mini|hochkant=1.2|Kirche von Mont-d’Astarac mini|hochkant=1.2|Apsisfresken Mont-d’Astarac (gaskognisch: Lo Mont d’Astarac) ist eine französische Gemeinde mit nur noch Einwohnern (Stand ) im Département Gers in der Region Okzitanien (bis 2015 Midi-Pyrénées); sie gehört zum Arrondissement Mirande und zum Gemeindeverband Val de Gers.
Lage und Klima Der ungefähr hoch gelegene Ort Mont-d’Astarac liegt im französischen Pyrenäenvorland rund 32 km (Fahrtstrecke) südöstlich von Mirande bzw. ca. 39 km südlich von Auch ganz im Süden des Départements Gers. Die Gemeinde besteht aus dem Dorf Mont-d’Astarac sowie mehreren Einzelgehöften. Der Fluss Arrats durchquert den Westen der Gemeinde in nord-südlicher Richtung. Das Klima ist gemäßigt mit Wechseln von trockenen und nassen Perioden, die zu zahlreichen Gebäudeschäden geführt haben; Regen (ca. 850 mm/Jahr) fällt überwiegend im Winterhalbjahr.
Wirtschaft Die Bevölkerung ist überwiegend landwirtschaftlich orientiert, wobei die Viehzucht (élevage) – und damit die Milch- und Käseproduktion – dominiert.
Bevölkerungsentwicklung Jahr 1800 1851 1901 1954 2004 2022Einwohner 247 300 196 157 103 91Quellen: Cassini und INSEE Die Mechanisierung der Landwirtschaft und die damit einhergehende Schließung bäuerlicher Kleinbetriebe („Höfesterben“) haben zu dem deutlichen Bevölkerungsrückgang geführt.
Geschichte Die Entstehung des Ortes liegt im Dunkeln, das Gebiet gehörte von 926 bis zum Ende des 16. Jahrhunderts zur Châtellenie de Moncassin, einem Teil der Grafschaft Astarac, die ihrerseits zur Provinz Gascogne gehörte. Die Region Aquitanien wurde im frühen Mittelalter zunächst von den Westgoten, später dann lange Zeit von den Engländern dominiert. Erst im Zuge der Französischen Revolution wurde die Gascogne als politische Einheit aufgelöst und in die noch heute bestehenden Départements aufgeteilt.
Sehenswürdigkeiten Der Ort hat drei Monumente, die als Monuments historiques eingestuft sind: Die spätgotische Kirche St Gilles oder auch St Laurent verfügt über einen Portikus sowie einen schmucklosen Westturm, der etwa 15 Jahre nach seinem Einsturz im Jahr 1838 erneuert wurde; das Kirchenschiff wurde etwa zur gleichen Zeit rippengewölbt. Die Apsis ist mit spätmittelalterlichen Fresken aus der Zeit um 1490 ausgemalt, die bereits im Jahr 1840 entdeckt, doch erst im Jahr 1968 freigelegt wurden.Mont d’Astarac, Kirche – Infos Das Stadttor stammt ebenfalls aus dem 15. Jahrhundert; der Ort war wohl ehemals von einer Mauer umgeben. Vom Château de Salleneuve existieren nur noch einige ältere Wirtschaftsgebäude sowie ein auf Stelzen stehendes Taubenhaus (pigeonnier) des 17. oder 18. Jahrhunderts. Das zentrale Gebäude ist ein Neubau aus der Mitte des 20. Jahrhunderts. Umgebung Die jeweils ca. 8 km nordöstlich gelegenen Stauseen Lac de l’Astarac und Lac de la Gimone sind beliebte Ausflugsziele und dienen der Bewässerung landwirtschaftlich genutzter Flächen.
Weblinks
Mont d’Astarac – Fotos + Infos Mont d’Astarac und Umgebung – Fotos + Infos
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in Okzitanien