbo in dem Gebiet lebte. Es gibt Pfade, Grabstätten und Keramikfunde.Fernando Justicia: Planeta Group 27. September 2012. Der Hauptpfad verläuft wahrscheinlich nach Cachillacta, dem „Salzland“. Bis um 1500 war dieses ein Hauptlieferant für Salz im Herrschaftsgebiet von Quito.
Weblinks maquipucuna.org lageoguia.org
Einzelnachweise
Kategorie:Landschaftsschutz Kategorie:Schutzgebiet (Umwelt- und Naturschutz) in Ecuador Kategorie:Schutzgebietsgründung 1987 Kategorie:Provinz Pichincha