Was bleibt ist das vierte Studioalbum der deutschen Singer-Songwriterin Madeline Juno.
Entstehung und Artwork Alle Stücke des Albums wurden von Madeline Juno in Zusammenarbeit mit wechselnden Koautoren geschrieben, lediglich ein Titel wurde alleine von ihr geschrieben und komponiert. Die meisten Titel entstanden in Zusammenarbeit mit dem deutschen Autoren und Musikproduzenten Oliver Epsom (Oliver Som), der mit Ausnahme eines Titels als Komponist und Liedtexter beteiligt war. Der britische Singer-Songwriter Joseph Cass schrieb an vier Stücken des Albums mit. Des Weiteren stellen die Komponisten beziehungsweise Liedtexter Fabrice Noel, Jonathan Kurz und Rainer Rütsch jeweils eine Autorenbeteiligung.Begleitheft: Was bleibt (Fanbox). Embassy of Music, Katalognummer: 5054197047411, 6. September 2019. Die Instrumentierung (Bass, Piano und Synthesizer), Produktion sowie die Programmierung erfolgte größtenteils unter der Leitung von Som. Ein Titel produzierte Som gemeinsam mit dem Berliner Produzenten Mic Schröder. Während Som bei fast allen Titeln an der Instrumentierung beteiligt ist, treten die Musiker Joschka Bender (Gitarre), Sebastian Henzl (Piano) und Benjamin Schenfler (Schlagzeug) vereinzelt auf. Ausnahme bildet hier Cass, der an vier Titeln an der Gitarre engagiert wurde. Das Mastering der meisten Titel erfolgte unter der Leitung des Berliner Tontechnikers Lex Barkey, vereinzelt zeigten sich aber auch Chris Gehringer, Zino Mikorey und Som ebenfalls für das Mastering verantwortlich. Bei Cass und Som handelt es sich um alte Weggefährten von Juno. Cass steuert bereits zwei Titel für Junos Vorgänger DNA bei und spielte im Vorprogramm von Junos DNA Tour. Som schreibt und produziert bereits Titel seit der Veröffentlichung der Waldbrand EP.
Auf dem Cover des Albums ist – neben Künstlernamen und Albumtitel – Juno zu sehen. Sie trägt eine orangefarbene Jacke und steht hinter einem Tisch, auf dem sie sich nach vorne übergebeugt und mit ihren Armen nach oben abstützt. Im Inneren der CD befindet sich ein 18-seitiges Begleitheft mit Bildaufnahmen, Liedtexten und den Mitwirkenden. Das Coverbild sowie die Bilder im Begleitheft stammen alle vom Berliner Fotografen Danny Jungslund. Das Fotoshooting fand am 19. März 2019 statt, präsentiert wurde das Cover erstmals am 4. April 2019. Das gleiche Cover wurde auch für das Extended Play Was bleibt (Akustik EP) verwendet.
Veröffentlichung und Promotion Die Erstveröffentlichung von Was bleibt erfolgte am 6. September 2019 durch Embassy of Music. Der Vertrieb erfolgte durch Warner Music. Alle Lieder des Albums wurden durch BMG Rights Management und Universal Music Publishing verlegt, vier Titel wurden durch Sentric Music Publishing und jeweils ein Titel durch Budde Music sowie Warner/Chappell Music verlegt. Das Album besteht aus zwölf neuen Studioaufnahmen und ist als CD sowie Download erhältlich. Zeitgleich mit der Veröffentlichung des regulären Albums erfolgte die Veröffentlichung einer limitierten „Fanbox“. Diese beinhaltet zusätzlich die ebenfalls zeitgleich erschienene Was bleibt (Akustik EP) sowie Merchandiseartikel. Als Merchandise beinhaltet die Fanbox eine handsignierte Autogrammkarte, ein Glasbild mit Autogramm, einen Geld- beziehungsweise Kartenhalter zum Anbringen ans Handy, ein DIN-A3-Poster mit dem Coverbild sowie ein DIN-A5-Bogen mit Tattoos. Die Was bleibt Akustik EP ist lediglich in Verbindung mit dem Boxset als CD erhältlich, als Download ist sie auch separat zu erwerben.
