Pfeiffer & May SE ist ein Großhandelsunternehmen mit Sitz in Karlsruhe, das sich auf den Vertrieb von Sanitärprodukten und Gebäudeheizungen spezialisiert hat.
Geschichte Das Unternehmen wurde 1906 als Eisenwarenhandlung Klein & Kullmann durch Hermann Klein und Ludwig Kullmann in Karlsruhe gegründet.Karlsruher Tagblatt vom 11. Januar 1906, abgerufen über deutsche-digitale-bibliothek.de, Direktlink. Anfang des Jahres 1938 begannen die Juden Klein und KullmannJosef Werner: Hakenkreuz und Judenstern. Das Schicksal der Karlsruher Juden im Dritten Reich. (=Band 9, Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs), Badenia Verlag, Karlsruhe 1990, S. 24 (Digitalisat) mit Verhandlungen über den Verkauf ihres Unternehmens. Als Interessenten boten sich Eugen Pfeiffer und Adolf May, der damalige Leiter der Firmenbuchhaltung, an.Logistik erlaubt punktgenaue Auslieferung, Schwäbische Zeitung vom 26. August 2015, online verfügbar. Während Hermann Klein noch im September in das heutige Israel auswanderteEintrag zur Familie Klein im Stolperstein-Guide., wurde Ludwig Kullmann während der Novemberpogrome 1938 verhaftet und in das KZ Dachau verbracht. Er kam nach drei Monaten frei und folgte Klein in die Region Palästina. Das Unternehmen wurde nach der Übernahme zum 1. September 1938 in Pfeiffer & May umbenannt.Der Führer vom 11. September 1938, abgerufen über deutsche-digitale-bibliothek.de, Direktlink.
Im Jahr 1940 eröffneten Pfeiffer und May eine Niederlassung in Straßburg.Dernières Nouvelles d’Alsace vom 3. Juli 1943, abgerufen über deutsche-digitale-bibliothek.de, Direktlink. Obgleich diese Filiale nach dem Krieg wegfiel, wurde das Verkaufsgebiet in den frühen 1950er Jahren auf die gesamte Region zwischen Vorderpfalz und südlichem Schwarzwald ausgedehnt. 1951 galt das Unternehmen als größter Sanitär-Großhändler in Baden und betrieb zwei Lagerstandorte in Karlsruhe.Badische Neueste Nachrichten vom 15. Dezember 1951, Seite 4, abgerufen über deutsche-digitale-bibliothek.de, Direktlink.
Im Jahr 1949 wurde das Unternehmen unter Vermögensverwaltung zwecks Restitution nach dem Militärregierungsgesetz Nr. 59 gestellt.Badische Neueste Nachrichten vom 27. August 1949, abgerufen über deutsche-digitale-bibliothek.de, Direktlink. Im März 1951 endete die Vermögensaufsicht wieder.Badische Allgemeine Zeitung vom 2. April 1951, Seite 8, abgerufen über deutsche-digitale-bibliothek.de, Direktlink.
1975 schloss sich Pfeiffer & May mit weiteren Partnern zu einer bundesweiten Kooperation zusammen: die GC-Sanitär- und Heizungs-Handels-Kontor GmbH, kurz GC-Gruppe. Zur Gruppe gehören neben Pfeiffer & May die Unternehmen Gienger München, Cordes & Graefe Bremen und Gienger GmbH Stuttgart. Im Jahr 2007 trennte sich die Pfeiffer & May Gruppe von diesem Einkaufsverbund.
Im Jahr 1998 übernahm man die Link KG. Zehn Jahre später erwarb Pfeiffer & May die Löffelhardt-Häuser und nahm damit Fliesen und Natursteine neu in ihr Portfolio auf. Ende 2015 erweiterte sich die P&M Gruppe um weitere fünf Niederlassungen des Sanitär- und Heizungsfachgroßhandels Walter Linss in den Gebieten um Kassel, Künzell, Erfurt, Malsfeld, Schwabhausen und Heiligenstadt.
Einzelnachweise
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