mini|hochkant=1.5|Schulunterricht in der Neustäder Schule im Jahr 1830; an der Wand das Epitaph des betenden Ritters Jobst von Alten; Ölgemälde von Burchard Giesewell, Niedersächsisches Landesmuseum Hannover

Die Neustädter Schule vor Hannover,Franz Rudolf Zankl: Die Neustädter Schule in Hannover. Ölgemälde ..., in: Hannover Archiv, Blatt K 8 auch Neustädter Knabenschule genannt,Bernhard Dörries, Helmut Plath: Giesewell, Burchard, in dies: Alt-Hannover 1500–1900 / Die Geschichte einer Stadt in zeitgenössischen Bildern von 1500–1900. Vierte, verbesserte Auflage, Heinrich Feesche Verlag Hannover, 1977, ISBN 3-87223-024-7, S. 141 war eine im 17. Jahrhundert in der Calenberger Neustadt eingerichtete Lateinschule für Jungen.

Geschichte Der Unterricht fand in der im späten Mittelalter nach der Zerstörung der Burg Lauenrode im Jahr 1382 errichteten Marienkapelle statt, nachdem diese durch den Bau der Neustädter Hof- und Stadtkirche St. Johannis ihren Zweck eingebüßt hatte. Der ehemalige Sakralbau diente stattdessen ab 1680 zur Unterrichtung der Knaben der Neustadt sowie als Lehrerwohnung. Auf dem ehemaligen Kirchhof des Gebäudes war zudem das Haus des Neustädter Hofpredigers nebst dessen Garten angelegt.Christian Ludwig Albrecht Patje: Wie war Hannover? Oder: Fragment von dem vormaligen Zustande der Residenz-Stadt Hannover, Hannover: Gebrüder Hahn, 1817 (Nachdruck in Hannover-Döhren: Verlag Harro v. Hirschheydt, 1977, ISBN 3-7777-0899-2), S. 61; Digitalisat über Google-Bücher Im Inneren des vormaligen Kirchenbaus fand sich noch im 19. Jahrhundert im Unterrichts-Saal der Schule das Epitaph des Jobst von Alten.Sabine Wehking: DI 36 Stadt Hannover (1993) / Nr. 125† Neustädter Marienkapelle 1568 auf der Seite Deutsche Inschriften Online (DIO)

Zu einem der bemerkenswertesten Schöpfungen des hannoverschen Malers Burchard Giesewell zählt das zur Zeit des Königreichs Hannover im Jahr 1830 geschaffene ÖlgemäldeHugo Thielen: Giesewell, Burkhard (Burchard), in: Stadtlexikon Hannover, S. 221; Die Neustädter Schule in Hannover, das im Besitz der Städtischen Galerie im Niedersächsischen Landesmuseums Hannover stand und später zum Historischen Museum Hannover wechselte.

Die Schulstraße in der Calenberger Neustadt war „nach der dort belegenen neustädter Schule benannt“ worden.Rudolph Ludwig Hoppe: Geschichte der Stadt Hannover ... Mit zwei Ansichten und einem Grundriss, in Frakturschrift, Schrift und Druck von Culemann, Hannover: Verlag der Hellwingschen Hofbuchhandlung (Nachdruck der Ausgabe von 1845 (= Beiträge zur Geschichte, Landes- und Volkskunde von Niedersachsen und Bremen, Bd. 44), Hannover-Döhren: v. Hirschheydt, 1975, ISBN 978-3-7777-0889-8 und ISBN 3-7777-0889-5), S. 213; Digitalisat über Google-Bücher

1856 wurde die ehemalige Marienkapelle abgebrochen, da sie auch ihrem Zweck als Schulhaus nicht mehr gerecht werden konnte.

Persönlichkeiten Rektoren vor 1795: Konrektor Johann Christoph FröbingGeorg Christoph Hamberger, Johann Georg Meusel: Fröbing (Johann Christoph), in ders.: Das gelehrte Teutschland oder Lexicon der jeztlebenden teutschen Schriftsteller, Band 2, 5., durchaus vermehrte und verbesserte Auflage, Lemgo: Verlag der Meyerschen Buchhandlung, 1796, S. 442f.; Digitalisat über Google-Bücher 1834–1852: Johann Christian Jahns als Konrektor neben seinem Schwiegervater Rektor Ernst Justus Ludwig FrommeFranz Kössler: Jahns, Heinrich Christian, in ders.: Personenlexikon von Lehrern des 19. Jahrhunderts, Band Ibach - Jutrosinski von der Seite der Justus-Liebig-Universität Gießen

Lehrer zwischen 1819 und 1853: Zeichenlehrer Burchard Giesewell, der parallel dazu auch an der Königlichen Hofschule tätig war 1851–1853: Zeichenlehrer und Porträtmaler Adolf NießFranz Kössler: Niess, Adolf, in ders.: Personenlexikon von Lehrern des 19. Jahrhunderts, Band Naarmann - Nymbach; als PDF-Dokument von der Seite der Justus-Liebig-Universität Gießen

Schüler Johann Friedrich LahmeyerJohann Christoph Salfeld: Geschichte des Königlichen Schullehrer-Seminarii und dessen Freyschule zu Hannover. Schlüter, Hannover 1800, S. 113 () Ernst August PardeyHeinrich Wilhelm Rotermund: Pardey (Ernst Aug.), in Johann Christoph Adelung, Heinrich Wilhelm Rotermund: Allgemeines Gelehrten-Lexicon. Fortsetzung und Ergänzungen zu Christian Gottlieb Jöchers allgemeinem Gelehrten-Lexikon, worin die Schriftsteller aller Stände nach ihrem vornehmsten Lebensumständen und Schriften beschrieben werden, angefangen von Johann Christoph Adelung und vom Buchstaben K fortgesetzt von Heinrich Wilhelm Rotermund, Ergänzungs-Band 5: [Mor - Pfeif], Bremen: Johann Georg Heuse, 1816, Spalte 1557–1558; Digitalisat über Google-Bücher

Literatur Franz Rudolf Zankl: Die Neustädter Schule in Hannover. Ölgemälde ..., in: Hannover Archiv, Blatt K 8

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Einzelnachweise

Kategorie:Ehemalige Jungenschule Kategorie:Ehemalige Schule in Hannover Kategorie:Abgegangenes Bauwerk in Hannover Kategorie:Bildungseinrichtungsgründung 1680 Kategorie:Aufgelöst 1859 Kategorie:Erbaut in den 1680er Jahren Kategorie:Calenberger Neustadt