mini|Albert Hammond (2015) alternativtext=Albert Hammond 2017|mini|Albert Hammond (2017) Albert Hammond (* 18. Mai 1944 in London) ist ein britischer Singer-Songwriter und Musikproduzent. Er schrieb Hits wie The Free Electric Band, It Never Rains in Southern California, The Air That I Breathe und One Moment in Time.

Leben und Karriere Anfänge Albert Hammond wurde 1944 als eines von drei Kindern in London geboren. Bereits einige Monate nach seiner Geburt gingen seine Eltern mit ihm zurück nach Gibraltar, wo die Wurzeln seiner Familie liegen. Im Alter von neun Jahren sang Hammond im Kirchenchor. Etwa zur selben Zeit machte sein Onkel die ersten Demoaufnahmen mit ihm. Mit 14 Jahren absolvierte Hammond mit seinem Freund Richard Cartwright seine ersten Auftritte, sie traten als Albert & Richard in Gibraltar und Spanien auf. 1960 verließ er die Schule und gründete mit Cartwright und weiteren Musikern, darunter sein Bruder Leslie, die Band The Diamond Boys. Ihr Repertoire bestand aus englisch- und spanischsprachigem Rock’n’Roll, und die Band war in Spanien sehr populär.

In dieser Zeit schickten sie ihre ersten Aufnahmen New Orleans und Fool in Love nach England, wo diese von Parlophone veröffentlicht wurden. Ein paar Monate später machten The Diamond Boys eine Tour durch Marokko, auf der sie in verschiedenen Clubs in Casablanca auftraten. Von der Tour zurück gewannen sie den ersten Platz beim Circo Price Music Festival in Madrid. Dieses Ereignis brachte die Band in Kontakt mit RCA, wo sie ihre zweite Single veröffentlichten.

Durchbruch Im Alter von 18 Jahren zog Hammond zurück nach England, wo er 1966 den Radiomoderator Mike Hazlewood traf. Gemeinsam schrieben die beiden Lieder für andere Interpreten; Hammond komponierte und Hazlewood steuerte die Texte bei. Der erste Welthit der beiden wurde 1968 Little Arrows in der Interpretation von Leapy Lee.

1966 gründete er mit Steve Rowland, Mike Hazlewood und der Sängerin Christine Holmes die Gruppe The Family Dogg. Sie bestand bis 1972 und brachte die Alben A Way of Life (1969) und View from Rowland’s Head (1972) heraus. Mit der Rare-Bird-Komposition Sympathy hatte sie 1970 einen Hit (Platz 2 in der niederländischen Hitparade).

Hammond zog in die USA, wo ihm im Herbst 1972 mit dem ebenfalls in Zusammenarbeit mit Hazlewood entstandenen It Never Rains in Southern California der Durchbruch als Sänger gelang. Das Lied stieg in den US-Charts bis auf Platz fünf und in Deutschland auf Platz neun und wurde danach häufig gecovert, so beispielsweise von Sonny & Cher (1974) oder von Smokie (2000).

Es folgten weitere Soloerfolge von Hammond wie The Free Electric Band (1973), Peacemaker (1974), I’m a Train (1974), Everything I Want to Do (1974) und Down by the River (1975) – eines der ersten Lieder gegen Verschmutzung von Flüssen durch Industrie.

Neben englischen Titeln nahm Hammond auch zahlreiche Lieder in spanischer Sprache auf. Seine Solokarriere beendete er vorerst 1982 mit dem Album Somewhere in America. 1987 erschien noch das Zwei-Mann-Album Hammond & West, dessen Single-Auskopplung Give a Little Love jedoch nicht mehr an die alten Erfolge anknüpfen konnte.

Songwriting Ende der 1980er wurde es stiller um Hammond als Sänger, er konzentrierte sich hauptsächlich auf das Songwriting. Aus seiner Feder stammen Welthits wie The Air That I Breathe (Hollies), 99 Miles from LA (Art Garfunkel), One Moment in Time (Whitney Houston), When I Need You (Leo Sayer), Nothing’s Gonna Stop Us Now (Starship), To All the Girls I’ve Loved Before (Willie Nelson & Julio Iglesias), I Don’t Wanna Lose You, Way of the World (Tina Turner) und When You Tell Me That You Love Me (Diana Ross). 2008 wurde er in die Songwriters Hall of Fame aufgenommen.

Neben Mike Hazlewood schrieb er zusammen mit Diane Warren, John Bettis und Hal David, dem früheren Partner von Burt Bacharach, Songs für Tom Jones, Joe Cocker, Céline Dion, Chris de Burgh, die Carpenters und Ace of Base, zudem arbeitete er mit der deutschen Sängerin Sandra Schwarzhaupt.

Ab 2010: Comeback mini|Albert Hammond (2013) Gemeinsam mit Duffy schrieb und produzierte er die meisten Titel auf deren zweitem, 2010 erschienenen Album Endlessly. Im November 2010 erschien mit Legend ein neues Album. Es beinhaltet Hammonds Klassiker, die mit bekannten Duettpartnern neu aufgenommen wurden. Enthalten ist auch ein Duett mit seinem Sohn Albert Hammond Junior, der Gitarrist bei The Strokes ist. Im Oktober 2013 erschien Hammonds Live-Album Songbook 2013 – Live in Wilhelmshaven.

Seit 2013 spielt Hammond mit seiner Band wieder vermehrt Konzerte; die meisten im deutschsprachigen Raum, Großbritannien und Irland, aber auch in den Niederlanden, Belgien und Gibraltar. 2016 besuchte er mit seiner Songbook-Tournee auch Skandinavien und Südafrika und gastierte 2017 beim Steinegg-Live-Festival in Südtirol. Anfang 2017 veröffentlichte er seine Songbook-DVD Live in Berlin. Die Musik zum Musical Matterhorn (Libretto von Michael Kunze), das im Februar 2018 am Theater St. Gallen seine Weltpremiere erlebte, ist Hammonds erste Arbeit im Bereich Musiktheater.

Diskografie

Studioalben

Weitere Studioalben 1976: When I Need You 1976: My Spanish Album 1977: Mi album de recuerdos 1978: Albert Louis Hammond 1979: Al Otro Lado del Sol 1981: Your World and My World 1981: Comprenderte 1982: Somewhere in America 1986: Hammond and West (mit Albert West) 1989: Best of Me 1996: Coplas and Songs 2005: Revolution of the Heart 2010: Legend 2012: Legend II 2024: Christmas

Livealben 2013: Songbook 2013 – Live in Wilhelmshaven

Kompilationen 1976: Greatest Hits 1976: Albert Hammond canta sus grandes éxitos en español e inglés 2004: It Never Rains in Southern California – The Very Best Of

Singles

Weitere Singles 1970: Follow the Bouncing Ball (mit Steve Rowland) 1972: Names, Tags, Numbers & Labels 1973: Si tienes que destrozar otro corazón 1973: Rebecca 1974: We’re Running Out 1975: Down by the River – Newly Recorded Version 1975: Lay the Music Down 1975: Cerca del Rio 1976: Échame a mi la culpa 1976: Moonlight Lady 1976: Ansiedad 1976: When I Need You 1977: Terminado 1977: Eres toda una mujer 1978: Enredao 1981: Your World and My World 1982: The Light at the End of the Line 1987: Air Disaster (mit Albert West) 1987: Secrets of the Night (mit Albert West) 1989: Where Were You

Weblinks

alberthammond.com Albert Hammond in der Songwriters Hall of Fame (Webarchiv)

Einzelnachweise

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