thumb|Ursula Wieland, fotografiert von Hansjoachim Mirschel

Ursula Wieland (* um 1950 in Heidelberg) ist eine deutsche Kunstwissenschaftlerin und Malerin. Sie hat sich auf Porträtgemälde spezialisiert und hat vor allem seit den 1980er Jahren Prominente aus Wissenschaft, Politik, Literatur, Musik und aus anderen Lebensbereichen in Öl dargestellt.

Leben Ursula Wieland wurde in der Familie eines Arztes geboren. Nach dem Schulabschluss studierte sie auf Anraten ihres Vaters Pharmazie und Sprachen. Aufgrund ihrer frühzeitigen Neigung zum Malen schloss sie ein Kunststudium an, studierte zugleich noch Kunstgeschichte an Universitäten in München, Madrid und LondonWebsite von Ursula Wieland, abgerufen am 6. Oktober 2019. und wurde auf diesem Gebiet promoviert. In der Londoner Zeit war der Porträtmaler Graham Sutherland ihr Mentor und in Washington war ihr Meister der Porträtmaler William Woodward. Sie ist Mitglied im Künstlersonderbund in Deutschland.

Ursula Wieland lebt in Berlin-Charlottenburg, teilweise auch in Paris, ist verheiratet und hat drei Kinder.Daniela Noack: Sag niemandem, dass du malst. In: Berliner Zeitung, 5./6. Oktober 2019, Beilage Magazin, S. 7 online.

Werk Zu ihren frühen Werken gehören Zeichnungen der Dirigenten Herbert von Karajan und Leonard Bernstein. Bei einer zufälligen Begegnung im Flugzeug lernte sie Jean Tinguely kennen, den sie porträtierte. Tinguely stellte den Kontakt zu seinem New Yorker Galeristen George William Staempfli her, der in seiner Galerie Wielands erste Werke ausstellte. Kurze Zeit später folgten Ausstellungen in der Schweiz, in Singapur und in Südafrika. Sie selbst schätzt an ihrer Porträtmalerei das Kennenlernen von Menschen verschiedenen Schlages und die „geistig-seelische Ausstrahlung“ der Personen. Ihre farbenkräftigen Bilder sind eher fotorealistisch und werden von Wieland nicht geschönt.

Ihr Bild von Stephen Hawking wurde 1994 bei Christie’s in London zugunsten der Internationalen Behindertenstiftung der Vereinten Nationen unter der Schirmherrschaft der spanischen Königin Sophia versteigert. David McAllister wählte nach seinem Ausscheiden aus dem Amt 2015 als niedersächsischer Ministerpräsident Ursula Wieland als Malerin für sein Porträt in der „Ahnengalerie“ in der niedersächsischen Staatskanzlei aus.und heute... hängt ein Landesvater. In Die Tageszeitung, 5. August 2015, S. 22, online. Die Bilder von Ralph Grey und Alan Cathcart hängen im Londoner Museum of the Order of St. John,Ursula Wieland auf der Website Art_UK (online-Verzeichnis für öffentliche Kunst im Vereinigten Königreich), abgerufen am 22. Oktober 2020. das die Geschichte des gleichnamigen Ritterordens darstellt.

Ihre seit den frühen 1980er Jahren entstandenen Airport-Bilder stellen Szenen auf Flughäfen und in Flugzeugen dar. Wielands Triptychon über Jean-Marie Lustiger wurde in der Sammelausstellung fremd – vertraut des Künstlersonderbundes 2019/2020 in Stuttgart ausgestellt.

Werke (Auswahl) Folgende Porträts fertigte Ursula Wieland seit den späten 1960er Jahren an:

Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen Fremd-vertraut, Sammelausstellung des Künstlersonderbundes

Veröffentlichungen

Dessins: Le cardinal Lustiger et ses Proches, BoD, Berlin und Paris 2017, ISBN 978-3-7460-3506-2. (zusammen mit Jean Duchesne): La galaxie Lustiger : Le cardinal et ses proches : portraits, Verlag Parole et Silence Editions, 2018, ISBN 2-88918-422-6.

Literatur Udo Felbinger (Hrsg.): Ursula Wieland portraits. Ein Katalog. ISBN 978-3-00-016501-6, Berlin 2004.

Weblinks Website von Ursula Wieland Daniela Noack: Mein Büro. In: Forum, das Wochenmagazin, 26. Juli 2019.

Einzelnachweise und Kommentar

Kategorie:Maler (Deutschland) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren im 20. Jahrhundert Kategorie:Frau