Tokuriki Tomikichirō (, geboren 25. Juni 1902 im Nakagyō-ku von Kyōto, gestorben 1. März 2000) war ein japanischer Maler der Nihonga-Richtung während der Taishō- und Shōwa-Zeit.

Leben und Werk Tokuriki Tomikichirōs Familie soll mit der Familie des, als Maler für den Tempel Nishi Hongan-ji tätigen, Irie Hakō (; 1887–1848) befreundet gewesen sein. Tokuriki machte 1920 seinen Abschluss an der „Schule für Kunst und Kunstgewerbe Kyōto“ (, Kyōto shiritsu bijutsu kōgei gakkō) und studierte weiter an der „Fachschule für Malerei Kyōto“ (, Kyōto shiritsu kaiga semmon gakkō), die er 1923 beendete. Bereits während der Ausbildung wurde 1922 auf der 4. „Teiten“Teiten () ist die Abkürzung für die jährliche staatliche Kunstausstellung (, Teikoku bijutsu-in tenrankai) zwischen 1919 und 1935. Die Vorgängerin von 1907 bis 1918 hieß Bunten () für Mombushō bijutsu tenrankai (), die Nachfolgerin von 1936 bis 1944 wurde ein Shin () für „Neu“ vorgesetzt. Die Nachfolgerin ab 1946, nun nicht mehr staatlich, hieß kurz Nitten für (). das Bild „Blumen und Vögel“ () von ihm angenommen. Zunächst hatte er unter Yamamoto Shunkyo (, 1872–1933) studiert, wechselte dann zu Tsuchida Bakusen.

1927 konnte Tokuriki auf der 6. Ausstellung der Künstlervereinigung „Kokuga sōsaku kyōkai“ () die Bilder „Puppen“ () und „Puppe und Zitrone“ () zeigen. Für Letzteres wurde er mit dem angesehenen Chogyū-PreisDer Chogyū-Preis () wird zum Gedenken an den Autor und Literaturkritiker Takayama Chogyū verliehen. ausgezeichnet. Auf der 7. Ausstellung im folgenden Jahr zeigte er den zweiteiligen Stellschirm „Winteranfang“ () und „Auberginen“ (). Für den „Winteranfang“ erhielt er den Förderpreis der Künstlervereinigung. Seine Puppen malte Tokuriki plastisch im „westlichen“, dem Yōga-Stil, den „Winteranfang“ jedoch im „japanischen“ Nihonga-Stil mit westlicher Tiefengebung. Beiden gemeinsam ist die Naturtreue der zeichnerischen Ausführung.

Als sich 1928 die Kokuga sōsaku kyōkai auflöste, schloss sich Tokuriki der neu gegründeten Shinjukai () an. Er malte weiter in seinem Stil, begann aber auch Holzschnitte zu produzieren. Nach Tsuchidas Tod 1936 stellte er ausschließlich Farbholzschnitte her, darunter die Serien „36 Ansichten des Fuji“ (), „Schöne Ansichten Japans“ (), „12 Szenen in Kyōto“ (), „Der Ochse und sein Hirte“ unter dem Titel „Zen und zehn Ochsenbilder“ ().

Weblinks (Bilder) Aus dem Besitz des Nationalmuseums für moderne Kunst Tōkyō: „Mibu kyōgen“ () 1933„Mibu kyōgen“ ist ein pantomimisches Kyōgen, das am Tempel Mibu-dera in Kyōto aufgeführt wird. „Winteranfang“ (初冬) 1928 „Burg Nijō“ () aus den „Schönen Ansichten Japans“

Anmerkungen

Literatur National Museum of Modern Art, Kyoto (Hrsg.): Tokuriki Tomikichirō. In: Kyōto no Nihonga 1910–1930. National Museum of Modern Art, Kyoto, 1986. ISBN 4-87642-117-X.

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