Kieferndorf ist ein Gemeindeteil der Stadt Höchstadt an der Aisch im Landkreis Erlangen-Höchstadt (Mittelfranken, Bayern). Kieferndorf liegt in der Gemarkung Etzelskirchen.
Geografie Das Dorf liegt am Erlenbach, einem linken Zufluss der Aisch. Dieser Bach speist eine Kette von Weihern (Münchsweiher, Dorfweiher, Kieferndorfer Weiher). Im Nordosten grenzt das Waldgebiet Sandholz an. Einen Kilometer östlich befindet sich der Vogelberg (). Im Süden erhebt sich in einem kleinen Waldgebiet der Buchberg (). Im Westen grenzen Acker- und Grünland an. Eine Gemeindeverbindungsstraße verläuft zur Kreisstraße ERH 36 ca. 0,5 km nordöstlich von Medbach bzw. 0,2 km weiter westlich zu einer anderen Gemeindeverbindungsstraße zwischen Saltendorf und Medbach.
Geschichte 1315 wurde der Ort erstmals urkundlich erwähnt. 1348 wurde er „Kyberndorf“ genannt, 1413 „Kifferndorf“. Die Siedlung gehörte ursprünglich zum Hofverband Etzelskirchen und kam wohl mit diesem 1017 an das Kloster Michelsberg, wenngleich der Ort nicht explizit genannt wird.F. Krug (Hrsg.): Der Landkreis Erlangen-Höchstadt, S. 140 = G. Daßler (Hrsg.): Landkreis Höchstadt a. d. Aisch, S. 61 = Kieferndorf auf der Website hoechstadt.de
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Kieferndorf aus 7 Anwesen (1 Hof, 2 Halbhöfe, 1 Sölde, 1 Haus, 1 Tropfhaus) und ein Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Höchstadt aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte das Kastenamt Gremsdorf des Klosters Michelsberg.H. H. Hofmann: Höchstadt-Herzogenaurach, S. 70.
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Kieferndorf dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Etzelskirchen und der im selben Jahr gebildeten Ruralgemeinde Etzelskirchen zugewiesen.H. H. Hofmann: Höchstadt-Herzogenaurach, S. 129.
Am 1. Januar 1972 wurde Kieferndorf im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Stadt Höchstadt an der Aisch eingegliedert.
Baudenkmäler In Kieferndorf gibt es zwei Baudenkmäler: Haus Nr. 7: Bauernanwesen, Wohnhaus mit Scheune Haus Nr. 8: Steinkreuz
Einwohnerentwicklung Jahr 1819 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 42 42 33 36 39 49 60 41 42 36HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet 8 8 8 8 7 10 Quelle
Religion Kieferndorf ist römisch-katholisch geprägt und nach St. Jakobus Maior (Etzelskirchen) gepfarrt. Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession waren ursprünglich nach St. Oswald (Lonnerstadt) gepfarrt, heute ist die Pfarrei Höchstadt zuständig.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort im Landkreis Erlangen-Höchstadt Kategorie:Geographie (Höchstadt an der Aisch) Kategorie:Ersterwähnung 1315