Max Graser (* 16. März 1902 in Sindelfingen; † 4. März 1980 in Fellbach) war ein deutscher Politiker und Oberbürgermeister der Stadt Fellbach.
Leben Graser war der Sohn eines Stickereibesitzers aus Sindelfingen und evangelischer Konfession. Er studierte von 1920 bis 1924 Rechtswissenschaften in Tübingen, Greifswald und Leipzig. Seit 1921 war er Mitglied Burschenschaft Palatia Tübingen, der heutigen Alten Turnerschaft Palatia Tübingen.Hermann Georg Müller-Reimkasten (Hrsg.): Verzeichnis Alter Turnerschafter (Mitglieder-Berufs-Verzeichnis des VC). Nach dem Stande vom 1. April 1930. Großenhain/Sachsen 1930, S. 95 Er wurde 1926 in Tübingen zum Dr. iur. promoviert und legte 1927 die zweite Justizdienstprüfung ab. Danach war von 1927 bis 1929 als Rechtsanwalt in Böblingen tätig und trat anschließend in die württembergische Innenverwaltung ein.Frieder Günther (Hrsg. und bearb.): Theodor Heuss, Privatier und Elder Statesman. Briefe 1959-1963. Berlin/Boston 2014, S. XLVI.
Vom 4. Juni 1932 bis 31. Dezember 1937 war Graser Bürgermeister der Stadt Fellbach. Am 21. März 1948 wurde er wieder zum Bürgermeister gewählt. In diesem Jahr gründete er mit weiteren Mitgliedern die Fellbach Wohnungsbaugenossenschaft FeWog eG. Das Amt des Bürgermeisters bekleidete er bis 1956. Im gleichen Jahr erfolgte die Ernennung zum Oberbürgermeister. Dieses Amt hatte er bis zum Eintritt in den Ruhestand am 30. April 1966 inne. 1964 unterzeichnete er die Urkunde für eine Städtepartnerschaft mit der Gemeinde Tain-l’Hermitage in Frankreich.
Für seine Verdienste wurde ihm am 18. April 1966 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse verliehen.Stadt Fellbach, Mitteilung des Bundespräsidialamtes Am 30. April 1966 erhielt er das Ehrenbürgerrecht der Stadt Fellbach. Das Max-Graser-Stadion in Fellbach wurde 1983 nach ihm benannt.
Literatur Willi Schreiber: Bürgermeister Dr. Max Graser 1902–1980. Ein Leben in vier politischen Epochen. ISBN 978-3000478840 Stadt Fellbach (Hrsg.): 50 Jahre Fellbacher Herbst. Eine vergnügliche Reise durch fünf Jahrzehnte Herbst, Wein und allerhand sonstige Ereignisse in der Kappelbergstadt, 1998 Stadt Fellbach (Hrsg.): Friedrich-Wilhelm Kiel – Ein streitbarer Liberaler, 2000, ISBN 9783980598453
Weblinks Studierendenakte der Universität Tübingen zu Max Graser in der Datenbank der Deutschen Digitalen Bibliothek
Einzelnachweise
Kategorie:Bürgermeister (Fellbach) Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse Kategorie:Ehrenbürger von Fellbach Kategorie:Burschenschafter (20. Jahrhundert) Kategorie:Turnerschafter Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1902 Kategorie:Gestorben 1980 Kategorie:Mann