Gesau, eine ehemalige Landgemeinde, ist heute ein Ortsteil der Großen Kreisstadt Glauchau im sächsischen Landkreis Zwickau. Gesau wurde am 1. April 1925 nach Glauchau eingemeindet und ist heute Ortsteil der Glauchauer Ortschaft Gesau/Höckendorf/Schönbörnchen, welche zusammen 2397 (Stand: Dezember 2025) Einwohner hat.Zahlen und Fakten. In: Webauftritt der Stadt Glauchau Als Ortschaft nach der Sächsischen Gemeindeordnung hat sie gemäß ihrer Ortschaftsverfassung einen Ortschaftsrat und Ortsvorsteher.

Geografie mini|Glauchauer Wasserturm in Gesau

Geografische Lage und Verkehr Gesau liegt im Nordwesten der Stadt Glauchau zwischen der Bundesautobahn 4 im Norden und der Bundesstraße 175 im Süden. In direkter Nähe befindet sich die Autobahn-Anschlussstelle „Glauchau-West“. Durch den Stadtteil verläuft die Bahnstrecke Dresden–Werdau ohne Halt. Im Südosten grenzt Gesau an den Umflutkanal der Zwickauer Mulde.

Nachbarorte

Geschichte mini|Kirche Gesau

Gesau wurde im Jahr 1361 als „Jesaw“ erwähnt. In die Gesauer Kirche sind neben dem Ort selbst die Nachbarorte Höckendorf und Schönbörnchen eingepfarrt. Bezüglich der Grundherrschaft gehörte der Ort bis 1750 als Amtsdorf zur Herrschaft Glauchau. Seitdem unterstand ein Teil als Amtsdorf der Herrschaft Glauchau, Amt Hinterglauchau, der andere Anteil dem Rittergut Elzenberg in der Herrschaft Glauchau, Amt Forderglauchau.Handbuch der Geographie, S. 489Gesau im Buch „Geographie für alle Stände“, S. 897Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas. Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0; S. 92 f. Nachdem auf dem Gebiet der Rezessherrschaften Schönburg im Jahr 1878 eine Verwaltungsreform durchgeführt wurde, kam Gesau im Jahr 1880 zur neu gegründeten sächsischen Amtshauptmannschaft Glauchau.

Gesau wurde am 1. April 1925 nach Glauchau eingemeindet. Durch die zweite Kreisreform in der DDR kam Gesau als Teil der Stadt Glauchau im Jahr 1952 zum Kreis Glauchau im Bezirk Chemnitz (1953 in Bezirk Karl-Marx-Stadt umbenannt), der im Jahr 1990 als sächsischer Landkreis Glauchau fortgeführt wurde und 1994 im Landkreis Chemnitzer Land bzw. 2008 im Landkreis Zwickau aufging. Gesau gehört heute zum Ortsteil Gesau / Höckendorf/Schönbörnchen der Großen Kreisstadt Glauchau.

Sehenswürdigkeiten mini|Turnhalle Gesau Kirche Gesau Wasserturm Gesau Turnhalle Gesau

Bildung In Gesau befand sich die Wilhelm-Stolle-Schule. Im Jahr 2018 zog in das ca. 15 Jahre leer stehende Gebäude vorübergehend die Grundschule Sachsenalle ein, bis deren Gebäude saniert sind.Artikel der Freien Presse, Ausgabe vom 7. April 2018, abgerufen am 6. Oktober 2019

Literatur Rolf Scheurer: Die Kirche St. Andreas Gesau, In: Historische Sakralbauten in Glauchau, Schriftenreihe des Denkmalverein e. V. Glauchau, Glauchau 2007, S. 7–8 u. zwei Abbildungen im Anhang

Weblinks

Ortschaft Gesau/Höckendorf/Schönbörnchen In: Webauftritt der Stadt Glauchau.

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Zwickau Kategorie:Geographie (Glauchau) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Zwickau) Kategorie:Ort an der Zwickauer Mulde