Knud Christian Jeppesen (geb. 15. August 1892 in Kopenhagen; gest. 14. Juni 1974 in Risskov, Aarhus) war ein dänischer Musikforscher und Komponist.

Leben und Wirken Knud Jeppesen war ein Kompositionsschüler Carl Nielsens und wurde 1922 an der Wiener Universität bei Guido Adler über das Thema Die Dissonanzbehandlung in den Werken Palestrinas1946. promoviert.Clara Marvin: Giovanni Pierluigi da Palestrina: A Research Guide. S. 301.

Er lehrte seit 1920 am Königlichen Konservatorium sowie an der Universität in Kopenhagen. Er war Organist an der Holmens Kirke. Er ist Verfasser des Lehrwerkes Kontrapunkt. Lehrbuch der klassischen Vokalpolyphonie,englisch: Counterpoint: the polyphonic vocal style of the sixteenth century. (1939) das vielfach aufgelegt und übersetzt wurde, es ist „Carl Nielsen dem unvergeßlichen Lehrer und Freunde in memoriam“ gewidmet. Diese klassische Einführung konzentriert sich auf den polyphonen Gesangsstil, den Palestrina perfektioniert hatte. Jeppesen gilt als einer der bedeutendsten Palestrinaforscher.

Im Jahr 1923 heiratete er die Sportlerin Alice Krayenbühl, mehrfache dänische Meisterin im Eiskunstlauf und Tennis. Der klassische Archäologe und Bauforscher Kristian Jeppesen war ein Sohn des Paares.

1962 wurde er als Ritter 1. Grades des Dannebrogordens ausgezeichnet. 1963 wurde er zum auswärtigen Mitglied der Accademia Nazionale dei Lincei gewählt.

Publikationen (Auswahl) Die Dissonanzbehandlung in den Werken Palestrinas. Als „Der Palestrinastil und die Dissonanz“ bei Breitkopf & Härtel, Leipzig 1925. – Englische Ausgabe: “The Style of Palestrina and The Dissonance. With an Introduction by Edward J. Dent. Second revised and enlarged edition”. Muksgaard, Copenhagen, und Geoffrey Cumberlege, London 1946. Der Kopenhagener Chansonnier. Leipzig, Breitkopf & Härtel u. Kopenhagen, Levin & Munksgaard 1927 Kontrapunkt. Lehrbuch der klassischen Vokalpolyphonie (Geleitwort von Theodor Kroyer). Breitkopf & Härtel, Leipzig 1935 (dt. Übers.) zuerst 1930. – 10. Auflage: Breitkopf & Härtel, Leipzig 1980.

Literatur Thomas Holme Hansen: Knud Jeppesen Katalog. (PDF; 740 kB) kb.dk, 2001 Henrik Glahn: Knud Jeppesen (15. August 1892 – 14. Juni 1974). In: Die Musikforschung. 28. Jahrg., H. 2 (April/Juni 1975), S. 151–153; .

Weblinks Knud Jeppesen. musicsalesclassical.com Knud Jeppesen. komponistbasen.dk

Einzelnachweise und Fußnoten

Kategorie:Musikwissenschaftler Kategorie:Komponist (Dänemark) Kategorie:Sachbuchautor (Musik) Kategorie:Klassischer Organist Kategorie:Kontrapunkt Kategorie:Hochschullehrer (Universität Kopenhagen) Kategorie:Hochschullehrer (Königlich Dänisches Musikkonservatorium) Kategorie:Absolvent der Universität Wien Kategorie:Ritter 1. Grades des Dannebrogordens Kategorie:Mitglied der Accademia dei Lincei Kategorie:Däne Kategorie:Geboren 1892 Kategorie:Gestorben 1974 Kategorie:Mann