Die Promophase für das Album begann mit der Veröffentlichung der ersten Singleauskopplung Borderline am 15. Juni 2018. Nach der Veröffentlichung dessen wurde es zunächst wieder still. Während ihrer Acoustic Tour vom 14. Februar 2019 bis zum 18. Februar 2019 präsentierte Juno erstmals mit Grund genug, Vor dir und Was bleibt drei weitere neue Titel des Albums. Am 12. April 2019 und 31. Mai 2019 folgten mit Gib doch nach beziehungsweise Automatisch zwei weitere Singleauskopplungen. Mit der Veröffentlichung von Gib doch nach startete zeitgleich der Vorverkauf für das Album. Neben den regulären Musikvideos veröffentlichte Juno am 27. Juni 2019 ein schwarz-weiß Video mit einer Akustikaufnahme zu Automatisch. Im Folgemonat erschien mit Grund genug eine vierte offizielle Singleauskopplung. Um das Album im Vorfeld seiner Veröffentlichung weiter zu bewerben, veröffentlichte Juno am 30. August 2019 auf ihrem YouTube-Kanal ein Unboxing-Video, in dem sie die Was bleibt Fanbox vorstellte. Einen Tag vor der Albumveröffentlichung veröffentlichte Juno ein weiteres Schwarz-Weiß-Video mit einer Akustikaufnahme zu Was bleibt.
Inhalt Alle Liedtexte des Albums sind größtenteils in deutscher Sprache verfasst und stammen von Madeline Juno, die die Stücke zusammen mit wechselnden Koautoren schrieb. Das Lied Geliehen endet mit einem dreizeiligen englischsprachigen Outro. Musikalisch bewegen sich die Lieder im Bereich der Popmusik. Auf der zeitgleich erschienen Was bleibt (Akustik EP) finden sich fünf der zwölf Titel in akustischer Form wider. Inhaltlich befasst sich Was bleibt hauptsächlich mit der Liebe, aber auch mit Themen wie Depressionen (Automatisch), psychischen Erkrankungen (Borderline), Glaube und Religion (Wenn es dich gibt) oder Verlustängsten (Gib doch nach).
+ Titelliste # Titel Autor(en) Produzent(en) Länge 1 Zu zweit allein Madeline Juno Oliver Epsom 3:35 2 Grund genug Oliver Epsom, Madeline Juno Oliver Epsom, Mic Schröder 3:22 3 Anfangen aufzuhören Oliver Epsom, Madeline Juno Oliver Epsom 3:08 4 Gib doch nach Oliver Epsom, Madeline Juno Oliver Epsom 3:26 5 Automatisch Oliver Epsom, Madeline Juno, Fabrice Noel, Rainer Rütsch Oliver Epsom 3:15 6 Schwarz weiß Oliver Epsom, Madeline Juno Oliver Epsom 3:03 7 New York Oliver Epsom, Madeline Juno Oliver Epsom 3:14 8 Vor dir Joseph Cass, Oliver Epsom, Madeline Juno Oliver Epsom 3:14 9 Wenn es dich gibt Joseph Cass, Oliver Epsom, Madeline Juno Oliver Epsom 3:47 10 Borderline Oliver Epsom, Madeline Juno, Jonathan Kurz Oliver Epsom 3:28 11 Geliehen Joseph Cass, Oliver Epsom, Madeline Juno Oliver Epsom 3:14 12 Was bleibt Joseph Cass, Oliver Epsom, Madeline Juno Oliver Epsom 3:39
Singleauskopplungen
Borderline
Bereits über ein Jahr vor der Albumveröffentlichung erschien mit Borderline die erste Singleauskopplung des Albums am 15. Juni 2018. Die Single erschien lediglich als Einzeltrack zum Download und Streaming. Das Stück handele vom ewigen „ganz-oder-gar-nicht“, „jetzt-sofort-oder-nie“, „alles-oder-überhaupt-nichts Konflikt“, in dem sich Juno seit sie denken kann befinde und ihrer eigenen Erfahrungen mit psychischen Erkrankungen. Sie beabsichtige hiermit keinesfalls die Borderline-Persönlichkeitsstörung zu verherrlichen, zu romantisieren, noch sich darüber lustig zu machen. Zeitgleich mit der Single feierte auch das dazugehörige Musikvideo seine Premiere auf YouTube. Die Dreharbeiten hierzu erfolgten am 6. Juni 2018 in Hongkong. Regie führte Juno selbst. Das Video hat eine Gesamtlänge von 3:31 Minuten und zeigt Juno, die an verschiedenen Orten in der Stadt das Lied singt.
Gib doch nach
Am 12. April 2019 erschien mit Gib doch nach die zweite Singleauskopplung des Albums. Die Single erschien wie Borderline als Einzeltrack. Das Lied handele von Verlustangst und erzähle keine spezifische Geschichte, sondern porträtiert eher, wie sich Panikattacken, in denen man irrational handelt und denkt, anfühlen. Zeitgleich mit der Single feierte auch das dazugehörige Musikvideo seine Premiere auf YouTube. Zu sehen ist Juno, die das Lied an verschiedenen Schauplätzen singt. In einigen Szenen sieht man Juno auch zusammen mit einer Frau und einem Mann, mal wie sie sich nahe stehen, mal wie sie auf Abstand gehen. Die Gesamtlänge des Videos beträgt 3:34 Minuten. Regie führte Arrigo Reuss. Die Dreharbeiten erfolgten am 8. April 2019 in Berlin.
