__NOTOC__ Der dieselmechanische Antrieb ist eine Antriebsart für Großfahrzeuge, bei der die Kraftübertragung des Dieselmotors direkt oder über ein Getriebe auf die Räder bzw. bei Schiffen auf den Propeller erfolgt. Beim dieselmechanischen Antrieb handelt es sich um die älteste Form der Kraftübertragung von Verbrennungsmotoren, vor allem bei Kraftfahrzeugen wird er bis heute angewendet.
Einsatzgebiete Abhängig vom Fahrzeugtyp sind dem dieselmechanischen Antrieb mit wachsender Leistung Grenzen gesetzt. Mit zunehmender Leistung steigen nämlich Gewicht, Größe und Preis des Getriebes so sehr an, dass hier andere Lösungen sinnvoller sind. Aus diesem Grund werden vor allem bei Lokomotiven der dieselhydraulische und der dieselelektrische Antrieb verwendet.
Die Übertragungsgrenze des dieselmechanischen Antriebes liegt derzeit für Kraftfahrzeuge bei etwa 1500 kW; kurzzeitige Spitzenleistungen aus dem Rennsport liegen bei über 8000 kW.
Für die getriebeuntersetzten Antriebsanlagen von Schiffen liegt die Grenze derzeit bei ca. 25 MW Dauerleistung je Antriebsstrang. Hierbei wirken mehrere Motoren über ein Sammelgetriebe auf die Propellerwelle und ggf. auf weitere Getriebeabtriebe (z. B. Hydraulik- oder Wasserpumpen und/oder Generatoren). Direktangetriebene Anlagen mit Verstellpropeller, d. h. ohne Getriebestufe, sind derzeit mit Leistungen von über 84 MW im Einsatz. Die technische Leistungsgrenze ist hierbei die Leistungsfähigkeit der Antriebsmotoren.
Beispiele Bei Schienenfahrzeugen wird der dieselmechanische Antrieb vor allem bei Verbrennungsmotortriebwagen mit kleineren und mittleren Motorleistungen angewendet: Schienenbus Mylius-Getriebe TAG-Getriebe Soden-Getriebe Wismarer Schienenbus BBÖ VT 11 Siemens Desiro Classic Stadler Regio-Shuttle RS1 LINT 41 Bombardier Itino RegioSprinter.
Literatur F. Sass, C. Bouche, A. Leitner (Hrsg.): Dubbels Taschenbuch für den Maschinenbau. 2. Band, 12. Auflage, Springer Verlag Berlin Heidenberg GmbH, Berlin 1963.
Kategorie:Antrieb nach Konstruktion