Der gerechte Krieg 1525 ist ein früher Film von Hartmut Kaminski, den er 1974 zusammen mit der Filmgruppe Düsseldorf1973: Filmgruppe Düsseldorf, Pressemappe der Städtischen Kunsthalle Düsseldorf. Mitglieder: Jörg Boström; Bert Günther; Ole John; Hartmut Kaminski; Chris Kohlhöfer; Jürgen Kuhfuß; Lutz Mommartz; Tony Morgan; Rolf Nedddermann; Reinald Schnell. realisierte. Mittels Doppelprojektion wurden dabei zwei synchron laufende 16-mm-Filme zum Bauernkrieg 1525 in Süddeutschland gezeigt. Die unterdrückten Bauern agieren auf der rechten Seite, der Adel und die Kirche auf der linken.
Handlung Der Kurzfilm handelt vom Deutschen Bauernkrieg, bei dem sich die Bauern gegen ihre Obrigkeit auflehnen. Der gefangengenommene Fürstbischof schwört, ihre geforderten alten Rechte wieder instand zu setzen. Vorher hat er jedoch die Truppen des Schwäbischen Bundes bestellt. In einer Volksgerichtsabstimmung unterliegen die revolutionären Bauern, die eine Bauernrepublik errichten wollen. Sie fordern die Hinrichtung des Fürstbischofs, werden jedoch von den Truppen überfallen und grausam ermordet.Die komprimierten Dialoge basieren auf historischem Material. Sie versuchen in ihrer Knappheit die Hauptgründe für den Aufstand der Bauern und ihren Misserfolg zu verdeutlichen. Bilderwelt und Musik sind dem Zeitgefühl und Stimmung der Renaissance nachempfunden. Entstehungsgeschichte An der Kunstakademie Düsseldorf hatte sich 1971 unter der Leitung von Ole John Povlsen die Filmgruppe Düsseldorf gegründet. Der städtische Kulturausschuss bewilligte im Frühjahr 1974 eine Förderung von 15.000 Mark für das erste Gemeinschaftsprojekt der Gruppe und die Bundesförderung des Deutschen Films gewährte im Jahr 1976 nochmal 25.000 DM als Förderprämie. Es sollte ein Spielfilm werden, der später den Titel Der gerechte Krieg 1525 bekam.
In intensiven Diskussionen über die Form des Films einigte sich die Gruppe auf den Vorschlag von Hartmut Kaminski, die Geschichte des Bauernkrieges in zwei aufeinander bezogenen separaten Filmen zu drehen. Für die Vorführung im Kino entwickelte der damalige Filmvorführer des Filmforums Düsseldorf eine mechanische Koppelung, mit deren Hilfe die beiden synchron laufenden Filme als einheitliches Bild auf der Filmleinwand zu sehen waren: Links: Die Herrschenden – Rechts: Die Unterdrückten.
Im Herbst 1974 begannen Hartmut Kaminski und Lutz Mommartz mit den Dreharbeiten, unterstützt von 70 freiwilligen Helfern. Gedreht wurde unter anderem im Kloster Knechtsteden, in der Burg Linn und im LVR-Freilichtmuseum Kommern.
Der Film entstand ohne weitere Zuschüsse mit Laiendarstellern, die von den Filmgruppenmitgliedern unter Freunden und Bekannten gefunden wurden. So wurde ein Großteil der Bauern von Schülern des Aufbaugymnasiums Düsseldorf gespielt, an dem Elke Jonigkeit damals als Kunsterzieherin arbeitete.
Ursprünglich sollten die beiden völlig synchron laufenden 16 mm Filme umkopiert werden zu einer 35-mm-Cinemascope-Kopie, was bis heute nicht realisiert wurde. Aufgrund dessen konnte der Film bisher nur selten gezeigt werden; auch die Fernsehausstrahlung scheiterte an diesem technischen Aufwand.
Hartmut Kaminski und Elke Jonigkeit zeigten den Film auf einem Fest anlässlich des 35-jährigen Bestehens ihrer Firma „Circe-Film-GmbH“ im September 2004.Ihr Sohn, Cornelius Kaminski hatte im Garten eine große Leinwand aufgebaut, und konnte mit Hilfe der oben beschriebenen Koppelung beide Filme synchron vorführen. Gleichzeitig filmte er mit seiner Mini-DV-Kamera die Vorführung. Lutz Mommartz bat um die Kassette und stellte die Aufnahme - obwohl sie nur für den Privatgebrauch aufgenommen worden war - ins Internet. (, mommartzfilm.de)
Der Film wurde am 7. November 1975 im Filmforum Düsseldorf, Prinz-Georg-Straße 80, uraufgeführt und auf der 27. Berlinale im Rahmen des Internationalen Forums des jungen Films 1976 gezeigt.Pressemitteilung Neue Deutsche Filme 76/77 (7. Internationales Forum des jungen Films) Inhalt
Kritik
Auszeichnungen 1976: Prädikat der FBW: Besonders wertvollBewertungsseite der FBW zum Film
Weblinks
Infos auf Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW) Ganzer Film auf CIRCE-Archiv bei Vimeo
Einzelnachweise
Kategorie:Filmtitel 1975 Kategorie:Deutscher Film Kategorie:Filmdrama Kategorie:Deutscher Bauernkrieg in Kunst und Literatur Kategorie:Historienfilm Kategorie:Kriegsfilm