Automatisch
Mit Automatisch erschien am 31. Mai 2019 die dritte Singleauskopplung aus Was bleibt. Die Single erschien auch als Einzeltrack zum Download und Streaming. Rund einen Monat später erschien mit Automatisch (Helmo Remix) eine Neuauflage als Einzeltrack am 5. Juli 2019. Inhaltlich sei das Lied ein Stück mit „doppelten Boden“. Es gehe nicht wie oftmals vermutet um eine Liebesbeziehung, sondern um Junos Depressionen. Sie wollte mit Automatisch ein Lied schreiben, zu dem man tanzen möchte, ein neues Genre ankratzen und in ihrer Muttersprache etwas ausprobieren was sie sich persönlich vorher noch nicht getraut habe. Sie wollte, dass das Lied eine Tiefe hat, die man genauso gut auch ignorieren könne. Das Stück sei von Anfang bis Ende wie eine Konversation aufgebaut, mal mehr Vorwurf, ein anderes Mal mehr Monolog oder Einsicht. Die Personifikation beziehe sich auf die „pechschwärzeste“ aller Ecken ihrer Gedanken. Depressionen kämen und gingen wie sie wollen und hätten einen so im Griff, dass sein „normales“ ich in all der Vertrautheit, in all der Gewohnheit in eine solche „Hass-Liebe“ zu dieser anderen Version von einem stehe. Ursprünglich schrieb Juno das Lied für einen anderen Künstler, dessen Ursprung tatsächlich ein Liebeslied gewesen sei. Es sei ein „relativ simples“ Lied gewesen, in dem es darum gegangen sei, dass ein Junge auf ein Mädchen trifft, die „Anziehung“ automatisch sei und es automatisch käme, dass sie sich mögen. Nachdem Juno das Lied schrieb, habe es zunächst noch ein Jahr in der Schublade gelegen, weil der Künstler noch in der Schreibphase gewesen sei und noch nichts veröffentlicht habe. Juno selbst fand das Stück „produktionell“ und „soundtechnisch“ noch immer spannend, sodass sie sich nochmal vergewissern wollte, ob der eigentliche Interpret das Stück wirklich aufnehmen wolle, weil sie textlich eine neue Idee hierzu habe. Daraufhin schrieb sie den Text neu und nahm das Lied selbst auf. Zwei Tage nach der Singleveröffentlichung feierte das dazugehörige Musikvideo seine Premiere auf YouTube. Zu sehen ist Juno, die in einem hautfarbenen Ganzkörperanzug bekleidet durch einen Raum tanzt und das Lied singt. Inmitten des Raumes befindet sich eine Anhäufung von Fernsehern. Im ganzen Raum verteilt stehen schwarz gekleidete Statisten, die sich nicht bewegen. Bei den Statisten handelte es sich um 15 Fans, die eingeladen wurden. Die Gesamtlänge des Videos beträgt 3:03 Minuten. Regie führte wie bei Gib doch nach Arrigo Reuss. Die Dreharbeiten erfolgten am 25. Mai 2019.
Grund genug
Mit Grund genug erschien die vierte und bislang letzte Singleauskopplung des Albums am 26. Juli 2019. Wie seine Vorgänger erschien sie ebenfalls nur als Einzeltrack. Grund genug sei ebenfalls ein Lied mit doppelten Boden, was Juno ganz gerne mache. Es sei ein Lied, das wie ein Liebesdrama klinge, jedoch von einer unschönen Zusammenarbeit in der Musikindustrie handele. Es sei ein Stück gewesen, das sie schreiben musste, als sie sich in ihrer Karriere etwas weiterentwickelt habe, sie von Menschen Abschied nehmen musste und erkennen musste: „Wenn ich keinen Grund mehr habe hier zu bleiben und mich euren toxischen Vibe hinzugeben, dann ist es auf jeden Fall Grund genug für mich zu gehen.“ Inhaltlich handelt Grund genug davon, seinen Schmerz anzunehmen und gleichermaßen allmählich loszulassen, um zu sich selbst zurückzufinden und nicht länger eine unter den Folgen und Umständen leidende Version von sich selbst sein zu müssen. Rund zwei Wochen nach der Singleveröffentlichung feierte das dazugehörige Musikvideo seine Premiere auf YouTube am 7. August 2019. Zu sehen ist Juno, die das Lied an verschiedenen Schauplätzen in einer Wüstenlandschaft singt. Die Gesamtlänge des Videos beträgt 3:23 Minuten. Regie führte Elias C. J. Köhler. Während alle Singleauskopplungen die offiziellen Charts verfehlten, konnte sich Grund genug zumindest für einen Tag in den iTunes-Tagesauswertungen platzieren und erreichte dabei Rang 83 am 9. September 2019.
Was bleibt Tour
mini|Juno mit Band in Hamburg.