mini|300px|Luftaufnahme gen Nordwesten 2019 Theilenhofen ist eine Gemeinde im mittelfränkischen Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen. Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Gunzenhausen.

Geografie Lage Theilenhofen liegt in der Region Westmittelfranken, rund 44 Kilometer Luftlinie südlich von NürnbergIm BayernViewer ermessen; Bezugspunkt: Südliches Stadtzentrum Nürnbergs und rund zehn Kilometer Luftlinie westlich von Weißenburg in Bayern entfernt. Das Gemeindegebiet ist wie ein nach Süden verlaufendes Dreieck geformt. Die Altmühl, an der der Ortsteil Gundelsheim liegt, bildet die Westgrenze der Gemeinde. Auf Gemeindegebiet münden der Dornhauser Mühlbach, der Wachsteiner Bach und (über einen Auengraben von dieser) der Weidachgraben in die Altmühl. Bei Theilenhofen entspringt der Knöpfelbach. Durch Theilenhofen verläuft die Bundesstraße 13, in der Antike führte der Limes durch das nördliche Gemeindegebiet. Die Gemeinde liegt hauptsächlich in einer weiten Offenlandschaft, geprägt von Wiesen und Feldern.

Nachbargemeinden Die Nachbargemeinden sind:

Gemeindegliederung Die Gemeinde hat 5 Gemeindeteile (in Klammern sind der Siedlungstyp und die Einwohnerzahl angegeben): Dornhausen (Pfarrdorf, 263) Gundelsheim an der Altmühl (Pfarrdorf, 199) Rittern (Dorf, 83) Theilenhofen (Pfarrdorf, 446) Wachstein (Pfarrdorf, 202)

Auf dem Gemeindegebiet gibt es die Gemarkungen Dornhausen, Gundelsheim, Theilenhofen und Wachstein. Die Gemarkung Theilenhofen hat eine Fläche von 9,092 km². Sie ist in 831 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Flurstücksfläche von 10941,05 m² haben. In ihr liegt neben dem namensgebenden Ort der Gemeindeteil Rittern.

Geschichte Römisches Kastell Gut 500 Meter nordwestlich lag von etwa 100 bis 250 n. u. Z. das 2,8 Hektar große Kastell Iciniacum, in dem ca. 600 Soldaten Infanterie und Kavallerie aus Braga stationiert waren. Von dort bis zum heutigen Ortsrand erstreckte sich das Lagerdorf.

Bis zur Gemeindegründung Erstmals erwähnt wurde Theilenhofen im 13. Jahrhundert.Geschichte Theilenhofens Der Ort lag in der Deutschordensballei Franken, die ab 1500 ein Teil des Fränkischen Reichskreises war. 1796 sequestrierte Preußen die Rechte des Deutschen Ordens (Dorf- und Gemeindeherrschaft durch die Landkommende Ellingen). Im Vertrag von Paris (Februar 1806) fiel Theilenhofen mit dem preußischen Fürstentum Ansbach durch Tausch an das Königreich Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde.

Eingemeindungen Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurden am 1. Mai 1978 die Gemeinden Dornhausen, Gundelsheim an der Altmühl und Wachstein eingegliedert.

Einwohnerentwicklung Bevölkerungsentwicklung Jahr 1961 1970 1987 1991 1995 2000 2005 2010 2015 2020 Einwohner 962 932 1008 1065 1134 1181 1200 1189 1129 1118

Politik Gemeinderat Der Gemeinderat Theilenhofens besteht aus zwölf Bürgerinnen und Bürgern, die alle sechs Jahre durch Wahl neu bestimmt werden. Die Wahl zum Gemeinderat am 8. März 2026 führte zu folgendem Ergebnis:Kommunalwahl 8. März 2026, Theilenhofen, Endergebnis

Partei / Liste Stimmenanteil Sitze WG Theilenhofen 40,4 % 5 WG Gundelsheim 20,4 % 3 WG Dornhausen 19,7 % 2 WG Wachstein 19,5 % 2 Wahlbeteiligung: 83,4 %

Bürgermeister Erster Bürgermeister ist derzeit Dominic Meyer (WG Gundelsheim). Bei der Kommunalwahl 2026 wurde er mit 53,1 % der gültigen Stimmen im ersten Wahlgang gewählt. Er hatte einen Mitbewerber.

Wappen

Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|links|Theilenhofen von Westen mini|Rekonstruierter Grundriss des Römerbades bei Theilenhofen In Theilenhofen sind Spuren des Limes zu finden. Der Grundriss des ehemaligen römischen Kastells Iciniacum ist in der Flur „Die Weil“ durch Wege und Baumpflanzungen angedeutet. 250 Meter westlich davon werden Besucher durch eine Informationstafel nahe der Grundmauern des dazugehörigen Militärbades in die Geschichte der antiken Stätte eingeführt.

Im Ort befindet sich die barocke St.-Agatha-Kirche.

Bau- und Bodendenkmäler

Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft Im Jahr 2023 gab es nach der amtlichen Statistik 118 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 533. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine Betriebe, im Bauhauptgewerbe drei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 2020 49 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1853 Hektar, davon waren 1324 Hektar Ackerfläche und 529 Hektar Dauergrünfläche.

Verkehr Durch Theilenhofen verlaufen die Bundesstraße 13 sowie die Kreisstraße WUG 2. Der nächste Autobahnanschluss ist die Anschlussstelle Lichtenau der Bundesautobahn 6 in einer Entfernung von circa 32 Kilometern. Der nächste Bahnanschluss besteht in rund 10 Kilometer Entfernung mit dem Bahnhof Gunzenhausen an der Bahnstrecke Treuchtlingen–Würzburg. Der Öffentliche Personennahverkehr wird durch den Verkehrsverbund Großraum Nürnberg sichergestellt.

Radfernwege Durch die Gemeinde führt der Deutsche Limes-Radweg. Er folgt dem Obergermanisch-Raetischen Limes über 818 km von Bad Hönningen am Rhein nach Regensburg an der Donau.

Bildung Es gibt folgende Einrichtungen (Stand 2024): 1 Kindertageseinrichtung: 62 genehmigte Betreuungsplätze, 59 Kinder 1 Volksschule: 6 Lehrkräfte, 102 Schülerinnen und Schüler

Theilenhofen ist Mitglied des Schulverbandes Pfofeld-Theilenhofen im GrundschulbereichGrundschule – Gemeinde Theilenhofen und des Schulverbandes Grund- und Mittelschule Absberg-Haundorf im Mittelschulbereich.Mittelschule – Gemeinde Theilenhofen

Literatur

Weblinks

Gemeinde Theilenhofen

Fußnoten

Kategorie:Ort im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp) Kategorie:Gemarkung im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen