Der Bundesverband Sexuelle Dienstleistungen e. V. war ein im Jahre 2002 in Berlin gegründeter Verein,Vereinsregister beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg, Registerblatt VR 21858 B, zuletzt eingesehen am 13. Februar 2026. der fachliche und politische Anliegen und Angelegenheiten für Betreiber von bordellartigen Betrieben und selbständigen Prostituierten wahrnimmt. Er ist im Lobbyregister des deutschen Bundestags eingetragen.
Laut der Satzung des BSD setzt sich der Verband „für eine wirtschaftliche Verbesserung der jeweiligen Aktivitäten, für die Beseitigung jeglicher gesetzlicher Behinderungen dieses Gewerbes, für die Förderung des Ansehens von Prostitution und der Betriebe mit sexuellen Dienstleistungen in der Gesellschaft und die Vermittlung eines realistischen Bildes von Prostitution“ ein.
Tätigkeiten
Der Bundesverband Sexuelle Dienstleistungen diente dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales als fachlicher Ansprechpartner in Fragen der Prostitution.Sex als Arbeit: Prostitution als Tätigkeit im Sinne des Arbeitsrechts Bernhard Pichler; disserta Verlag; 2013; Seite 164
2017 führte der BSD ein Gütesiegel für Bordelle ein, welches Legalität, Qualität und Sicherheit der Betriebe belegen soll. Mindeststandards werden mit der ersten Stufe erfüllt, während die zweite Stufe die Ausstattung bewertet. Eine dritte Stufe ist nur durch die unabhängige Prüfung durch ein externes Institut erreichbar.
Während der Covid-Pandemie erarbeitete der Verband ein Hygienekonzept und setzte sich für eine schnelle Wiedereröffnung der Bordelle ein, die im Zuge der Corona-Kontaktbeschränkungen geschlossen wurden, was jedoch vom Gesundheitsminister Karl Lauterbach abgelehnt wurde.
Positionen
Der Verband strebt die Anerkennung der Prostitution als anerkannte Dienstleistung an und spricht sich gegen ein Sexkaufverbot nach Vorbild des Nordischen Modells aus. Gefordert wird die Verbesserung der rechtlichen Situation von Sexarbeitenden und Betreibern von Prostitutionsstätten, deren Einrichtungen im Gegensatz zu zur Wohnungsprostitution nicht im Dunkelfeld agieren. Die Regelungen durch ProstG und ProstSchG werden teils stark kritisiert und teils zwar begrüßt, aber nicht als weitreichend genug betrachtet.
Auflösung Am 22. September 2026 gab der Verband seine Auflösung bekannt.
Weblinks Website BSD
Einzelnachweise
Kategorie:Organisation (Prostitution) Kategorie:Verein (Berlin) Kategorie:Berufsverband (Deutschland) Kategorie:Vereinsgründung 2002