Derval de Faria (* 9. November 1934 in São Paulolt. kinotv.com, abgerufen am 25. September 2019) ist ein brasilianischer Schauspieler, Hörspielsprecher, Tänzer und Autor.
Leben Derval de Faria trat bereits mit vier Jahren erstmals bei öffentlichen Veranstaltungen auf. Nach Ableistung des Militärdienstes arbeitete er als Rundfunksprecher und gründete eine Ballettschule. Als Tänzer ging er 1955 mit dem Brasiliana-Ballett auf Europatournee. Er blieb in Deutschland und erhielt ein Stipendium beim Deutschen Austauschdienst. De Faria studierte Theaterwissenschaft und erhielt ein Diplom als Kultur- und Bildungsmanager. Als Schauspieler, Sänger und Conferencier trat er unter anderem am Friedrichstadt-Palast auf. Er wirkte darüber hinaus als Regisseur und Choreograph, als Autor schrieb er Theaterstücke und Drehbücher.Pressemitteilung vom September 2017 auf Berlin.de, abgerufen am 25. September 2019
Neben seiner Tätigkeit als Bühnenschauspieler (beispielsweise am Nationaltheater Mannheim,, abgerufen am 25. September 2019 dem Hamburger Ernst-Deutsch-TheaterMarilen Andrist: Wir treten auf. Dölling und Galitz Verlag, Hamburg, ISBN 3-935549-07-5. und im Theater BAAL novo Robert Ullmann: Die Utopie des Einfachen. In: Badische Zeitung vom 4. Mai 2009 (Anfang frei abrufbar), abgerufen am 25. September 2019) agierte de Faria bis 1999 auch immer wieder vor der Kamera. 1975 spielte er neben Rutger Hauer die Hauptrolle in der Abenteuerserie Floris von Rosemund, ebenso 1997 in der deutsch-polnischen Fernsehserie Das Geheimnis des Sagala.
Weiterhin wirkte er in zahlreichen Hörspielproduktionen mit und lieh in der US-amerikanischen Krimiserie Miami Vice verschiedenen Kollegen seine Stimme. De Faria wiederum wurde in der Serie Floris von Rosemund von Vittorio Casagrande synchronisiert. Mit dem Buch Mein Obstgarten verfasste der Brasilianer seine Biographie. Derval de Faria spricht neben Portugiesisch als Muttersprache fließend Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch.Kurzbiographie bei castforward.de, abgerufen am 25. September 2019
Filmografie (Auswahl) 1965: Romulus der Große 1967: Kampf um Kautschuk 1968: Die Matrone von Ephesus 1969: Köpfchen in das Wasser, Schwänzchen in die Höh’ 1970: Der Fall von nebenan – Recht bleibt Recht 1971: Unser Dorf 1971: Hamburg Transit – Klaviere nach Casablanca 1972: Hoopers letzte Jagd 1972: Privatdetektiv Frank Kross – Der Amazonasbericht 1973: Sonderdezernat K1 – Trip ins Jenseits 1974: Hamburg Transit – Warum die Grete P. unterging 1975: Floris von Rosemund 1979: O Guarani 1990: Ron und Tanja 1992: Mau Mau 1992: Auge um Auge 1993: Nicht von schlechten Eltern (2 Folgen als Dr. Alkalisi) 1996: Tatort – Fetischzauber 1997: Das Geheimnis des Sagala 1998: Tatort – Arme Püppi 1999: Stadtklinik – Sterblich 1999: Die Straßen von Berlin – CQ 371 2015: Kartoffelsalat – Nicht fragen! 2017: Trauerweiden (Kurzfilm)
Hörspiele (Auswahl) 1965: Der Krippenesel – Autor: Claude Aveline – Regie: Siegfried Niemann – SFB 1981: Kleine Freiheit oder Kiez – Autor: Peter Greiner – Regie: Gerlach Fiedler – NDR 1986: Nymphen gehören ins Meer – Autorin: Margaret Millar – Regie: Hans Rosenhauer – NDR 1989: Rückkehr in die Wüste – Autor: Bernard-Marie Koltès – Regie: Norbert Schaeffer – NDR 1990: Mitten in der Masse – Autor: David Chotjewitz – Regie: Norbert Schaeffer – NDR 1991: Das Treffen in Valladolid – Autor: Anthony Burgess – Regie: Hans Gerd Krogmann – DLF 1994: Wenn der Postmann zweimal klingelt... – Autor: James M. Cain – Regie: Norbert Schaeffer – NDR 1995: Die Schattenlinie – Autoren: Tankred Dorst und Ursula Ehler – Regie: Hans Gerd Krogmann – SDR 1996: Rückkehr nach Memphis – Autor: Armin Frost – Regie: Norbert Schaeffer – NDR 1997: Auch die Toten dürfen hoffen – Autor: Charles Willedorf – Regie: Norbert Schaeffer – HR/NDR/SWF 2000: Friss mir nur mein Karlchen nicht – Autoren: Tankred Dorst und Ursula Ehler – Regie: Annette Kurth – SWR/WDR 2007: Die große Woche – Autor: Jochen Langer – Regie: Ulrich Lampen – SWR 2009: Extrapost – Autorin: Sabine Stein – Regie: Judith Lorentz – NDR 2017: Fado fatal – Autor: Jan Decker – Regie: Alexander Schuhmacher – NDR
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