Snowy White (bürgerlich Terence Charles White; * 3. März 1948 in Barnstaple, Devon/England) ist ein britischer Blues- und Rockgitarrist.
Biographie Inspiriert von B. B. King, Buddy Guy und Otis Rush steuerte White in den 1960er Jahren eine neue eigene Art des Blues an, die er zusammen mit seinem Freund und Jam-Partner Peter Green (Gründer der Band Fleetwood Mac) immer weiter verfeinerte. White spielt dabei meist eine Gibson Les Paul. In den 1970er Jahren und 1980 arbeitete White mit der Band Pink Floyd zusammen. Er gehörte zwar nicht zur Band, wurde jedoch bei Welttourneen und Konzerten zugeladen. Für das Studioalbum Animals spielte er das Verbindungs-Solo zwischen den beiden Teilen von Pigs on the Wing; diese Version erschien zunächst nur als 8-Spur-Kassette.
Daneben arbeitete Snowy White mit Thin Lizzy und war Anfang der 1980er Jahre festes Mitglied der Gruppe. Er wirkte bei den Alben Chinatown und Renegade mit – zu letzterem steuerte er den Titeltrack in Zusammenarbeit mit Sänger und Bassist Phil Lynott bei – und als Gast auf dem Album Live Life. Mitte der 80er Jahre verfolgte White dann eigene Ziele und nutzte seine Zeit als Solokünstler. In dieser Zeit entstanden Alben wie Snowy White oder White Flames mit dem Hit Bird of Paradise.
1990 arbeitete er mit Roger Waters zusammen und spielte auf dessen The-Wall-Spektakel auf dem Potsdamer Platz in Berlin. Zu einer erneuten Zusammenarbeit kam es auf dem Konzert der Expo 1992 in Sevilla in Guitar Legends. Anschließend produzierte er die Songs, die er während der letzten Jahre geschrieben hatte. Daraus entstand das Album Highway to the Sun. In den 1990er Jahren gründete White mit Juan van Emmerloot und Walter Latupeirissa eine eigene Band The White Flames. Mit dieser entstanden drei Alben: No Faith Required 1996, Little Wing 1998 and Keep Out: We Are Toxic 1999. 1999 begleitete Snowy White wiederum Roger Waters auf der US-Tour In the Flesh. Diese verlief so erfolgreich, dass sie im Sommer 2000 noch einmal in den Staaten auf Tour gingen. In dieser Zeit nahmen sie das Livealbum auf und drehten den Film über die Show. Snowy White gehörte weiterhin zur Tourband von Waters, die sich von 2010 bis 2014 mit dem Pink-Floyd-Werk The Wall auf Welttournee befand.
Ein weiteres White-Flames-Album mit dem Namen Restless wurde im Mai 2002 realisiert. Im selben Jahr begab sich Snowy White zusammen mit Roger Waters auf eine Welttournee. Im Frühjahr 2005 produzierte er mit den White Flames die CD The Way It Is. Diesmal mit der Vierer-Formation: Richard Bailey, Walter Latupeirissa und Max Middleton. Snowy White und The White Flames waren zudem 2005 und 2006 in Europa unterwegs, um dieses Album einem breiten Publikum vorzustellen, wobei die DVD The Way It Is – Live entstand. Vom April bis Oktober 2006 tourte Snowy White mit Roger Waters durch Europa und Amerika. Danach hatte er mit seiner Band The White Flames mehrere Auftritte in England und im übrigen Europa.
Von April bis Juni 2008 tourte Snowy White wieder mit Roger Waters und trat mit ihm auch beim Live-Earth-Konzert auf. Im Oktober des Jahres gründete er eine neue Band namens The Snowy White Blues Project, deren Debütalbum im April 2009 erschien. Bandmitglieder waren neben Snowy White auch Matt Taylor (The Motives, Boom Band), Roy Martin am Schlagzeug, Ruud Weber am Bass, und Juan van Emmerloot. 2011 reaktivierte er seine Band The White Flames und veröffentlichte das Album Realistic, 2012 erschien die DVD After Paradise von Snowy White and Friends. Sie enthält den Mitschnitt eines Konzerts vom 16. September 2011, bei dem White von Weggefährten aus seinen Bands Blues Agency, The White Flames und Snowy Whites Blues Project unterstützt wurde.
