Schrittmachertechnologien (oder: Zukunftstechnologien; ) sind Technologien, die sich noch in einem frühen Stadium der Forschung und Entwicklung befinden und noch keine Marktreife erreicht haben.

Allgemeines Der Begriff Schrittmachertechnologie hat nichts zu tun mit der Technologie für Herzschrittmacher. Im Hinblick auf den Produktlebenszyklus und das Marktpotenzial lassen sich drei Technologietypen unterscheiden, und zwar Basistechnologien, Schlüsseltechnologien und Schrittmachertechnologien.Tom Sommerlatte/Jean-Philippe Deschamps, Der strategische Einsatz von Technologien, in: Arthur D. Little International (Hrsg.), Management im Zeitalter der Strategischen Führung, 1986, S. 50 f. Basistechnologien befinden sich in der Reifephase ihres Lebenszyklus, Schlüsseltechnologien unterliegen einer Phase des Marktwachstums, Schrittmachertechnologien sind Problemlösungen und befinden sich noch im frühen Entwicklungsstadium.Martin K. Welge, Planung: Prozesse — Strategien — Maßnahmen, 1992, S. 270 „Killer-Technologien“ sind Technologien, die im Zeitpunkt der Marktreife die vorhandenen Technologien und Schlüsseltechnologien als Substitutionsgut ersetzen.Jörg Horstmann, Operationalisierung der Unternehmensflexibilität, 2007, S. 147 FN 484

Wirtschaftliche Aspekte Die Anwendung der Schrittmachertechnologie ist im Regelfall mit erheblichen Risiken verbunden, und ihre Anwendbarkeit unterliegt einer hohen Ungewissheit.Jürgen Horsch, Innovations- und Projektmanagement, 2003, S. 58 Die Forschungs- und Entwicklungskosten sind bei dieser Art am höchsten. Schrittmachertechnologien befinden sich noch in der Produktentwicklung. Typische Schrittmachertechnologien sind heute die Bionik, Gentechnologie oder Nanotechnologie.Jürgen Horsch, Innovations- und Projektmanagement, 2003, S. 58 Jeder dieser Sektoren besitzt breite Anwendungsgebiete, so etwa die Nanotechnologie bei Arzneimitteln, Kosmetik oder Oberflächentechnik.Thomas Stern/Helmut Jaberg (Hrsg.), Erfolgreiches Innovationsmanagement, 2007, S. 39

Die Schrittmachertechnologie ist im Hinblick auf den Produktlebenszyklus der noch zu patentierende Ausgangspunkt, die durch weitere Forschung und Entwicklung zur Marktreife gebracht werden muss. Ihr Marktpotenzial wird als hoch eingeschätzt, sie kann sich zur Schlüsseltechnologie entwickeln.Dieter J. G. Schneider, Einführung in das Technologie-Marketing, 2002, S. 51 f. Forschungsintensive Unternehmen besitzen ein „Technologie-Portfolio“ („Pipeline“), dass den Zustand der Technologie-Reife auflistet. Unterste Phase ist die erst im Entstehen befindliche Schrittmachertechnologie, gefolgt vom Stadium beschleunigter Entwicklung (Schlüsseltechnologie, Spitzentechnologie) bis hin zur maximalen Phase der Technologieführerschaft.Thomas Stern/Helmut Jaberg (Hrsg.), Erfolgreiches Innovationsmanagement, 2007, S. 39

Literatur

Einzelnachweise

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