Carolina Krafzik (* 27. März 1995 in Niefern-Öschelbronn, Baden-Württemberg) ist eine ehemalige deutsche Leichtathletin, die sich auf den 400-Meter-Hürdenlauf spezialisiert hatte. Zuvor konkurrierte sie auf kürzeren Distanzen. Sie lief auch Sprints zwischen 200 und 400 Metern und trat auch in der Staffel des VfL Sindelfingen an.

Berufsweg Krafzik studierte an der PH Ludwigsburg Deutsch und Sport auf Lehramt und begann im Februar 2020 ein Referendariat an einer Grundschule.Ewald Walker: Ein Karriere-Höhepunkt jagt den nächsten, auf: leichtathletik-sindelfingen.de, vom 2. Oktober 2019, abgerufen am 6. Oktober 2019.Benutzer:Krafzikcaroli, auf: zum.de, abgerufen am 6. Oktober 2019.

Sportliche Karriere Carolina Krafzik kommt aus einem sportaffinen Elternhaus: Ihre Mutter ist als Trainerin aktiv, ihr Vater war aktiver Leichtathlet., DLV-Teambroschüre, S. 33, abgerufen am 5. Oktober 2019 (pdf 25,4 MB) Krafzik war zunächst auf kürzeren Strecken unterwegs. Auf Anraten ihres Trainers, der erkannt hatte, dass sie einem langen Schritt folgt, stieg sie auf die volle Stadionrunde mit Hürden um. Umgehend stellten sich Erfolge ein.

2018 wurde sie bei den Deutschen Hochschulhallenmeisterschaften Vizemeisterin über die 60 Meter Hürden und auf den 200 Metern. Bei den Deutschen Hallenmeisterschaften belegte Krafzik den sechsten Platz auf der 200-Meter-Distanz und über die 60 Meter Hürden den 14. Rang. Auf der Stadionrunde ohne Hürden wurde sie Deutsche Hochschulvizemeisterin, und mit Hürden holte sie bei den Deutschen Meisterschaften Bronze.

2019 kam Krafzik über die 400 Meter bei den Deutschen Hallenmeisterschaften mit persönlicher Bestleistung von 54,51 s auf den sechsten Platz, holte bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften Bronze und wurde mit persönlicher Bestleistung von 55,64 s Deutsche Meisterin. Ihr Debüt im Nationaltrikot hatte Krafzik bei den Weltmeisterschaften in Doha (Katar), wo sie das Halbfinale erreichte.

2020 konnte sie in der wegen der COVID-19-Pandemie spät gestarteten Saison ihren Titel über 400 Meter Hürden bei den Deutschen Meisterschaften in Braunschweig verteidigen. 2021 holte Krafzik bei den Deutschen Meisterschaften ihr drittes Gold in Folge über die Stadionrunde mit persönlicher Bestzeit von 54,89 s und erfüllte mit dieser Zeit auch die Norm für die Olympischen Spiele in Tokio. Dort belegte sie in ihrem Halbfinallauf den vierten Platz. Bei den Europameisterschaften 2022 in München erreichte sie den Finallauf, in dem sie den achten Platz belegte. Im Vorlauf hatte sie mit 54,32 s eine neue persönliche Bestleistung aufgestellt; mit dieser Zeit hätte sie im Finale eine Medaille gewonnen.

2023 gewann sie in 54,47 s den 400-Meter-Hürdenlauf bei der Team-Europameisterschaft im Rahmen der Europaspiele in Chorzów.Leichtathletik: Carolina Krafzik siegt bei der Team-EM. In: szbz.de, 25. Juni 2023.

Krafzik war im Perspektivkader des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV). Im August 2024 beendete sie ihre Karriere.Carolina Krafzik hängt die Spikes an den Nagel, Meldung vom 16. August 2024 bei leichtathletik.de

Bestleistungen (Stand: 17. August 2022) Halle 60 m: 7,85 s, Sindelfingen, 21. Januar 2017 200 m: 24,51 s, Sindelfingen, 19. Januar 2019 400 m: 54,51 s, Leipzig, 16. Februar 2019 60 m Hürden: 8,55 s, Sindelfingen, 11. Februar 2018 4 × 200 m: 1:38,82 min, Sindelfingen, 26. Januar 2019

Freiluft 200 m: 23,47 s (+1,2 m/s), Mannheim, 15. Mai 2021 400 m: 52,05 s, Regensburg, 20. Juni 2021 100 m Hürden: 13,84 s, Heilbronn, 28. Mai 2017 400 m Hürden: 54,32 s, München, 17. August 2022 4 × 100 m: 45,03 s, Nürnberg, 22. Juli 2018

Leistungsentwicklung Jahr 400 m Hürden 2018 58,73 s 2019 55,64 s 2020 55,90 s 2021 54,72 s 2022 54,32 s

Erfolge National 2013: 8. Platz Deutsche U20-Hallenmeisterschaften (60 m Hürden) 2014: 5. Platz Deutsche U20-Hallenmeisterschaften (60 m Hürden) 2016: 6. Platz Deutsche U23-Meisterschaften (100 m Hürden) 2018: 2. Platz Deutsche Hochschulvizehallenmeisterin (60 m Hürden und 200 m) 2018: 6. Platz Deutsche Hallenmeisterschaften (200 m) 2018: 14. Platz Deutsche Hallenmeisterschaften (60 m Hürden) 2018: 2. Platz Deutsche Hochschulvizemeisterin (400 m) 2018: 3. Platz Deutsche Meisterschaften (400 m Hürden) 2019: 6. Platz Deutsche Hallenmeisterschaften (400 m) 2019: 3. Platz Deutsche Hochschulmeisterschaften (400 m Hürden) 2019: Deutsche Meisterin (400 m Hürden) 2020: Deutsche Meisterin (400 m Hürden) 2021: Deutsche Meisterin (400 m Hürden) 2022: Deutsche Meisterin (400 m Hürden) 2023: Deutsche Meisterin (400 m Hürden)

International 2019: Halbfinale Weltmeisterschaften (400 m Hürden) 2022: 8. Platz Europameisterschaften (400 m Hürden) 2023: 1. Platz Europaspiele/Team-Europameisterschaft (400 m Hürden, Einzel)

Weblinks

Athletenprofil auf ladv.de

Einzelnachweise

Kategorie:Hürdenläufer (Deutschland) Kategorie:4-mal-400-Meter-Staffel-Läufer (Deutschland) Kategorie:4-mal-100-Meter-Staffel-Läufer (Deutschland) Kategorie:Europaspielesieger (Leichtathletik) Kategorie:Deutscher Meister (Leichtathletik) Kategorie:Olympiateilnehmer (Deutschland) Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 2020 Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 2024 Kategorie:Teilnehmer an den Europaspielen (Deutschland) Kategorie:Teilnehmer der Europaspiele 2023 Kategorie:Leichtathlet (VfL Sindelfingen) Kategorie:Sportler (Enzkreis) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1995 Kategorie:Frau