Fallhaus ist eine Wüstung auf dem Gemeindegebiet des Marktes Lonnerstadt im Landkreis Erlangen-Höchstadt (Mittelfranken, Bayern).
Geografie Östlich der Einöde befanden sich die Sichardshofteiche und der Sichardshof. Unmittelbar nördlich und südlich war er von Acker- und Grünland umgeben. Im Westen grenzte ein Waldgebiet an.
Geschichte Der Ort diente als Abdeckerei, vermutlich für Lonnerstadt.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts zählte sie zur Realgemeinde Sichardshof und wurde als Wasenmeisterei bezeichnet. Das Hochgericht übte das brandenburg-bayreuthische Kasten- und Jurisdiktionsamt Dachsbach aus, was bis 1796 vom bambergischen Centamt Höchstadt strittig gemacht wurde. Grundherr war das Rittergut Sichardshof.H. H. Hofmann: Höchstadt-Herzogenaurach, S. 84.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 130. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Bayreuth erhielt das Fallhaus die Hausnummer 3 des Ortes Sichardshof.
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Fallhaus dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Uehlfeld und der 1813 gebildeten Ruralgemeinde Mailach zugewiesen.H. H. Hofmann: Höchstadt-Herzogenaurach, S. 133 = H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 209.
1856 wurde der Sichardshof zerschlagen und abgebrochen. Das Fallhaus blieb wahrscheinlich bestehen und war mindestens bis 1900 bewohnt.Das Fallhaus selbst wird in den Ortsverzeichnissen nach 1861 nicht mehr explizit erwähnt, der Sichardshof, der 1856 abgebrochen worden sein soll, jedoch schon.
Einwohnerentwicklung Jahr 1836 1840 1861 1871 1885 1900 Einwohner 4 8 7 7 3 2HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1840 werden diese als Häuser bezeichnet, 1836, 1885 und 1900 als Wohngebäude. 1 1 1 1 Quelle
Religion Fallhaus war evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Jakob (Uehlfeld) gepfarrt.
Literatur
Fußnoten
Kategorie:Lonnerstadt Kategorie:Wüstung im Landkreis Erlangen-Höchstadt Kategorie:Wüstwerdung im 20. Jahrhundert