You Know What? ( für „Weißt du was?“) ist ein Lied der deutschen Singer-Songwriterin Madeline Juno. Das Stück ist die zweite Singleauskopplung aus ihrem zweiten Studioalbum Salvation.

Entstehung und Artwork You Know What? wurde von der Interpretin selbst, gemeinsam mit den Koautoren Axel Ehnström (Paradise Oskar) und Kim Wennerström geschrieben. Wennerström zeichnete darüber hinaus für die Instrumentierung, Produktion und Programmierung verantwortlich. Die Produktion erfolgte in Zusammenarbeit mit dem Produzententrio Madizin (bestehend aus Patrick Benzner, Dave Roth und Serhat Sakin), das ebenfalls an der Instrumentierung beteiligt war. Darüber hinaus tätigte das Produzententrio die Abmischung des Stücks. Aufgenommen wurde das Lied unter der Leitung von Steffen Graef. Bei der Instrumentierung sind Ehnström, Madizin und Wennerström an der Gitarre zu hören, Wennerström spielte zudem Bass und Keyboard.

Auf dem Frontcover der Single ist – neben Interpretenangabe und Liedtitel – ein Polaroid von Madeline Juno zu sehen. Es zeigt sie mit gesenktem Blick auf einem Boot, das sich mitten in einem See befindet. Die Fotografie entstand während der Dreharbeiten des dazugehörigen Musikvideos.

Veröffentlichung und Promotion mini|Frontcover zur Promo-Single. Die Erstveröffentlichung von You Know What? erfolgte als Teil von Madeline Junos zweitem Studioalbum Salvation am 26. Februar 2016. Am 3. Juni 2016 erschien es als zweite Singleauskopplung des Albums. Diese erfolgte digital zum Download und Streaming durch das Musiklabel Embassy of Music. Sie erschien als 2-Track-Single und beinhaltet neben dem Original einen Remix von Madizin. Für den Vertrieb war Tonpool zuständig, verlegt wurde das Lied durch Aquarium Songs, Emma’s Park Music, EMP Elements Music Publishing und Sony Music Publishing sowie dem Subverlag Budde Music.

2016 erschien zudem ein Promo-Tonträger auf CD, der lediglich das Original zu You Know What? beinhaltet.

Während einer Radio-Promotour sang Juno das Lied in einer Akustikversion beim Baden-Württembergischen Hörfunksender Antenne 1 am 3. März 2023. Um das Lied weiter zu bewerben, erfolgte unter anderem ein Liveauftritt im ZDF-Fernsehgarten am 12. Juni 2016. Am 20. Juli 2016 erschien zudem ein Vevo-Exclusive, bei dem Juno ebenfalls eine Akustikversion des Titels darbot.

Hintergrund

Inhalt Der Liedtext zu You Know What? ist in englischer Sprache verfasst; der Titel bedeutet ins Deutsche übersetzt „Weißt du was?“. Geschrieben und komponiert wurde das Stück gemeinsam von Axel Ehnström, Madeline Juno und Kim Wennerström. Musikalisch bewegt sich das Lied im Bereich der elektronischen Musik und der Popmusik, stilistisch im Bereich des Synthiepops. Das Tempo beträgt 122 Schläge pro Minute. Die Tonart ist Fis-Dur. Inhaltlich handelt das Lied von einer Liebe auf Zeit. In einem „Track by Track“ beschrieb Juno den Titel als einen der beruhigendsten des Albums. Es sei ein sehr akustischer Titel, der nur gehört und verstanden werden wolle. Geschrieben habe sie das Lied in Gedanken an ihren Lieblingsfilm Restless („Guess you’re Enoch and I’m Annabel“). In diesem gehe es um Annabel und Enoch, die unsagbar ineinander verliebt seien. Annabelle sei jedoch sterbenskrank und beide würden wissen, dass sie nicht sehr viel Zeit miteinander hätten. Diese Geschichte habe sie auf ihre eigene übertragen. Diese sei keine tolle Liebesgeschichte; zu wissen, dass man sich trennen müsse und nur gewisse Zeit miteinander verbringen könne.

