mini|hochkant|Gerhard Hanke (2016) Gerhard Hanke (* 28. August 1951 in Treis-Karden) ist ein deutscher Förster, Kommunalpolitiker und Publizist. Hanke arbeitete nach seiner Promotion im rheinland-pfälzischen Umweltministerium, wurde Leiter des Forstamtes Bingen und dann langjähriger Leiter des Forstamtes Rheinhessen in Alzey. Als Kommunalpolitiker war er über 20 Jahre Bürgermeister von Waldalgesheim und im Landkreis Mainz-Bingen in unterschiedlichen Funktionen politisch aktiv. Für sein langjähriges kommunalpolitisches Engagement wurde er 2019 vom rheinlandpfälzischen Innenminister Roger Lewentz mit der Freiherr-vom-Stein-Plakette ausgezeichnet.CDU Waldalgesheim und Genheim: Freiherr-vom-Stein-Plakette des Landes RLP an Dr. Gerhard Hanke, Altbürgermeister, verliehen. Abgerufen am 17. November 2020. Im März 2026 wurde Hanke auf Grund seiner zahlreichen Verdienste für den Ort zum Ehrenbürger von Waldalgesheim ernannt.AZ Mainz: Waldalgesheim hat zwei neue Ehrenbürger, vom 29. März 2026 Hanke ist auch Autor zahlreicher Bücher und anderer Publikationen.Jochen Werner, „Abschied vom Traumberuf“, Allgemeine Zeitung, 18. Oktober 2016; Originalseite nicht mehr abrufbar, Archivlink abger. am 1. September 2023.
Leben Hanke, dessen Vater und Großvater bereits Förster waren, studierte Forstwissenschaften in Freiburg und Wien, absolvierte sein Referendariat in Trier, promovierte zum Thema Aufforstung. Zu seinen beruflichen Leistungen als Forstamtsleiter gehörten u. a. die „frühzeitige Einführung von Bestattungswäldern“ und die „besondere Unterstützung von Waldkindergärten“, er brachte „Waldjugendspiele auf den Weg“. abgerufen am 27. August 2019. Allgemeine Zeitung Mainz: Gerhard Hanke nimmt Abschied von der Kommunalpolitik abgerufen am 27. August 2019. Im waldarmen Rheinhessen setzte er sich für Aufforstungen ein und lehrte an der TH Bingen Ökologischen Waldbau. Hanke publiziert regelmäßig zu Forstfragen und zu regionalen Themen. Seine bedeutendsten publizistischen Werke sind sein Buch zu „Wald und Waldgeschichten aus Rheinhessen“ (2016) und zwei historische Fotobücher zu Waldalgesheim (2012/2015 – zusammen mit Heinrich Sinz). abgerufen am 27. August 2019. Für eines der Fotobücher und für das Buch „Multa – Zukunftsgeschichten“ wurde Hanke neben anderen Autoren mit dem Sachbuchpreis Decimus Magnus-Ausonius 2016 der Heimatfreunde am Mittelrhein ausgezeichnet.MGV Weiler: Jubiläumsbuch des MGV erhält Buchpreis der Heimatfreunde am Mittelrhein abgerufen am 14. November 2020. Im Jahr 2020 gab er die mit Anmerkungen versehenen Tagebucherinnerungen seines Urgroßvaters Joseph Eisenach heraus, der am Deutsch-Französischen Krieg 1870–71 teilgenommen hatte.AZ Mainz: Tagebuch über den Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 vom 1. September 2020.
Seit seiner Pensionierung 2016 engagiert er sich neben seiner publizistischen Tätigkeit in umwelt- und kommunalpolitischen Projekten, wie z. B. der geplanten Renaturierung des rheinhessischen Haybaches. abgerufen am 27. August 2019.
Publikationen Bücher 1985: Politische, ökonomische und soziale Faktoren der Erstaufforstung unter besonderer Berücksichtigung der Waldbesitzer. Dissertation an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau 2012: Waldalgesheim im Wandel der Jahrhunderte – Eine Fotoreise mit Heinrich Sinz. Text und Konzeption: Heinrich Sinz und Gerhard Hanke. Ortsgemeinde Waldalgesheim (Hrsg.). Geiger Verlag, ISBN 978-3865954794 2015: Waldalgesheim: Das Alte Waldalgesheim in Bildern, eine Fotoreise mit Heinrich Sinz und Dr. Gerhard Hanke. Ortsgemeinde Waldalgesheim (Hrsg.). Geiger Verlag, ISBN 978-3865956101 2015: Multa – Zukunftsgeschichten. Ortsgemeinde Waldalgesheim (Hrsg.), ISBN 978-3000486654 2016: Wald und Waldgeschichten aus Rheinhessen. Verlag Horb am Neckar. ISBN 978-3865956224 2020: Das Tagebuch des Joseph Eisenach. Erinnerungen aus dem Feldzuge 1870/71. Mit Erläuterungen von Dr. Gerhard Hanke. Waldalgesheim 2020. ISBN 978-3982254708
Aufsätze (Auswahl aus circa 125 Texten seit 1979) 1983: Umweltbezogene Öffentlichkeitsarbeit – Wald-Jugendspiele in Rheinland-Pfalz, in: Natur- und Landschaft, 58. Jahrgang Nr. 3, März 1983, Seite 105ff 1992: Der Prinzenwald und der Binger Oberförster Bilhardt, Broschüre im Eigenverlag des Forstamtes Bingen (zusammen mit Adam Strack) 1997: Die Waldgeschichte der Viertäler am Mittelrhein, in: Beiträge zur Umweltgeschichte II zu Tagungen des Arbeitskreises Forstgeschichte in Rheinland-Pfalz 1996/1997 in Verbindung mit den Universitäten Trier und München, Selbstverlag, 1997, Seite 29ff 2005: Klimawandel – Herausforderung aus waldökologischer und waldbaulicher Sicht, LÖBF-Mitteilungen Nr. 2/2005, Seite 25ff 2005: Umweltfreundliches und familienfreundliches Wohnen, in: Gemeinde und Stadt Nr. 7/2005, Seite 216ff 2009: Grube Doktor Geyer: Monument des deutschen Erzbergbaues- vom Verfall bedroht, in: Heimatjahrbuch des Landkreises Mainz-Bingen, Seite 85ff 2009: Das verschwundene keltische Grab, in: Heimatjahrbuch Landkreis Mainz-Bingen, Seite 130ff 2011: Eichenprozessionsspinner-Ein Gewinner des Klimawandels?, in: Heimatjahrbuch Landkreis Alzey-Worms, Seite 138ff 2019: Wildkatzen in Rheinhessen, in: Heimatjahrbuch Landkreis Alzey-Worms, Seite 142ff 2019: Haybach-Renaturierung: Gemeinsames Ziel, in: Heimatjahrbuch Landkreis Mainz-Bingen, S. 77 ff
Einzelnachweise
Kategorie:Forstbeamter (Rheinland-Pfalz) Kategorie:Waldalgesheim Kategorie:Publizist Kategorie:Bürgermeister (Landkreis Mainz-Bingen) Kategorie:Träger der Freiherr-vom-Stein-Plakette (Rheinland-Pfalz) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1951 Kategorie:Mann