mini|hochkant=1.4|Plan des Institutssitzes in der Münzstraße, 1857 Das Königliche Lithographische Institut, kurz: Lithographisches Institut in Berlin, war eine 1818 verstaatlichte Druckerei, gegründet 1816 von Generalmajor Ludwig von Reiche als lithographische Anstalt mit angeschlossener Lehrschule. Das Institut war dem großen Generalstab unterstellt und stellte anfangs hauptsächlich Karten für das Kriegsministerium her, 1820 führte es den Namen Königlich Lithographisches Institut am Kriegsministerium. Ab 1825 produzierte es auch kommerzielle Drucke für ein privates Publikum.
Der Sitz des Instituts befand sich 1819 am Wilhelmsplatz im Ordenspalais, ab 1827 in der Neuen Friedrichstraße 81 in einer ehemaligen Kaserne des Infanterieregiments No. 1. Im Mai 1838 bezog es Räume in der damaligen Münzstraße 20 im alten Sydow’schen Palais und von 1857 bis 1861 war es am Neuen Markt, Papestraße 8a, in der ehemaligen Hauptwache untergebracht.Julius Aufseesser: Die Entwicklung der künstlerischen Lithographie in Berlin. In: Fedor von Zobeltitz: Zeitschrift für Bücherfreunde. Vierter Jahrgang, Zweiter Band, Berlin 1900/1901, S. 295 f.
1861 gliederte sich das Institut in die Königlich Preußische Staatsdruckerei ein, der ehemalige Instituts-Lithograph Carl Birk übernahm die GeschäftsräumeAllgemeiner Wohnungs-Anzeiger auf das Jahr 1861, Hayn, Berlin 1861, S. 40. und gründete mit Julius Moser das neue Berliner Lithographische Institut Birk & Moser,Allgemeiner Wohnungs-Anzeiger auf das Jahr 1862, Hayn, Berlin 1862, S. 40. das als Nachfolge-Institution galt und bis 1907 bestand. Die ausgegliederte Verlagsabteilung des Instituts publizierte bis in die späten 1950er Jahre unter dem Namen Gea Verlag.Gea Landkartenverlag im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek (Abgerufen am 3. März 2026)
Zu den in der Deutschen Nationalbibliothek vorgehaltenen Lithografien des Instituts insbesondere aus der Zeit vor der allgemeinen Verbreitung der Fotografie zählen neben Gruppenbildern vor allem Porträts bekannter Persönlichkeiten nach Vorlagen-Zeichnungen verschiedener Künstler.Vergleiche die Angaben nebst Querverweisen im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Lithografen 1838: Maximilian BeegerSudine. Unterhaltungsblatt für Neu-Vorpommern und Rügen, Ausgabe vom 31. Oktober 1838; Google-Books vor 1860: Carl FischerHerbert Stöwer, Hans-Peter Wehlt (Hrsg.), Agnes Stache-Weiske (Bearb.): Welch tolle Zeiten erleben wir! Die Briefe des lippischen Kanzlers Friedrich Ernst Ballhorn-Rosen an seinen Sohn Georg in Konstantinopel 1847–1851 ( = Lippische Geschichtsquellen, Band 23), herausgegeben im Auftrag des Naturwissenschaftlichen und Historischen Vereins für das Land Lippe e.V. und des Lippischen Heimatbundes e.V., Lemgo: Schriftleitung Lippische Geschichtsquellen, 1999, ISBN 978-3-941726-03-1 und ISBN 3-923384-14-9, S. 18; Ab etwa 1840 bis 1860 arbeitete Julius Bardtenschlager als erster Lithograf am Institut.Angaben nebst Querverweisen im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
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