mini|130px|Plan des Tempels (s. Text) mini|130px|Bashōs Grabstein Das Manju-ji () ist ein Tempel der Sōtō-Richtung des Buddhismus in der Stadt Iga in der Präfektur Mie.

Geschichte Der Vorläufer, der Chōfuku-ji (長福寺), war ein Untertempel (末寺; Matsuji) des Saidai-ji, der 13. Jahrhundert auf Wunsch der Fürsten Fukuchi (福地氏) als Gebetstempel errichtet wurde. 1760 wurde er in Manju-ji umbenannt.

Die Anlage Die einfache Anlage besteht aus Gebäuden um einen Hof. Man betritt sie durch das nicht sehr große Tempeltor (山門, Sanmon; 1) und hat dann schräg voraus die Haupthalle (本堂, Hondō; 2) vor sich. In der Haupthalle befindet sich ein Kabinett (桃青堂, Tōsei-dō) mit einer Statue des Dichters Matsuo Bashōs, der aus Iga stammt. Zur Linken befindet sich die kleine Kannon-Halle (観音堂; 3), das älteste Gebäude der Präfektur Mie, und zur Rechten das Abt- und Mönchsquartier (A) sowie der Friedhof (F), auf dem Bashō beerdigt wurde.

Schätze des Tempels Die Hauptkultfigur, ein sitzender, aus Holz gefertigter, lebensverlängernder heiliger Jizō (木造延命地蔵菩薩坐像, Mokuzō emmei Jizō bosatsu zazō) aus dem 3. Jahr Jōji (1364) wurde 1936 als Wichtiges Kulturgut Japans eingetragen. Er ist im Inneren signiert, enthielt ein ShariShari (舎利) ist eine Reliquie, ein (angenommenes) Knochenstück Buddhas. und eine Anzahl von Texten und zahlreiche Beigaben. Der Tempel besitzt weiter einen stehenden heiligen Fudō Myōō (木造不動明王立像, Mokuzō Fudō Myōō tatsuzō) – Kulturgut der Präfektur – und zahlreiche weitere Tempelschätze.

Anmerkungen

Literatur Mie-ken kotogakko Nihon rekishi kenkyukai (Hrsg.): Manju-ji. In: Mie-ken no rekishi sampo. Yamakawa Shuppan, 2007. ISBN 978-4-634-24624-9. S. 222.

Weblinks Webseite zum Tempel (japanisch)

Kategorie:Buddhistischer Tempel in der Präfektur Mie Kategorie:Erbaut in den 1200er Jahren Kategorie:Iga (Mie)