mini|Blassschnabel-Mistelfresser mit einer Muntingia-calabura-Frucht Der Blassschnabel-Mistelfresser (Dicaeum erythrorhynchos), auch Lachsschnabel-Mistelfresser genannt, ist eine Vogelart aus der Familie der Mistelfresser (Dicaeidae). Der e Artzusatz kommt von und .
mini|Verbreitungskarte Der Vogel kommt in Südostasien, in Bangladesch, Indien, Myanmar, Nepal und Sri Lanka vor.
Das Verbreitungsgebiet umfasst feuchte Lebensräume mit Laubwald, Hainen und Buschwerk, Plantagen und Nutzgärten, gerne mit Feigenbäumen, in einer Höher von unter 300 Metern.R. A. Cheke und C. Mann: Pale-billed Flowerpecker (Dicaeum erythrorhynchos), version 1.0. In: J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie und E. de Juana (Herausgeber): Birds of the World. 2020, Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA. Dicaeum erythrorhynchosR. Grimmett, T. Inskipp: Birds of Northern India. Helm Field Guides, 2017, ISBN 978-0-7136-5167-6
Merkmale Die Art ist 8 Zentimeter lang und wiegt zwischen 4 und 8 Gramm. Der kleine, unauffällig oliv-braun gefiederter Vogel mit gräulich weißer Unterseite zeichnet sich durch einen kurzen, schmalen, deutlich abwärts gekrümmten, fleischfarbenen Schnabel aus. Die Oberseite ist einfarben gräulich-braun oder oliv-braun, die Handschwingen sind dunkelbraun. Der Vogel ähnelt einem weiblichen Nektarvogel. Die Geschlechter unterscheiden sich nicht. Die indische Unterart ist blasser als die aus Sri Lanka.S. Ali: The Book of Indian Birds. Bombay Natural History Society, Oxford university Press, 13. Aufl. 2002, ISBN 978-0-19-566523-9
Geografische Variation Es werden folgende Unterarten anerkannt:IOC World Bird List Dippers, leafbirds, flowerpeckers, sunbirds D. e. erythrorhynchos (, 1790), Nominatform – Indien, Südnepal, äußerster Westen Bhutans, Bangladesch und Myanmar D. e. ceylonense , 1920 – Sri Lanka
Stimme Der Ruf des Männchens wird als hohes, wiederholtes „pit“ und andauerndes scharfes „chick-chick-chick“ im Fluge beschrieben.
Lebensweise Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Früchten der Misteln, ebenso Nektar, Spinnen und kleine Insekten. Der Vogel hält sich gerne allein oder in Paaren in Mangogärten auf, hüpft rastlos umher, schluckt reife Früchte im Ganzen, der Samen wird anschließend auf einem anderen Ast oder Baum ausgeschieden.
Die Brutzeit ist hauptsächlich von Februar bis Juni, von August bis September in Südindien. Das Nest ist eine hängende Tasche mit seitlichem Eingangsloch ähnlich dem Nest eines Nektarvogels, es hängt an Zweigen in 3–15 m Höhe. In der Regel werden zwei weiße Eier gelegt. Nestbau und Fütterung erfolgen durch beide Elternvögel.
Gefährdungssituation Der Bestand gilt als nicht gefährdet (Least Concern).
Literatur
J. Latham: Index ornithologicus, sive systema ornithologiae, complectens avium divisionem in classes, ordines, genera, species, ipsarumque varietates. Bd. 1, S. 299 als Certhia erythrorhynchos. Leigh et Sotheby, London 1790. P. C. Rasmussen und J. C. Anderton: Birds of South Asia. The Ripley Guide. 2005, Smithsonian Institution and Lynx Edicions, S. 544–545, ISBN 84-87334-67-9
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Mistelfresser