Michail Wiktorowitsch Kirpitschow (; * in St. Petersburg; † 10. Januar 1955 in Moskau) war ein russischer Physiker und Hochschullehrer.Большая российская энциклопедия: КИРПИЧЁВ Михаил Викторович (abgerufen am 7. Oktober 2019).MEI: Кирпичев Михаил Викторович (abgerufen am 7. Oktober 2019).Kirpitschows Grab: КИРПИЧЁВ Михаил Викторович (abgerufen am 7. Oktober 2019).
Leben Kirpitschow, Sohn des Physikers Wiktor Lwowitsch Kirpitschow, besuchte das 3. Charkower Gymnasium und studierte dann am St. Petersburger Technologie-Institut mit Abschluss 1907.
Kirpitschow forschte und lehrte im Leningrader Physikalisch-Technischen Institut und im Leningrader Polytechnischen Institut sowie im Leningrader Zentralen Kesselturbineninstitut und im Energetischen Institut der Akademie der Wissenschaften der UdSSR (AN-SSSR, ab 1991 Russische Akademie der Wissenschaften (RAN)). Dazu lehrte er auch am Moskauer Energetischen Institut (MEI) und am Moskauer Chemiemaschinenbau-Institut. 1929 wurde er zum Korrespondierenden Mitglied und 1939 zum Vollmitglied der AN-SSSR gewählt.RAN: Кирпичев Михаил Викторович (abgerufen am 7. Oktober 2019).
Kirpitschows Forschungsschwerpunkte waren der konvektive Wärmeaustausch in Rohren mit unterschiedlichen Querschnitten, die hydrodynamische Theorie des Wärmeaustauschs in Heizkraftwerken und die Gebäudebelüftung. Sein positives Gutachten im Januar 1949 zu Alexander Alexandrowitsch Gawronskis Angebot an die Sachalin-Fischindustrie-Hauptverwaltung, auf Kamtschatka ein Geothermie-Kraftwerk zu errichten, initiierte entsprechende Studien auf Kamtschatka und 1955 den Beschluss zum Bau dieses Kraftwerks, das unter der Leitung Samson Semjonowitsch Kutateladses gebaut wurde und 1967 in Betrieb ging.История камчатской энергетики написана! (abgerufen am 2. Oktober 2019).Кирилл Маренин: Геотермальная энергетика на Камчатке (abgerufen am 7. Oktober 2019).
Am bedeutendsten waren Kirpitschows Arbeiten zur Ähnlichkeitstheorie und zur physikalischen Modellierung technischer Prozesse und Anlagen. Zusammen mit Alexander Adolfowitsch Guchman formulierte er die notwendigen und hinreichenden Bedingungen für die Ähnlichkeit physikalischer Phänomene. Diese Arbeiten zur Ähnlichkeitstheorie wurden von Samson Semjonowitsch Kutateladse fortgeführt.
Kirpitschow war verheiratet mit der Sängerin und Filmschauspielerin Serafima Fjodorowna Kirpitschowa geborene Gordejenko (1891–1974).
Kirpitschow wurde auf dem Nowodewitschi-Friedhof begraben.
Ehrungen, Preise Stalinpreis II. Klasse (1941) für die 1936 veröffentlichte Arbeit zur Modellierung von Wärmeanlagen Orden des Roten Banners der Arbeit (1945) Leninorden (1953)
Weblinks zbMATH: Kirpichev, M. V. Katalog der Russischen Nationalbibliothek: Кирпичёв Михаил Викторович
Einzelnachweise
Kategorie:Physiker (20. Jahrhundert) Kategorie:Hochschullehrer (Staatliche Polytechnische Universität Sankt Petersburg) Kategorie:Hochschullehrer (Moskauer Energetisches Institut) Kategorie:Mitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften Kategorie:Träger des Ordens des Roten Banners der Arbeit Kategorie:Träger des Leninordens Kategorie:Träger des Stalinpreises Kategorie:Russe Kategorie:Sowjetbürger Kategorie:Geboren 1879 Kategorie:Gestorben 1955 Kategorie:Mann