mini|hochkant|Josef Žáček (2013) Josef Žáček (* 26. Mai 1951 in PragJosef Žáček im Katalog der Nationalbibliothek der Tschechischen Republik) ist ein tschechischer Maler.DOX Josef Žáček: Whispers, abgerufen am 17. September 2019 (englisch)

Leben Žáček studierte von 1977 bis 1983 an der Akademie der bildenden Künste in Prag. Im Jahr 1989 fand seine erste große Ausstellung in der Jugendgalerie in Prag statt. Es wurden Malereien zum Thema Matthäusevangelium gezeigt.

Žáček reflektiert in seinem Werk häufig auf radikale Tendenzen, wie sie sich im Kampf gegen Machtstrukturen und totalitäre Praktiken zeigen, wenngleich er sich von diesen eindeutig distanziert – er versucht die Umstände solcher Handlungen auf sich wirken zu lassen und nimmt sie ohne Sympathie auf.Josef Žáček. Bez názvu (z cyklu hledání ve ztraceném prostoru 1993), in einem Interview für Lidové noviny im September 2011, zit. nach: Portal Místogalerie, online auf: mistogalerie.cz/...

Werk 1993 schuf er Portraits einiger Mitglieder der Vierten Generation der Roten Armee Fraktion. Als Anlass diente ihm der GSG-9-Einsatz in Bad Kleinen gegen Mitglieder der Roten Armee Fraktion, die damals auf der Fahndungsliste standen. Diese Serie genannt „Searching in Lost Space 1993“ zeigte Žáček 1994 in der Galerie Behemot in Prag.Artlist — Center for Contemporary Arts Prague Untitled (from the Searching in Lost Space 1993 series), abgerufen am 17. September 2019 (englisch)M. Kozelka: Portraits of Outlaws Josef Žáček, 2010, ISBN 978-80-254-7515-7. Die Porträtserie befindet sich in der Sammlung der Galerie der Hauptstadt Prag.Sammlung der Galerie der Hauptstadt Prag Searching in Lost Space 1993

Im Dox Zentrum für zeitgenössische Kunst in Prag wurde 2011 die Serie No Comment ausgestellt. Unter anderem war ein Gruppenporträt der Partisanen von Primorje zu sehen. Es handelte sich um Portraits einer kleinen Gruppe junger Russen aus der Region Primorje, die als Reaktion auf ihnen widerfahrene Polizeigewalt in einen Guerillakampf gegen die Polizei zogen, mehrere Polizisten ermordeten und verletzten, und schließlich nach einer Schießerei von einem großen Polizeiaufgebot zum Teil verhaftet und später vor Gericht zu Haftstrafen verurteilt wurden, zum Teil sich dem Polizeizugriff durch Selbstmord entzogen.Jan Machonin: Too Creative Dissident A2 16/ 2016 (englisch)

Ausstellungen (Auswahl) 1992: Josef Žáček: Bilder, 2G, Gegenwart, Berlin 1992: Luz y espíritu, Pabellón de Bellas Artes, Sevilla (G) 1994: Josef Žáček: Searching in Lost Space, Behémot Gallery, Prag 1995: Josef Žáček: When Lemmings Fly... , Prague City Gallery 2000: Sexalog CZ / AB, Parlamentsgebäude, Wien 2002: Eyes of the City, Behémot Gallery, Prag 2004: Josef Žáček: The Genius Loci, Critics’ Gallery, Prag 2011: Josef Žáček: Whispers, DOX Centre for Contemporary Art, Prag 2013: Loneliness, Topičův salon, Prag 2017: Josef Žáček: Anticorps, Prague City Gallery

Literatur

Milan Kozelka: Startuji do San Francisca. Vetus Via, Prag, 2016, ISBN 978-80-87422-21-2. Ludvik Hlaváček, Magdalena Juříková, Ivan M. Jirous, Milan Kozelka: Josef Žáček: ANTICORPS. Prague City Gallery, 2017, ISBN 978-80-7010-124-7 (englisch) Antonín Kosik, V. Čiháková Noshiro, Ivan M. Jirous, Petr Rezek: Josef Žáček. Behémot Gallery, Prag, 2002 Marcela Pánková, Petr Rezek, Milan Kozelka: Once lemmings fly up.... Prague City Gallery, 1995, ISBN 80-7010-041-9 (englisch) Roberto Gasparoli: Josef Žáček. Fondazione Bick di S. Abbondio: Artest '93, 1993

Weblinks

Flashart CZ 19. Juni 2023 (tschechisch) Josef Zacek: Surrogate Art for Good Prague, 2021 (englisch) Anticorps: Josef Žáček 19. Juni 2017 (tschechisch)

Einzelnachweise

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