mini|Das Vertriebenendenkmal in Ohlendorf Das Vertriebenendenkmal ist ein denkmalgeschütztes Ehrenmal in Ohlendorf, einem Stadtteil von Hemmingen in der Region Hannover in Niedersachsen.
Geschichte Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte der Ohlendorfer Gemeinderat einstimmig beschlossen, einen Gedenkstein „im Angedenken an die verlorene Heimat“ zu errichten. Im Jahr 1953 wurde das Vertriebenendenkmal mit einer feierlichen Ehrenwache eingeweiht. Es liegt am Ostrand von Ohlendorf neben dem neuen Friedhof des Ortes. Seit der Eingemeindung Ohlendorfs im Jahr 1974 hat die heutige Stadt Hemmingen die Pflege des Denkmals übernommen.
Beschreibung Zentraler Bestandteil des Ehrenmals ist ein großer Findling, den ein Ohlendorfer Landwirt mit seinem Traktor aus der Heide herantransportierte. Unter den Findling wurden mehrere kleine Findlinge platziert und eine kleine Pflanzung darum angelegt. Der große Findling trägt die eingemeißelte Inschrift
und darunter
Dieser als Inschrift ausgewählte Spruch hatte schon über dem Portal der Klosterschule Roßleben gestanden.
Sonstiges Gelegentlich wird das Ohlendorfer Vertriebenendenkmal als Kriegerdenkmal bezeichnet. Das gemeinsame Ehrenmal für die im Ersten und Zweiten Weltkrieg Gefallenen der beiden Hemminger Ortsteile Hiddestorf und Ohlendorf steht jedoch neben der Nikolai-Kirche in Hiddestorf.
Siehe auch Abschnitt „Ohlendorf“ in der Liste der Baudenkmale in Hemmingen
Weblinks
Einzelnachweise Hans-Herbert Möller (Hrsg.), Henner Hannig (Bearb.): Landkreis Hannover. (= Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Baudenkmale in Niedersachsen, Band 13.1.) Friedrich Vieweg & Sohn, Braunschweig / Wiesbaden, 1988, ISBN 3-528-06207-X, S. 119.
Kategorie:Baudenkmal in Hemmingen (Niedersachsen) Kategorie:Vertriebenendenkmal Kategorie:Gedenkstein Kategorie:Erbaut in den 1950er Jahren Kategorie:Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950 Kategorie:Findling in Niedersachsen