Karin Kremer, geb. Brinkmann (* 1939 in Celle; † 2019 in Hameln), war eine deutsche Künstlerin.

Biografie Karin Kremer studierte von 1961 bis 1967 an der École nationale supérieure des beaux-arts de Paris und war danach bis 1970 freischaffend in Paris tätig. Schwerpunkt ihrer Arbeiten war bis 1969 die Mischtechnik. Dann wandte sie sich bis 1975 Arbeiten auf eloxiertem Aluminium zu. Im Rahmen der Kunst am Bau wirkte sie in Frankreich mit Aufträgen für u. a. Printemps-Parly II, Drugstore Caen und SCIC Paris.

1970 erfolgte ihre Übersiedlung ins Saarland und die Heirat mit dem Komponisten Clemens Kremer. Fortan war sie in Saarbrücken und Paris tätig. Neben ihrer künstlerischen Arbeit hatte sie Lehraufträge an der Katholischen Hochschule für Sozialwesen, an der Kunsthochschule des Saarlandes und am Institut für Sozialökologie der Humboldt-Universität Berlin.

Im Jahre 2000 verstarb ihr Ehemann und sie übersiedelte nach Niedersachsen. Hier konzentrierte sie sich auf die künstlerische Nutzung der elektronischen Medien.

Kremer hinterließ ein umfangreiches Lebenswerk, das in einem Zeitraum von mehr als 50 Jahren entstand: Arbeiten in Mischtechnik (bis 1969), Aluchromien (ab 1970), Aktionen, Kalligrafie-Collagen und Papierobjekte (ab 1988), video- und computergeneriertes Gestalten (ab 1992) sowie Internetprojekte.

Von 1966 bis 1999 stellte sie regelmäßig in Einzelausstellungen sowie Beteiligung an Gruppenausstellungen im In- und Ausland aus. Ihre Werke befinden sich in privatem und öffentlichem Besitz.

Einzelausstellungen 1966: Galerie Fontaine, Paris 1971: Galerie Marthe Nochy, Paris 1971: Goethe-Institut, Kairo 1972: Galerie Davidson, Tours 1973: Goethe-Institut, Beirut 1974: Galerie Boisseree, Köln 1975: Galerie der Saarbrücker Zeitung, Saarbrücken 1975: Deutsches Kultur-Institut, Casablanca 1982: Propositiones, Atelier 4, Sens (K) 1983: Von der Heydt-Museum, Wuppertal (K) 1991: HMT Ricercare un Pentagono, Saarbrücken (Clemens Kremer) 1993: Augen, Galerie Monika Beck, Homburg-Schwarzenacker 1993: VSU Arbeiten aus den Jahren, Saarbrücken 1995: Maria Geburt, computergenerierte Marienbilder, Homburg-Schwarzenacker 1996: SITZ Multi Media Kongreß computergenerierte Grafiken 1997: PARADOXON computergenerierte Grafiken, Galerie Monika Beck, Horn

Weitere Kunst-Aktionen 1978: Saarland Museum Innenhof, Saarbrücken 1979: Kunst?, DB internationaler Künstlerkongreß, Stuttgart 1979: Brotlose Kunst, St. Joh. Markt, Saarbrücken 1981: Tuch und Faden, Ny Carlsberg Glyptothek, Kopenhagen 1981: Mutter Erde, Festival d'Art provisoire, Le Mans 1981: Stille Gegenaktion, Art Allemagne Aujourdhui M A M Paris 1981: Abnabelung, Fotoaktionen in Galerien, Paris 1982: Brennpunkt, Von der Heydt Museum, Wuppertal 1982: Propositiones, Sens 1983: Stille-Aktion, Von der Heydt Museum, Wuppertal 1987: Frauenzimmer, Saarländischer Sommer 1987: Schiffs-Aktion „Saarabande“, Dillingen-Bonn 1989: Nachtwache, Aktion mit Farben, Kirchentag, Berlin 1989: Das Bündel, Stille-Aktion zum Thema Faschismus, 20. Juli, München 1991: Stille Aktion für Gerda Lepke, Kunsthof Bonn

Literatur Ulrika Evers: Deutsche Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Ludwig Schultheis Verlag, Hamburg 1983, ISBN 3-920855-01-9, S. 184. Christine Wolf-Hamel: Unsere bildenden Künstler und Kunsthandwerker im Saarland. 1979, , S. 80.

Weblinks

Website Karin Kremer

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