Snowy White spielte unter anderem mit folgenden Musikern: Linda Lewis, Chris Rea, Phil Lynott, Gary Moore, Pink Floyd, Peter Green, Thin Lizzy, David Gilmour, Roger Waters und Richard Wright.
Diskografie Snowy White 1983: White Flames 1986: Snowy White (aka Land of Freedom) 1986: That Certain Thing 1994: Highway to the Sun 1996: Goldtop (Kompilation) 1999: Pure Gold – The Solo Years 1983–98 (Kompilation) 2001: Essential Gold 2003: An Anthology (Kompilation, 2 CDs) 2009: The Best of Snowy White (Doppel-CD, Kompilation) 2014: Live at Rockpalast Leverkusen (als Doppel-CD sowie als Doppel-CD mit DVD erschienen – enthält Konzerte von 1996 und 2007) 2016: Released 2017: Reunited 2019: The Situation 2020: Something on Me 2022: Driving on the 44 2024: Unfinished Business
Snowy White’s Blues Agency 1988: Change My Life 1989: Open for Business (oder Blues On Me) 1998: Masters (Compilation aus 'Change My Life und 'Open For Business') 2009: Twice As Addictive (Neuausgabe von Change My Life und Open for Business als Doppel-CD)
Snowy White and the White Flames 1996: No Faith Required 1998: Little Wing 1999: Keep Out – We Are Toxic 2002: Restless 2005: The Way It Is 2007: Live Flames 2011: Realistic 2019: The Situation 2020: Something on Me 2026: The Finishing Touch
Snowy White Blues Project 2009: In Our Time of Living 2010: In Our Time … Live
Mit Pink Floyd 1977: Animals (bridging piece on 8-track cartridge only) 2000: Is There Anybody Out There? The Wall Live 1980–81
Mit Roger Waters 1990: The Wall: Live in Berlin 2000: In the Flesh Live 2015: The Wall
Mit Richard Wright 1978: Wet Dream
Mit Thin Lizzy 1980: Chinatown 1981: Renegade 1983: Live Life
Andere Aufnahmen mit Snowy White 1974: Jonathan Kelly’s Outside Waiting on You 1975: Linda Lewis Not a Little Girl Anymor’ 1975: Michael Moorcock & Deep Fix New World’s Fair 1979: Peter Green In the Skies 1980: Phil Lynott Solo in Soho 1982: Natasha England Captured 1984: Jim Capaldi One Man Mission 1986: Jack Green Latest Game 1994: Graham Bell All the Romances 1995: Rattlesnake Guitar (The Music of Peter Green) 1997: Anthony Thistlethwaite Crawfish & Caviar 1997: Nic Potter The Blue Zone 1998: Tom Newman and Friends Snow Blind 2009: Sigvart Dagsland Hymns
Videoalben 1990: The Wall – Live in Berlin (Roger Waters) 2000: In the Flesh Live (Roger Waters) 2004: Live at Rockpalast (Thin Lizzy, Konzert von 1981) 2004: Band Jam 2005: The Way It Is … Live! 2005: Live from London 2006: Introspective 2012: After Paradise (Snowy White and Friends) 2015: The Wall (Roger Waters)
Weblinks
snowywhite.com Fanclubseite (Webarchiv)
Einzelnachweise
Kategorie:Rockmusiker Kategorie:Gitarrist Kategorie:Pseudonym Kategorie:Thin Lizzy Kategorie:Brite Kategorie:Geboren 1948 Kategorie:Mann