Buch () ist ein Gemeindeteil des Marktes Weisendorf im Landkreis Erlangen-Höchstadt (Mittelfranken, Bayern). Buch liegt in der Gemarkung Unterreichenbach.
Geografie Durch das Dorf fließt ein namenloser Bach, der zahlreiche Weiher speist und einen Kilometer weiter westlich in den Welkenbach mündet, einen linken Zufluss der Mittleren Aurach. Im Nordwesten grenzt ein Waldgebiet an; dort erhebt sich der Ochsknock ().
Die Kreisstraße ERH 13 verläuft nach Nankendorf zur Staatsstraße 2263 (1,2 km nördlich) bzw. nach Falkendorf zur Staatsstraße 2244 (2,6 km südlich). Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Hammerbach zur St 2263 (1,6 km südöstlich) und nach Unterreichenbach (2,1 km südwestlich). Durch den Ort führt der Fränkische Marienweg.
Geschichte Der Ort wurde 1348 im Bamberger Urbar als „villula Puech“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Hochstift Bamberg übte zu dieser Zeit die Lehnsherrschaft über drei Güter aus. Ab dem 15. Jahrhundert sind Nürnberger Patrizier als Lehensnehmer nachweisbar. Diese stifteten ihren Besitz dem Nürnberger Heilig-Geist-Spital und dem Reichen Almosen.F. Krug (Hrsg.): Der Landkreis Erlangen-Höchstadt, S. 182f. = G. Daßler (Hrsg.): Landkreis Höchstadt a. d. Aisch, S. 130.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Buch aus 8 Anwesen. Das Hochgericht übte südlich des Dorfbachs das brandenburg-bayreuthische Fraischvogteiamt Emskirchen-Hagenbüchach aus, nördlich das bambergische Centamt Herzogenaurach. Grundherren waren das bayreuth-bambergische Klosteramt Münchaurach (2 Güter), das Amt Herzogenaurach (3 Höfe), das Spital Herzogenaurach (1 Hof) und die Mendelsche Zwölfbrüderhausstiftung des Nürnberger Landesalmosenamtes (1 Gut). Das Hochgericht über dieses Gut war umstritten. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft wurde im Wechsel ganerblich von den Grundherren übernommen. Der Gemeinde gehörte ein Hirtenhaus.H. H. Hofmann: Höchstadt-Herzogenaurach, S. 61 = H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 85.
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Buch dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt und der 1813 gegründeten Ruralgemeinde Oberreichenbach zugeordnet. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde es in die neu gegründete Ruralgemeinde Unterreichenbach umgemeindet.H. H. Hofmann: Höchstadt-Herzogenaurach, S. 147 = H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 208.
Am 1. Januar 1972 wurde Buch im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Gemeinde Weisendorf eingegliedert.
Baudenkmäler In Buch gibt es zwei Baudenkmäler: Dorfstraße 14: Fachwerkwohnstallhaus An der Straße nach Falkendorf: Zwei Steinkreuze
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2019Einwohner 67 108 102 98 100 102 176 240 270 447 632HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, von 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 9 18 18 19 26 40 123 Quelle
Religion Die bambergischen Untertanen waren katholisch und nach St. Magdalena (Herzogenaurach) gepfarrt, die bayreuthischen evangelischen Untertanen in die evangelisch-lutherische Pfarrkirche Weisendorf. 1916 wurde in Weisendorf die katholische Pfarrei St. Josef gegründet.Siehe Website weisendorf.de
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort im Landkreis Erlangen-Höchstadt Kategorie:Geographie (Weisendorf) Kategorie:Ersterwähnung 1348