Gettengrün ist einer der acht Ortsteile der Stadt Adorf/Vogtl. im sächsischen Vogtlandkreis. Der Ort entstand 1950 durch die Vereinigung von Obergettengrün und Untergettengrün und wurde 1994 eingemeindet. Der Ortsteil hat den Status einer Ortschaft nach der Sächsischen Gemeindeordnung und damit gemäß seiner Ortschaftsverfassung einen Ortschaftsrat und Ortsvorsteher.

Geographie mini|Tal des Zinnbachs in Gettengrün

Der Stadtteil besteht zum größten Teil aus landwirtschaftlicher Nutzfläche und Wald. An der nördlichen Grenze fließt der Zinnbach und durch das Dorf fließt der Untergettengrüner Bach. An der südöstlichen Grenze zu den Ortsteilen Adorf und Arnsgrün verläuft das Tetterweinbachtal. Dort fließen die beiden Bäche in den Tetterweinbach, der wiederum an der nördlichen Grenze des Ortsteils Adorf in die Weiße Elster mündet.

Gettengrün liegt im Westen der Stadt und grenzt an zwei weitere Stadtteile Adorfs, an zwei Ortsteile der Gemeinde Eichigt und die tschechische Stadt Hranice u Aše, dt. Roßbach, im Okres Cheb (Bezirk Eger) des Karlovarský kraj (Karlsbader Region).

Geschichte Die Gemeinde Gettengrün wurde am 1. Juli 1950 durch Vereinigung der beiden Orte Obergettengrün und Untergettengrün gegründet. Sie gehörte ab 1952 zum Kreis Oelsnitz. Im Zuge der ersten sächsischen Kreisreform, wurde die Gemeinde nach Adorf/Vogtl. eingemeindet und gehört seitdem zum Vogtlandkreis.

Untergettengrün

mini|Häuser in Untergettengrün

Die etwa 260 Hektar große Streusiedlung in Block- und Parzellenflur wurde 1295 als in villa Gettengrune erstmals erwähnt. Der Name leitet sich von indagädn‘gri, zu Deutsch Rodesiedlung eines Getto ab. Die Siedlung wird 1459 als Wüstung erwähnt, 1467 wieder als bewohnter Ort (villa) und schon 1485 bis mindestens 1542 wieder als wüst bezeichnet. Anschließend ändert sich der Name / die Schreibweise von Gettenholz über Gettengrun und Göttengrün bis zum heute verwendeten Untergettengrün ab 1816. Untergettengrün gehörte ab 1791 zum Amt Voigtsberg, und ab 1875 zur Amtshauptmannschaft Oelsnitz.

Obergettengrün

Die etwa 43 Hektar große Streusiedlung in Parzellenflur wurde 1479 als Gettengrun obehalben der Wustenunge erstmals erwähnt und ist wahrscheinlich im Zusammenhang mit dem Wiederaufbau Untergettengrüns entstanden. Obergettengrün gehörte ab 1791 zum Amt Voigtsberg, und später zur Amtshauptmannschaft Oelsnitz.

Entwicklung der Einwohnerzahl Untergettengrün Jahr Einwohnerzahl1846 1701871 1801890 2201910 1971925 2001939 2611946 264Obergettengrün Jahr Einwohnerzahl1871 3611890 3191910 2881925 2621939 2211946 218Gettengrün (bzw. Ober- und Untergettengrün gemeinsam) Jahr Einwohnerzahl1793 42 Gärtner, 5 Häusler1834 3721950 4361964 3091990 1722011 177

Öffentlicher Nahverkehr Gettengrün ist mit den RufBus-Linien 38 und 39 des Verkehrsverbunds Vogtland im ungefähren Stundentakt an Adorf angebunden. Dort besteht Anschluss zur Vogtlandbahn und zum PlusBus.

Persönlichkeiten Söhne und Töchter des Ortes mini|hochkant|Erich Ohser alias e.o.plauen, der Erfinder von „Vater und Sohn“

Erich Ohser (1903–1944), Zeichner (Vater und Sohn), geboren in Untergettengrün Holger Heinrich Dathe (* 1945), Zoologe, geboren in Gettengrün

Literatur Pfarrer Max Allwill Bühring: Die Parochie Eichigt. In: Neue Sächsische Kirchengalerie, Strauch, Leipzig 1913, Sp. 250 bis Sp. 300 (Digitalisat in der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden)

Weblinks

Einzelnachweise

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