Nankendorf ist ein Gemeindeteil des Marktes Weisendorf im Landkreis Erlangen-Höchstadt (Mittelfranken, Bayern). Nankendorf liegt in der Gemarkung Hammerbach (Gemarkungsteil 1).
Geografie Südlich des Dorfes fließt ein namenloser Bach, der eine Kette von Weihern speist und als linker Zufluss in den Welkenbach mündet, einen linken Zufluss der Mittleren Aurach. Im Nordosten liegt der Reuther Wald. 1 km südwestlich erhebt sich in einem Waldgebiet der Dachsknock (). Im Norden liegt das Waldgebiet Am Teufelsgraben. Die Staatsstraße 2263 verläuft nach Hammerbach (2,5 km südöstlich) bzw. nach Weisendorf (1,3 km nördlich). Die Kreisstraße ERH 13 verläuft nach Buch (1,2 km südlich).
Geschichte Der Ort ist eine bambergische Neurodung des 11./12. Jahrhunderts. 1428 wurde er erstmals urkundlich erwähnt. In dieser Urkunde wurde bestätigt, dass die Herren von Maienthal zu Neuenbürg ihr Allodial an die Nürnberger Patrizier Rieter von Kornburg verkauften. Mit deren Aussterben im Jahr 1753 gelangte ihr Besitz an die Reichsstadt Nürnberg.F. Krug (Hrsg.): Der Landkreis Erlangen-Höchstadt, S. 183. = G. Daßler (Hrsg.): Landkreis Höchstadt a. d. Aisch, S. 72.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Nankendorf aus einem Anwesen. Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Herzogenaurach aus. Grundherr des Hofes war das Spitalamt der Reichsstadt Nürnberg.H. H. Hofmann: Höchstadt-Herzogenaurach, S. 76.
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Nankendorf dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Hammerbach zugewiesen, 1818 auch der neu gebildeten Ruralgemeinde Hammerbach.H. H. Hofmann: Höchstadt-Herzogenaurach, S. 142.In Nankendorf auf der Website weisendorf.de wird behauptet, dass Nankendorf erst 1852 nach Hammerbach eingemeindet worden wäre.
Am 1. Januar 1972 wurde Nankendorf im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Gemeinde Weisendorf eingegliedert.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2019Einwohner 23 62 51 38 37 44 59 47 47 65 97HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 3 10 8 9 8 8 13 Quelle
Religion Nankendorf ist römisch-katholisch geprägt und war ursprünglich nach St. Magdalena (Herzogenaurach) gepfarrt, mit der Gründung der Kuratie St. Josef (Weisendorf) im 19. Jahrhundert dorthin. Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind nach Weisendorf gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort im Landkreis Erlangen-Höchstadt Kategorie:Geographie (Weisendorf) Kategorie:Ersterwähnung 1428