Mittelmembach ist ein Gemeindeteil von Heßdorf im Landkreis Erlangen-Höchstadt (Mittelfranken, Bayern). Mittelmembach liegt in der Gemarkung Heßdorf.

Geographie Unmittelbar nordöstlich des Weilers liegt das Dorf Untermembach. Beide Orte liegen am Membach, der eine Kette von Weihern speist und ein rechter Zufluss der Seebach ist. Im Westen, Süden und Osten ist der Ort von einem zusammenhängenden Waldgebiet umgeben. Im Westen wird es Haidschlag genannt. Dort erhebt sich der Roschberg. Eine Gemeindeverbindungsstraße verläuft nach Obermembach (1,2 km südwestlich) bzw. nach Untermembach zur Kreisstraße ERH 14 (0,7 km nordöstlich).

Geschichte Der Ort wurde 1441 erstmals urkundlich erwähnt. Lehnsherr war das Hochstift Bamberg. Lehensträger waren zu dieser Zeit Nürnberger Patrizier, 1468 offensichtlich die Bamberger Dompropstei, die ihr Lehen an die Herren von Stiebar verkauften, denen bereits das Rittergut Aisch gehörte. 1738 verkauften diese ihr Rittergut samt allen Zugehörungen an die Herren von Schönborn.F. Krug (Hrsg.): Landkreis Erlangen-Höchstadt, S. 128. = G. Daßler (Hrsg.): Landkreis Höchstadt a. d. Aisch, S. 82.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Mittelmembach aus zwei Anwesen. Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Herzogenaurach aus. Die Schönborn’sche Herrschaft Pommersfelden war Grundherr der beiden Höfe.H. H. Hofmann: Höchstadt-Herzogenaurach, S. 75.

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Mittelmembach dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Hammerbach zugeordnet. Es gehörte der 1818 gegründeten Ruralgemeinde Heßdorf an. Zwei Güter unterstanden in der freiwilligen Gerichtsbarkeit bis 1848 dem Patrimonialgericht Pommersfelden (bis 1848).H. H. Hofmann: Höchstadt-Herzogenaurach, S. 143.

Baudenkmäler In Mittelmembach gibt es zwei Baudenkmäler: Haus Nr. 11: Ehemaliges Wohnstallhaus Kruzifix

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2022Einwohner 32 21 27 28 29 32 31 51 59 38 57HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 4 5 5 5 5 9 7 Quelle

Religion Klebheim ist römisch-katholisch geprägt und war ursprünglich nach St. Xystus (Büchenbach) gepfarrt, seit dem 19. Jahrhundert ist die Pfarrei Geburt Mariens (Hannberg) zuständig. Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind nach St. Kilian (Kairlindach) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Weiler im Landkreis Erlangen-Höchstadt Kategorie:Geographie (Heßdorf) Kategorie:Ersterwähnung 1441