Golczowice ( Golschwitz) ist ein Dorf in der Gemeinde Lewin Brzeski im Powiat Brzeski der Woiwodschaft Opole, Polen.
Geographie Geographische Lage Das Straßendorf Golczowice liegt im Westen der Woiwodschaft Opole und mithin der historischen Region Oberschlesien. Der Ort liegt elf Kilometer nordöstlich vom Gemeindesitz Lewin Brzeski (Löwen), 26 Kilometer südöstlich von der Kreisstadt Brzeg (Brieg) und 21 Kilometer nordwestlich von der Woiwodschaftshauptstadt Opole.
Golczowice liegt in der Nizina Śląska (Schlesische Tiefebene) am Rande der Pradolina Wrocławska (Breslauer Urstromtal) hin zur Równina Niemodlińska (Falkenberger Ebene). Das Dorf liegt am linken Ufer der Oder.
Nachbarorte Nachbarorte von Golczowice sind im Westen Mikolin (Nikoline) sowie im Südwesten Chróścina (Weißdorf).
Geschichte mini|Herz-Jesu-Kirche Erstmals erwähnt wurde der Ort im Jahr 1223 als Golchenicj. 1480 erfolgt eine Erwähnung als Golczow und 1532 als Goltzow.
Nach dem Ersten Schlesischen Krieg 1742 fiel Golschwitz mit dem größten Teil Schlesiens an Preußen.
Nach der Neuorganisation der Provinz Schlesien gehörte die Landgemeinde Golschwitz ab 1816 zum Landkreis Falkenberg O.S. im Regierungsbezirk Oppeln. 1845 bestanden im Dorf ein Vorwerk, eine evangelische Schule, eine Schmiede, eine Fähranlage und 52 Häuser. Im gleichen Jahr lebten in Golschwitz 426 Menschen, davon 102 evangelisch.Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuss. Provinz Schlesien. Breslau 1845, S. 170. 1855 lebten im Ort 475 Menschen. 1865 zählte der Ort neun Anteilbauern, 17 Gärtner und 23 Häusler.Vgl. Felix Triest: Topographisches Handbuch von Oberschlesien. Breslau 1865, S. 1159. 1874 wurde der Amtsbezirk Nicoline gegründet, welcher aus den Landgemeinden Golschwitz, Nicoline und Sowade und den Gutsbezirken Golschwitz und Nicoline bestand.Territorial Amtsbezirk Nikoline/Schloss Schurgast 1885 zählte Golschwitz 379 Einwohner.AGOFF Kreis Falkenberg O.S.
1933 hatte Golschwitz 701 Einwohner. 1934 wurde im Ort eine katholische Kirche erbaut. Am 28. Juli 1936 wurde der Ortsname in Eichenried geändert. 1939 zählte der Ort 675 Einwohner. Bis 1945 befand sich der Ort im Landkreis Falkenberg O.S.
Zum Ende des Zweiten Weltkrieges setzte die Rote Armee am 22. Januar 1945 bei Eichenried über die Oder. Durch Kämpfe im Ort wurde ein Großteil der Bebauung zerstört.Heimatverein des Kreises Falkenberg O/S: Heimatbuch des Kreises Falkenberg in Oberschlesien. Scheinfeld, 1971. S. 152–154 Danach kam der Ort an Polen, wurde in Golczowice umbenannt und der Woiwodschaft Breslau zugeordnet. Die verbliebene deutsche Bevölkerung wurde im Juni 1946 größtenteils vertrieben. 1950 kam der Ort zur Woiwodschaft Opole, 1999 zum Powiat Brzeski.
Sehenswürdigkeiten Die römisch-katholische Herz-Jesu-Kirche (poln. Kościół Najświętszego Serca Pana Jezusa) wurde 1934 erbaut. Glockenkapelle aus Backstein
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Einzelnachweise
Kategorie:Ort in Schlesien Kategorie:Ort der Woiwodschaft Opole Kategorie:Gmina Lewin Brzeski Kategorie:Ersterwähnung 1223