mini|hochkant|Wappen derer von Marhülsen im Wappenbuch des Westfälischen Adels Marhülsen (auch Marhüls, van mer Hülsen o. ä.) ist der Name eines erloschenen niederländisch-westfälischen Adelsgeschlechts.
Geschichte Das Geschlecht stammt ursprünglich von einem gleichnamigen Stammsitz (Marhulzen) östlich von Groenlo in den Niederlanden. Die Familie besaß auch Burgsitze zu Burg Nienborg in Heek-Nienborg im heutigen Kreis Borken.Spießen (1901–1903), S. 85. Der Name des Geschlechts „von und zu Marhülsen“ und das Wappen kommen in den Wappenbüchern des osnabrückschen Domkapitels vor. Hermann von Marhülsen wurde 1446 und 1466 als Mitglied der münsterschen Ritterschaft aufgeführt. Cunera von und zu Marhülsen, Tochter von Thomas von und zu Marhülsen und Elisabeth von Eickel zu Krange, heiratete 1562 Christoph von Plettenberg (1539–1601) zu Lenhausen und Stockum.Fahne (1858), S. 290. Johann von Marhülsen wohnte 1592 als Küchenmeister des Fürsten Wilhelm von Jülich-Kleve-Berg dem Leichenbegängnis desselben bei. Noch um 1737 saß die Familie im Klevischen zu Overberg.Ledebur (1856), S. 79.Kneschke (1865), S. 134.
Laut Max von Spießen erlosch die Familie in Westfalen mit dem Tod von Friedrich von Marhülsen gegen 1580. In den Niederlanden bestand die Familie deutlich länger.
Aus der Familie sollen die von Hülsen hervorgegangen sein, die ein sehr ähnliches Wappen führten.
Wappen Blasonierung des Redenden Wappens: In Rot drei (2:1) silberne Stechpalmenblätter (Europäische Stechpalme = Hülse). Auf dem Helm mit rot-silbernen Helmdecken ein offener roter Flug, jeder Flügel mit einem silbernen Blatt belegt.
In Heinrich Strodtmanns Wappenbuch von 1640 sind der Schild silbern und die Blätter rot dargestellt.Strodtmanns Wappenbuch (1640), S. 27.
Literatur Anton Fahne: Geschichte der kölnischen, jülichschen und bergischen Geschlechter in Stammtafeln, Wappen, Siegeln und Urkunden. Band 2, Köln 1853, S. 232 (uni-duesseldorf.de). Anton Fahne: Geschichte der Westphälischen Geschlechter unter besonderer Berücksichtigung ihrer Uebersiedelung nach Preußen, Curland und Liefland, mit fast 1200 Wappen und mehr als 1300 Familien, Köln 1858, S. 290 (Google Bücher). Ernst Heinrich Kneschke: Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon, Band 6: Loewenthal–Osorowski, Leipzig 1865, S. 134 (Google Bücher). Leopold von Ledebur: Adelslexicon der Preußischen Monarchie. Band 2: L–S, Berlin 1856, S. 79 (digitale-sammlungen.de). Max von Spießen: Wappenbuch des Westfälischen Adels, mit Wappengrafiken von Adolf Matthias Hildebrandt, Band 1, Görlitz 1901–1903, S. 85 (uni-duesseldorf.de); Band 2, Görlitz 1903, Tfl. 208 (uni-duesseldorf.de).
Weblinks Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Westfalen, W 001 / Msc. I ("Ältere Sammlung"), Nr. 263 (Strodtmanns Wappenbuch von 1640) (Digitalisat mit Wappen derer von Marhülsen auf S. 27).
Einzelnachweise
Kategorie:Niederländisches Adelsgeschlecht Kategorie:Westfälisches Adelsgeschlecht