Chróścina ( Weißdorf) ist ein Dorf in der Gemeinde Lewin Brzeski im Powiat Brzeski der Woiwodschaft Opole, Polen.

Geographie Geographische Lage Das Straßendorf Chróścina liegt im Westen der Woiwodschaft Opole und mithin der historischen Region Oberschlesien. Der Ort liegt sieben Kilometer östlich vom Gemeindesitz Lewin Brzeski (Löwen), 22 Kilometer südöstlich von der Kreisstadt Brzeg (Brieg) und 17 Kilometer nordwestlich von der Woiwodschaftshauptstadt Opole.

Chróścina liegt in der Nizina Śląska (Schlesische Tiefebene) am Rande der Dolina Nysy Kłodzkiej (Glatzer Neiße-Tal) hin zur Równina Niemodlińska (Falkenberger Ebene). Durch den Ort verläuft die Landesstraße Droga krajowa 94 sowie die Woiwodschaftsstraße Droga wojewódzka 459.

Nachbarorte Nachbarorte von sind direkt angrenzend im Westen Skorogoszcz (Schurgast), im Norden Mikolin (Nikoline), im Nordosten Golczowice (Golschwitz) sowie im Südosten Borkowice (Borkwitz).

Geschichte Erstmals erwähnt wurde der Ort im Jahr 1239 als Croschina und Wiganddorf in einer Urkunde von Herzog Mieszko II von Oppeln-Ratibor. 1274 wird der Ort als Croscina erwähnt. 1532 erfolgte eine Erwähnung als Krosstzinka.

Nach dem Ersten Schlesischen Krieg 1742 fiel Weißdorf mit dem größten Teil Schlesiens an Preußen. 1783 zählte Weißdorf 28 Bauernstellen.

Nach der Neuorganisation der Provinz Schlesien gehörte die Landgemeinde Weißdorf ab 1816 zum Landkreis Falkenberg O.S. im Regierungsbezirk Oppeln. 1845 bestanden im Dorf ein Vorwerk, eine Ziegelei und 84 Häuser. Im gleichen Jahr lebten in Weißdorf 594 Menschen, davon 260 katholisch.Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuss. Provinz Schlesien. Breslau 1845, S. 730. 1855 lebten im Ort 633 Menschen. 1865 zählte der Ort einen Schulzenhof, 34 Bauer-, 22 Gärtner- und 26 Häuslerstellen.Vgl. Felix Triest: Topographisches Handbuch von Oberschlesien. Breslau 1865, S. 1159. 1874 wurde der Amtsbezirk Schloß Schurgast gegründet, welcher aus den Landgemeinden Schurgast, Dorf, Schurgast, Schloß und Weißdorf und den Gutsbezirken Schurgast und Weißdorf bestand.Territorial Amtsbezirk Schloss Schurgast 1885 zählte Weißdorf 579 Einwohner.AGOFF Kreis Falkenberg O.S.

1930 wurde der Amtsbezirk Schloss Schurgast aufgelöst und der Amtsbezirk Weißdorf gegründet. 1933 hatte Weißdorf 563 Einwohner. 1939 zählte der Ort 562 Einwohner. Bis 1945 befand sich der Ort im Landkreis Falkenberg O.S. dessen älteste Siedlung er war.

Zum Ende des Zweiten Weltkrieges rückte die Rote Armee am 27. Januar 1945 teilweise im Dorf ein. Nach heftigen Kämpfen wurde das Dorf Anfang Februar komplett durch die sowjetische Armee eingenommen.Heimatverein des Kreises Falkenberg O/S: Heimatbuch des Kreises Falkenberg in Oberschlesien. Scheinfeld, 1971. S. 253–254 In der Folge kam der Ort an Polen, wurde in Chróścina umbenannt und der Woiwodschaft Breslau zugeordnet. 1950 kam der Ort zur Woiwodschaft Opole, 1999 zum neu gegründeten Powiat Brzeski.

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Einzelnachweise

Kategorie:Ort in Schlesien Kategorie:Ort der Woiwodschaft Opole Kategorie:Gmina Lewin Brzeski Kategorie:Ersterwähnung 1239