mini|Die Kirche in SandbergDie römisch-katholische Pfarrkirche St. Michael ist die Dorfkirche von Sandberg im unterfränkischen Landkreis Rhön-Grabfeld. Die Kirche gehört zu den Baudenkmälern von Sandberg und ist zusammen mit dem Friedhofskreuz und einer Figur des heiligen Michael unter der Nummer D-6-73-162-2 in der Bayerischen Denkmalliste registriert. Sandberg ist der Mittelpunkt der Pfarreiengemeinschaft „Die Walddörfer“.
Geschichte Im Jahre 1706 wurde ein Friedhof in Sandberg angelegt. Danach wurde ein Kirchlein errichtet, welches 1783 zwei Glocken (111 Pfund und 56,5 Pfund) von Georg Klaus aus Fladungen bekommen hat. Die Einwohnerzahl von Sandberg verdreifachte sich von 1768 bis 1871 auf 755 Einwohner. Sandberg war zunächst eine Filiale der Pfarrei Premich und wurde im Jahr 1881 zur eigenständigen Pfarrei erhoben. Eine Erweiterung der Kirche wurde 1909/1910 vorgenommen. Auf dem vorhandenen Kirchenschiff wurde ein zweites im rechten Winkel angebaut. Im Jahr 1931 wurde die alte Kirche teilweise abgerissen und im Juli der Grundstein für die neue Kirche im barockisierenden Heimatstil gelegt. Die Einweihung am Patroziniumsfest (Gedenktag von St. Michael: Schutzpatron der Sandberger Kirche) war am 29. September 1932. Die Kirche wurde im Jahre 1978 renoviert.
Beschreibung Der Kirchturm mit Zeltdach erhebt sich an der Nordseite des Langhauses. Das Langhaus wird in der Mitte von einem Obergaden überragt. Der südliche Chor ist halbrund.
Ausstattung Im Chor befindet sich ein Gemälde der heiligen Michael mit Inschrift. Die Kirche besitzt keine Altäre. Links im Langhaus steht eine hölzerne Kanzel. Die Orgel ist auf der nördlichen Empore aufgestellt.
Glocken
Glocke 1 (große Glocke) gegossen 1950 von Fa. Otto in Bremen; Inschrift "Christus König, Dir zu Dienst und Ruhm - Lad' ich Jung und Alt zu Deinem Heiligtum" Glocke 2 (Marienglocke) gegossen 1950 von Fa. Otto in Bremen; Inschrift "Maria Dir kling ich von der Krone zum Rand, Schirm Jungfrau Mutter von der Sünd und Not unser Dorf und Land" Glocke 3 (Michaels Glocke) gegossen 1927 in Heidingsfeld; Inschrift "Sangte Michael, Patrone" Glocke 4 (Josefs Glocke) gegossen 1950 von Fa. Otto in Bremen; Inschrift "Ich rufe die Lebenden und geleite die Toten"
Orgel Die Orgel wurde von Fa. Michael Weise aus Plattling im Jahre 1937 mit z. T. älterem Pfeifenwerk restauriert. Das System beruht auf pneumatische Taschen- bzw. Membranladen.
Pfarrer
1881 bis 1922 Josef Maria Weber 1922 bis 1953 Christian Straub 1953 bis 1970 Ludwig Mühlfeld 1970 bis 1999 Albin Merkert 2000 bis 2002 Wolfgang Veix 2004 bis 2013 Andreas Krefft 2013 bis 2025 Hubert Grütz seit Sept. 2025 Thomas Elbert
Literatur
Roswitha Altrichter, Annette Faber, Reinhold Albert, Hanns Friedrich, Stefan Kritzer: Kirchen im Landkreis Rhön-Grabfeld, 1. Auflage: 1. Oktober 2010, ISBN 978-3-939959-06-9, S. 207–208
Weblinks
Katholische Pfarrkirche St. Michael in Sandberg im Bayerischen Denkmal-Atlas . In: Pfarreiengemeinschaft-Walddoerfer.de . In: Sandberg-Rhoen.de
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