Unterwinterbach ist ein Gemeindeteil des Marktes Vestenbergsgreuth im Landkreis Erlangen-Höchstadt (Mittelfranken, Bayern). Unterwinterbach liegt in der Gemarkung Frimmersdorf.

Geografie Das Dorf liegt am Weiherlendgraben, der östlich des Ortes die Fetzeldorfer Weiher speist und als linker Zufluss in die Kleine Weisach mündet. Im Nordwesten liegt das Waldgebiet Höfisches Holz, im Westen befindet sich das Flurgebiet Rosenleite und der Kleine Winterbachwald. Die Kreisstraße ERH 18 verläuft nach Frimmersdorf (1,3 km südwestlich) bzw. an Lonnerstadt vorbei zur Bundesstraße 470 (3,6 km südöstlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße verläuft zur Kreisstraße ERH 22 bei Ailsbach (0,8 km nordöstlich).

Geschichte Lehnsherr im Ort war das Hochstift Bamberg. Ab dem 12. Jahrhundert hatte das Kloster Michelsberg grundherrschaftliche Ansprüche. 1217 schenkte Bischof Ekbert dem Kloster Vogteirechte für einen Jahrtag. Zu Beginn des 14. Jahrhunderts war auch Konrad von Pahres Lehnsherr. Er hatte im Ort einen Hof als Burghutlehen inne. In der Nachfolge der Herren von Pahres hatten wahrscheinlich die Herren von Egloffstein die Lehnsherrschaft übernommen. 1510 erwarb Silvester von Schaumberg Lehen zu Unterwinterbach.F. Krug (Hrsg.): Der Landkreis Erlangen-Höchstadt, S. 175 = G. Daßler (Hrsg.): Landkreis Höchstadt a. d. Aisch, S. 65.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Unterwinterbach aus 9 Anwesen und einem Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht wurde teils vom bambergischen Centamt Höchstadt, teils vom Castellschen Amt Burghaslach ausgeübt. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Kastenamt Wachenroth. Grundherren waren das Hochstift Bamberg (Kastenamt Höchstadt: 1 Sölde; Kastenamt Wachenroth: 1 Hof), Brandenburg-Bayreuth (Kasten- und Jurisdiktionsamt Dachsbach: 2 Halbhöfe; Klosteramt Frauenaurach: 1 Gut), die Reichsstadt Nürnberg (Spitalamt: 2 Höfe) und die Schönborn’sche Herrschaft Pommersfelden (1 Hof). Die Dorf- und Gemeindeherrschaft wurde ganerblich ausgeübt.H. H. Hofmann: Höchstadt-Herzogenaurach, S. 87.

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde 1808 der Steuerdistrikt Unterwinterbach gebildet, zu dem Buchfeld, Frimmersdorf, Warmersdorf und Weickersdorf gehörten. 1818 wurde die Ruralgemeinde Frimmersdorf gebildet, zu der Unterwinterbach gehörte. Ein Anwesen unterstand in der freiwilligen Gerichtsbarkeit dem Patrimonialgericht Pommersfelden (1827–1848).H. H. Hofmann: Höchstadt-Herzogenaurach, S. 130.

Seit 1876 gab es im Ort eine Schule, die nach 1960 aufgelöst wurde.

Am 1. Januar 1974 wurde Unterwinterbach im Zuge der Gebietsreform in Bayern in den Markt Vestenbergsgreuth eingegliedert.

Baudenkmäler Haus Nr. 12: Bauernanwesen: Wohnhaus, Remise und Scheune

Einwohnerentwicklung Jahr 1819 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2020Einwohner 78 72 75 74 70 66 109 70 67 51 79HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 14 13 12 11 14 14 Quelle

Religion Unterwinterbach ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Oswald (Lonnerstadt) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Georg (Höchstadt an der Aisch) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ort im Landkreis Erlangen-Höchstadt Kategorie:Geographie (Vestenbergsgreuth)