Aufgebaut ist das Lied auf zwei Strophen, einem Refrain und einer Bridge. Es beginnt mit der ersten Strophe, die als Sechszeiler verfasst wurde. An diese schließt sich erstmals der Refrain an, der ebenfalls als Sechszeiler geschrieben wurde. Der gleiche Aufbau wiederholt sich mit der zweiten Strophe. Nach dem zweiten Refrain erfolgt als musikalisches Zwischenstück die Bridge, die sich aus zwei Zeilen zusammensetzt, ehe das Stück mit dem dritten Refrain endet.

Musikvideo Das Musikvideo zu You Know What? feierte seine Premiere am 3. Juni 2016 auf YouTube. Es zeigt die Geschichte einer jungen, zeitlich begrenzten Liebesbeziehung, in der Juno schauspielerisch vom deutschen Musiker Christopher Brenner unterstützt wurde. Juno befindet sich hierbei in stationärer Behandlung und trifft dabei auf Brenner. Sie verbringen Zeit miteinander, verlieben sich und tätigen Unternehmungen außerhalb ihrer Unterbringung. Nach einem chirurgischer Eingriff wacht Juno jedoch nicht mehr auf. Gegen Ende sitzt Brenner vor dem leeren Bett Junos, worauf ein Rückblick ihrer gemeinsamen Zeit folgt und das Video schließlich damit endet, dass er sich alleine auf eine Strandliege setzt, den Blick vor sich auf den See gerichtet hat und kurz die Silhouette Junos neben ihm erscheint. Das Musikvideo greift, wie auch der Liedtext, die Geschichte des Filmdramas Restless auf. Die Gesamtlänge des Videos beträgt 2:51 Minuten. Regie führte, wie bei der vorherigen Single Stupid Girl, erneut Philipp Gladsome.

Mitwirkende Liedproduktion Axel Ehnström (Paradise Oskar): Gitarre, Komponist, Liedtexter Steffen Graef: Tonmeister Madeline Juno: Komponist, Liedtexter Madizin: Abmischung, Gitarre, Musikproduzent Kim Wennerström: Bass, Gitarre, Keyboard, Komponist, Liedtexter, Musikproduzent, Programmierung

Visualisierung Philipp Gladsome: Regisseur (Musikvideo)Unternehmen Aquarium Songs: Verlag Budde Music: Subverlag Embassy of Music: Musiklabel Emma’s Park Music: Verlag EMP Elements Music Publishing: Verlag Sony Music Publishing: Verlag Tonpool: Vertrieb

Rezensionen Lena Zschirpe von Plattentests.de bewertete Salvation mit fünf von zehn Punkten. In ihrer Rezension ist sie der Meinung, dass Juno mit You Know What? in alte Muster verfalle. Sie zupfe bescheiden an der Gitarre und präsentiere die elfenhaften Facetten ihres Gesangs. Zschirpe gebe zu, der Überraschungseffekt sei damit auf ihrer Seite, aber wirklich nötig sei es eben auch nicht.

Kai Butterweck von laut.de vergab zwei von fünf Sternen für Salvation. Er beschrieb dabei You Know What? als eine Art gescheitertes Experiment, Altes mit Neuem zu paaren. Schwungvolle Lagerfeuergitarren im Verbund mit zuckersüßen Zusätzen aus der Retorte klängen wie der verzweifelte Versuch einer Melange aus Gestern und Heute. Wobei sich das Hier und Jetzt wesentlich schwerer täte als das, was im März 2014 (The Unknown) noch für Aufsehen in der hiesigen Popbranche gesorgt hätte.

Bradley Stern vom US-amerikanischen Musik-Blog MuuMuse setzte Salvation auf Rang zehn der „Alben des Jahres 2016“. Er beschrieb, dass dies der Titel gewesen sei, der ihn dazu gebracht hätte, von seinem Handy abzulassen. Den Refrain bezeichnete er als süß traurig und inspirierend, sich den Film Restless unbedingt anschauen zu wollen, diese Wirkung entfalte Juno mit dem Titel bei ihm.

Weblinks

Einzelnachweise

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