Fusen Tetsu (, geboren 16. Juni 1891 in Tokio, gestorben 28. Februar 1976) war ein japanischer Maler der Nihonga-Richtung während der Taishō- und Shōwa-Zeit.
Leben und Werk Fusen Tetsu wurde als Sohn des Oberpriesters des Tempels Kōen-ji () im Stadtteil Koishikawa in Tokio, Fusen Nobuō (), geboren. Zu der Zeit soll sein Vater als Aufseher über die Mausoleen des Zōjō-ji im Stadtteil Shiba beschäftigt gewesen sein. Sein Sohn Tetsu schrieb seinen ursprünglichen Vornamen Tetsuji () gleichlautend als , oder auch mit den Zeichen . Er besuchte die Mittelschule Shiba (), die von der Jōdo-Richtung des Buddhismus betrieben wurde, wechselte dann zur Kōgyokusha-Mittelschule (). Danach nahm er ein Studium an der buddhistischen Taishō-Universität auf.
Zunächst beschäftigte Fusen sich mit Malerei unter Lehrern in der Nachbarschaft, ab 1914 studierte er am Nihon Bijutsuin. Dabei soll er sich mit Murayama Kaita angefreundet haben. Dann verließ er Tokio und besuchte die Inseln Ōshima und Shikine-jima, um zu zeichnen. Er blieb dort drei Jahre und betätigte sich als Fischer. 1918 schrieb er sich an der „Städtische Fachschule für Malerei Kyoto“ (, heute: Städtische Kunsthochschule Kyoto) ein, wo er als Meisterschüler aufgenommen wurde. 1923 machte er als Bester seinen Abschluss. Bereits 1920 wurde auf der 3. „Teiten“Teiten () ist die Abkürzung für die jährliche staatliche Kunstausstellung () zwischen 1919 und 1935. Die Vorgängerin von 1907 bis 1918 hieß Bunten () für Mombushō bijutsu tenrankai (), die Nachfolgerin von 1936 bis 1944 wurde ein Shin () für „Neu“ vorgesetzt. Die Nachfolgerin ab 1946, nun nicht mehr staatlich, heißt kurz Nitten – (). sein Bild „Sommer und Herbst“ () angenommen. Es folgten „Dorf“ () auf der 4. Teiten, „Dorf am Meer“ () auf einer von der Zeitung Ōsaka Maichichi Shimbun () veranstalteten Ausstellung, (Das Bild zeigt den hochaufragenden Fuji über einer detailliert ausgearbeiteten Küstenlandschaft.) auf der 6. Teiten, „Ōshima“ auf der 7. „Notizen der Erinnerung“ () usw., wobei er seine Erinnerungen an den Aufenthalt auf den Inseln verarbeitete. Für das "Dorf am Meer" wurde er mit einer Silbermedaille ausgezeichnet.
Fusen liebte es, sich mit vielen verschiedenen Dingen zu beschäftigen. An der Schule für Kunst und Kunstgewerbe hatte er die bebilderte Überlieferung zu Priester Ippen (; 1239–1289) kopiert, dem er sich als ewiger Wanderer verbunden fühlte. Er stellte weiterhin auf der Teiten aus, beteiligte sich 1940 auf Einladung an der Gestaltung des „Daitō Nansōin“ () des Malers Komuro Suiun (1874–1945), gewann aber wenig Ruhm damit. Er zog sich allmählich aus der Öffentlichkeit zurück, zog nach Nara und verbrachte dort seinen Lebensabend.
Anmerkungen
Weblinks (Bilder) Im Nationalmuseum Tokio: „Frühling in Shinano“ (), 1935 „Ansicht des Meeres im Süden“ (), ca. 1955 „Ausrangiertes Schiff“ (), ca. 1969
Literatur National Museum of Modern Art, Kyoto (Hrsg.): Fusen Tetsu. In: Kyōto no Nihonga 1910–1930. National Museum of Modern Art, Kyoto, 1986. ISBN 4-87642-117-X.
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