Reumannswind ist ein Gemeindeteil des Marktes Wachenroth im Landkreis Erlangen-Höchstadt (Mittelfranken, Bayern). Reumannswind liegt in der Gemarkung Wachenroth.

Geografie Durch das Dorf fließt der Eckersbach, ein linker Zufluss der Reichen Ebrach. Im Norden grenzt eine bewaldete Anhöhe an. 1,5 km nördlich erhebt sich der Vestenberg (), 1 km östlich der Weiße Berg (). Im Süden fallen die Acker- und Grünflächen ins Ebrachtal ab. Eine Gemeindeverbindungsstraße verläuft nach Wachenroth zur Staatsstraße 2260 (1,7 km südöstlich) bzw. nach Possenfelden zur Kreisstraße BA 50 (1,8 km südwestlich). Eine weitere Gemeindeverbindungsstraße führt zur BA 50 bei Eckersbach (2,3 km nordwestlich).

Geschichte Der Ort war eine planmäßige Ansiedlung von Wenden im Zusammenhang mit der würzburgischen Kolonisation. Die lehnsherrlichen Ansprüche des Hochstifts Würzburg bestanden zum Teil auch noch nach der Gründung des Bistums Bamberg. So geht aus dem würzburgischen Urbar von 1317 hervor, dass das Hochstift Würzburg den Zehnt in „Rûwensvin“ dem Bamberger Bürger Gunloho zu Lehen übertrug. Weitere Lehenstücke standen dem Benediktinerinnenkloster Kitzingen zu. 1444 kaufte diese der Wachenrother Dorfmeister und Gotteshauspfleger und verwendete sie für die Stiftung einer Frühmesse in Wachenroth.G. Daßler (Hrsg.): Landkreis Höchstadt a. d. Aisch, S. 58.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Reumannswind aus 8 Anwesen und einem Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Wachenroth aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das bambergische Kastenamt Wachenroth. Grundherren waren das Kastenamt Wachenroth (5 Höfe, 1 Halbhof) und das Rittergut Reichmannsdorf (2 Sölden).H. H. Hofmann: Höchstadt-Herzogenaurach, S. 79. 1802 gab es im Ort 9 Anwesen: 6 unterstanden dem Hochstift Bamberg und 3 den Freiherren von Schrottenberg zu Reichmannsdorf (Ritterkanton Steigerwald).J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 4, Sp. 484f.

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Reumannswind dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Elsendorf und der im selben Jahr gebildeten Ruralgemeinde Elsendorf zugewiesen. 3 Anwesen unterstanden in der freiwilligen Gerichtsbarkeit dem Patrimonialgericht Reichmannsdorf (bis 1848).H. H. Hofmann: Höchstadt-Herzogenaurach, S. 129.

Am 1. Mai 1978 wurde Reumannswind im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Stadt Schlüsselfeld eingegliedert. Am 1. Januar 1982 wurde der Ort nach Wachenroth umgemeindet.

Baudenkmäler In Reumannswind gibt es vier Baudenkmäler: Feldaltar Katholische Kapelle Kellereingänge Steinkreuz

Einwohnerentwicklung Jahr 1819 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2020Einwohner 60 72 66 70 74 59 82 58 66 51 52HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 11 11 10 11 11 15 Quelle

Religion Reumannswind ist römisch-katholisch geprägt und nach St. Gertrud (Wachenroth) gepfarrt. Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind in die Schlosskirche (Weingartsgreuth) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ort im Landkreis Erlangen-Höchstadt Kategorie:Geographie (Wachenroth)