Saltendorf ist ein Gemeindeteil der Stadt Höchstadt an der Aisch im Landkreis Erlangen-Höchstadt (Mittelfranken, Bayern). Saltendorf liegt in der Gemarkung Etzelskirchen.
Geografie Beim Dorf fließen zwei namenlose Bäche zum Erlenbach zusammen, einem linken Zufluss der Aisch, der südlich des Ortes eine Kette von Weihern speist. Der rechte Nebenarm speist nordwestlich des Ortes die Saltendorfer Weiher, der linke Nebenarm nordöstlich den Münchsweiher. Im Süden und unmittelbar nordwestlich des Ortes grenzen Acker- und Grünland an. Ansonsten ist der Ort von Waldgebieten umgeben: im Südosten wird die Parzelle Hundsschlag genannt, im Osten Berghölzer und im Nordwesten Strittsee.
Die Staatsstraße 2254 verläuft die Bundesautobahn 3 unterquerend nach Etzelskirchen (2,1 km südwestlich) bzw. nach Bösenbechhofen (1 km nordöstlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Medbach zur Kreisstraße ERH 36 (2,7 km südlich).
Geschichte Der Ort wurde 1303 im Würzburgischen Lehenbuch erstmals urkundlich erwähnt mit Gundlach und Heinrich von Winden als Lehensträger von Gütern im Ort. Saltendorf gehörte ursprünglich zum Hofverband Etzelskirchen und kam wohl mit diesem 1017 zum Kloster Michelsberg, wenngleich der Ort nicht explizit genannt wurde. Wann die lehnsherrlichen Ansprüche von Würzburg auf das Kloster übergingen und dieses dadurch alleiniger Lehnsherr wurde, lässt sich nicht ermitteln.F. Krug (Hrsg.): Der Landkreis Erlangen-Höchstadt, S. 142 = G. Daßler (Hrsg.): Landkreis Höchstadt a. d. Aisch, S. 61 = Saltendorf auf der Website hoechstadt.de
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Saltendorf aus 7 Anwesen (4 Höfe, 2 Halbhöfe, 1 Hirtenhaus). Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Höchstadt aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte das Kastenamt Gremsdorf des Klosters Michelsberg. Das Hirtenhaus gehörte der Gemeinde.H. H. Hofmann: Höchstadt-Herzogenaurach, S. 80.
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Saltendorf dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Etzelskirchen und der im selben Jahr gebildeten Ruralgemeinde Etzelskirchen zugewiesen.H. H. Hofmann: Höchstadt-Herzogenaurach, S. 129.
Am 1. Januar 1972 wurde Saltendorf im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Stadt Höchstadt an der Aisch eingegliedert.
Einwohnerentwicklung Jahr 1827 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 70 42 52 63 46 49 111 81 73 69HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet 9 8 9 14 13 19Quelle
Religion Saltendorf ist römisch-katholisch geprägt und nach St. Jakobus Maior (Etzelskirchen) gepfarrt. Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession waren ursprünglich nach St. Oswald (Lonnerstadt) gepfarrt, heute ist die Pfarrei Höchstadt zuständig.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort im Landkreis Erlangen-Höchstadt Kategorie:Geographie (Höchstadt an der Aisch) Kategorie:Ersterwähnung 1303