Das Herzzentrum Bonn ist ein Zusammenschluss mehrerer Kliniken, Institute und Abteilungen des Universitätsklinikum Bonn (UKB). Dort werden stationär und ambulant erwachsene Patienten mit Herz- und Gefäßerkrankungen behandelt. Dabei stehen alle operativen bzw. interventionellen, intensivmedizinischen und medikamentösen Verfahren einer Universitätsklinik zur Verfügung.
Das Herzzentrum Bonn hat im Januar 2026 einen sehr modernen Neubau bezogen. Es gehört dabei mit nun 180 Betten auf 7 Stationen (davon 2 Intensivstationen), 5 Operationssälen inklusive 2 Hybrid-OPs und 5 Herzkatheterlaboren zu den großen Herzzentren in Deutschland.
Folgende Kliniken, Institute und Abteilungen sind am Herzzentrum Bonn beteiligt:
Medizinische Klinik und Poliklinik II (Innere Medizin – Kardiologie, Pneumologie und Angiologie) Klinik und Poliklinik für Herzchirurgie Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin Klinik und Poliklinik für Neurologie Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin Institut für Physiologie I Institut für Physiologie II Radiologische Klinik
Das Herzzentrum Bonn arbeitet eng mit der Abteilung für Kinderkardiologie und der Kinderherzchirurgie am Eltern-Kind-Zentrum (ELKI) des Universitätsklinikums Bonn zusammen, um eine bestmögliche Versorgung von Erwachsenen mit angeborenem Herzfehler (EMAH) zu gewährleisten.
Geleitet wird das Herzzentrum von Georg Nickenig (Kardiologie) und Farhad Bakhtiary (Herzchirurgie).
Geschichte Im Juni 2016 gab die damalige Wissenschaftsministerin des Landes NRW, Svenja Schulze, bekannt, dass das Land NRW im Rahmen des neuen Medizinischen Modernisierungsprogramms (MedMoP) bis 2020 rund 343 Millionen Euro für Bau- und Sanierungsprojekte am Uniklinik-Standort Bonn zur Verfügung stellt. Von diesem Betrag entfielen 122 Millionen Euro (Baukosten: 95.000.000 Euro, Ersteinrichtungskosten: 27.000.000 Euro) auf das neue Herzzentrum auf dem Gelände des Universitätsklinikums Bonn auf dem Venusberg.
Den Auftrag zum Neubau des Herzzentrums erhielt das mittlerweile als Telluride Architektur firmierende deutsche Architektur- und Planungsbüro HDR unter Beteiligung des Ingenieurbüros Kempen Krause Ingenieure GmbH sowie der Koester Bau und der Assmann Gruppe. Das Richtfest der Baumaßnahme erfolgte am 19. Juni 2023.
Die volle Inbetriebnahme des Gesamtneubaus fand im Januar 2026 statt, wobei die tatsächlichen Gesamterrichtungskosten dabei mit rund 190 Millionen Euro angegeben wurden. In dem neuen Gebäudekomplex, der u. a. in unmittelbarer Nähe zum ELKI liegt, sind nach Fertigstellung die unterschiedlichen operativen Disziplinen sowie die verschiedenen Medizinischen Kliniken nun zentralisiert zusammengeführt. Zuvor waren die Funktionen auf mehrere Gebäude verteilt.
Siehe auch Herzzentren Online-Krankenhausverzeichnisse
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Einzelnachweise
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