Der Noʿam (, gemeint ist ‚Gottgefälligkeit‘) ist eine rechte,Religiöse Fundamentalisten und rechte Nationalisten: Neue rechts-religiöse Regierung in Israel vereidigt. In: Tagesspiegel. 29. Dezember 2022; Sabine Brandes: »Nichts weniger als Wahnsinn«. In: Jüdische Allgemeine. 28. November 2022; Eva Illouz: Politik mit der Abscheu. Die neue israelische Rechte und die geschürte Angst vor Verunreinigung. In: Blätter für deutsche und internationale Politik, 4/2023, S. 65–72; Charles Enderlin: Israel – die Agenda der Radikalen. In: Le Monde diplomatique / WOZ, Februar 2023. ultrakonservative, jüdisch-orthodoxe, religiös-zionistische Partei in Israel.

Geschichte Der Noʿam wurde im Juli 2019 von einer konservativen Strömung innerhalb der religiös-zionistischen Bewegung gegründet. Der Vorsitzende der Partei ist Avi Maoz. Geistlicher Führer ist Rabbi Zvi Thau, der Gründer und Leiter der Jeschiwa Har Hamor in Jerusalem. Die Partei war für die Parlamentswahlen im September 2019 zugelassen. Nachdem ihr Wahlkampf gegen LGBT landesweite Beachtung fand, gab sie zwei Tage vor der Wahl bekannt, nicht zur Wahl anzutreten.Michael Bachner: Fringe far-right party Noʿam quits Knesset race 2 days before elections. In: The Times of Israel. 15. Sepmber 2019, abgerufen am 4. Januar 2026.

Israelische Medien brachten den Anstieg der Anzahl der gemeldeten Fälle von Hassreden und Gewalt gegen die LGBT-Gemeinschaft auch mit dem Wahlkampf der Partei unter dem umstrittenen Motto „Israel chooses to be normal.“Jacob Magid: Netanyahu to kick off campaign with visit to yeshiva run by anti-gay rabbi. In: The Times of Israel. 11. Dezember 2019, abgerufen am 4. Januar 2026. („Israel entscheidet sich dafür, normal zu sein.“) in Verbindung.Yuval Bagno, Alex Winston: LGBTQ-phobic attacks increased by 36%. In: The Jerusalem Post. 12. Februar 2020, abgerufen am 4. Januar 2026.

Bei der Wahl 2021 gewann der Noʿam als Teil einer „Religiöser Zionismus“ genannten Listenverbindung einen Sitz in der Knesset.

Programm Die Noam-Partei tritt unter anderem für den Schutz und die weitere Stärkung der „jüdisch-religiösen Identität des Staates Israel“, für die Ausweitung jüdisch-religiöser Erziehung auch an staatlichen Schulen, für eine strengere Einhaltung der öffentlichen Schabbat-Ruhe, für die Aufwertung des israelischen Oberrabbinats, für den Schutz und die Förderung der „traditionellen Ehe und Familie“, gegen das Recht auf Abtreibung sowie gegen die Einführung der Zivilehe und der gleichgeschlechtlichen Ehe ein. Die Partei lehnt eine Trennung von Staat und Religion in Israel strikt ab und befürwortet eine konservative, religiöse und traditionelle gesellschaftliche Ordnung.

Einzelnachweise

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