Ottilie von Faber-Castell – Eine mutige Frau ist ein deutscher Fernsehfilm in zwei Teilen aus dem Jahr 2019. Beide Teile wurden am 14. September 2019 im Ersten zusammenhängend präsentiert. Die Filmbiographie zeigt das Leben der Unternehmerin Ottilie von Faber-Castell von ihrer Jugend 1893 bis zur Scheidung 1916 im Ersten Weltkrieg.

Handlung Nach dem Tod ihres Vaters betraut Großvater Lothar von Faber die noch minderjährige Ottilie mit der Führung des Unternehmens A. W. Faber nach seinem Tod. Lothar verstirbt kurz darauf, seine Witwe fungiert bis zu Ottilies Volljährigkeit als Vormund. Bei einem Arbeitsunfall in der Fertigung wird Ottilie von Vorarbeiter Johann gerettet, der dabei seine rechte Hand einbüßt. Sie gewährt ihm lebenslanges Wohnrecht im Herrenhaus, wo er sich mit Ottilies Zofe Anna anfreundet.

Zwei Männer werben um Ottilie: Graf Alexander zu Castell-Rüdenhausen und dessen jüngerer Freund Philipp Brand von Neidstein. Da sie sich leidenschaftlich in Philipp verliebt, fordert Alexander seinen Freund zum Duell und unterliegt. Philipp schenkt ihm das Leben und verzichtet auf Ottilie. 1898 heiraten Ottilie und Alexander, nachdem Philipp ohne Erklärung den Kontakt zu ihr eingestellt hat.

Nach der Geburt der ersten Kinder wird Ottilie von Alexander und ihrer Großmutter aus der Geschäftsleitung gedrängt. Enttäuscht distanziert sie sich von Alexander, der nun eine außereheliche Affäre beginnt. Darauf trifft sich auch Ottilie heimlich mit Philipp. Als der erste gemeinsame Sohn im Kindbett stirbt, während seine Eltern auf Geschäftsreise in Paris sind, gerät die Ehe in eine schwere Krise, die sich nach Alexanders Einberufung in den Ersten Weltkrieg noch verschärft. Bei einem unangekündigten Heimurlaub teilt Ottilie ihm mit, dass sie die Scheidung will. Dadurch verliert sie ihre Kinder und ihr Unternehmen an Alexander und verlässt das Haus allein und fast mittellos. Nur Anna und Johann stehen noch zu ihr.

Eingeblendete Texte am Schluss besagen, dass Ottilie und Philipp eine glückliche Ehe führten. Kontakt zu ihren Kindern war nur über Anna möglich, zum Wiedersehen kam es erst 1928 nach Alexanders Tod.

Hintergrund Gedreht wurde der Film vom 14. Mai bis zum 29. Juni 2018 in und bei Prag. Wiedemann & Berg Filmproduktion produzierte im Auftrag der ARD Degeto.Pressemeldung der ARD vom 28. Mai 2018 und Pressemeldung der ARD vom 11. September 2019 (Abruf am 15. September 2019). Als Steiner Schloss dient das frühbarocke Schloss Libochovice, als pittoresk inszenierte Bleistiftfabrik eine ehemalige Brauerei in Třeboň. Die Familie von Faber-Castell legt Wert auf den Hinweis, dass bei der Verfilmung viel künstlerische Freiheit in die biografischen Fakten gemischt wurde.Regina Urban: Macht, Geld und Liebe: Neuer Film über die Faber-Castells In: nordbayern.de 14. September 2019.

Das Drehbuch zum Film greift laut Abspann auf Motive des Romans Eine Zierde in ihrem Haus. Die Geschichte der Ottilie von Faber-Castell von Asta Scheib zurück.

Kritik

Weblinks

Website der ARD Degeto zum Film Kritik und Informationen zum Film auf Tittelbach.tv Interview mit Kristin Suckow über ihre Rolle Ottilie von Faber-Castell Link zum Film in der ARD Mediathek (verfügbar bis 18. Januar 2025)

Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 2019 Kategorie:Deutscher Film Kategorie:Filmbiografie über Unternehmer Kategorie:Faber-Castell (Adelsgeschlecht)