Tang Zhen (; geboren 1630; gestorben 1704), zi: Zhuwan , hao: Puting , war ein chinesischer Denker aus der Zeit der frühen Qing-Dynastie.

Leben und Werk

Tang stammte aus Dazhou (dem Kreis Da , heute Dachuan, Provinz Sichuan). Außer einer zehnmonatigen Karriere als Kreismagistrat widmete Tang sein ganzes Leben dem Studium der konfuzianischen Klassiker. Er betrachtete sich als Nachfolger von Wang Yangming (1472–1529). Tatsächlich jedoch ging er weit über Wangs Theorie hinaus. Zuerst wandte er sich gegen das leere Gerede der Neokonfuzianer über Geist und Natur und vertrat die Einheit von Wissen und Praxis. Dabei vertrat er den Standpunkt, dass praktische Erfolge aus der vollkommenen Kultivierung des Geistes und der Natur resultierten und diese reflektierten. Heftige Angriffe richtete er gegen die feudale Monarchie, er behauptete, dass Könige und Herrscher alle Räuber und Diebe wären. Sein Hauptwerk ist das Qianshu (, etwa: Buch über private Gedanken).Artikel: „Tang Zhen“, in: Han-Ying Zhongguo zhexue cidian. Kaifeng 2002, S. 557

Der Sinologe Jacques Gernet hat von seinem einzigen Hauptwerk eine Übersetzung ins Französische angefertigt.

Werke

Qianshu (Zhonghua shuju, 1963) Ein Kommentar zum Qianshu (Qianshu zhu ) erschien 1984 im Verlag Sichuan renmin chubanshe (vgl. HYDZD-Bibliographie 2194) (frz. Übers.) Tang Zhen, Ecrits d'un sage encore inconnu. Trad., présentation et notes. Jacques Gernet, 1992, ISBN 2-07-072440-9 (Connaissance de l’Orient)vgl. frz. Buchhandelslink

Siehe auch Wang Shouren

Einzelnachweise und Fußnoten

Literatur

汉英中国哲学辞典. 开封 2002 Zhao, Zongzheng, "Tang Zhen". Große chinesische Enzyklopädie (Bd. Philosophie), 1. A. Hsiung Ping-chen: “Personal Experience as a Source in Developing Statecraft Concerns – The Case of T'ang Chen (1630–1704)” – mh.sinica.edu.tw* (chin.)

Weblinks Qianshu 潛書 "The Book of Profundity" Qianshu – im Chinese Text Project

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