Paul-Eugène Ledoux (* 18. November 1884 in Illkirch-Graffenstaden; † 17. September 1960 in Cannes) war ein elsässischer deutsch-französischer Kunstmaler, Graveur und Illustrator.Jean Variot: Chroniques et Légendes des Villes Alsaciennes. Illustrations de Paul Ledoux.

Leben Ledoux studierte ab 1899 Kunst an der 1899 Kunstgewerbeschule in Strasbourg, ab 1902 bei Fernand Cormon an der l’école des Beaux-Arts in Paris und ab 1905 an der Kunstakademie in München bei Ludwig von Löfftz und Angelo Jank.

1909 verließ Ledoux München, um wieder in Paris bei Jambon und Bailly zu studieren. 1914, zum Zeitpunkt des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs, lebte Ledoux in Paris. Er trat in die französische Armee ein, wurde damit französischer Staatsbürger (zuvor war er Deutscher). Er erhielt als Soldat den Namen Jean Fauconnier und wurde in den Argonnen eingesetzt; seine Beobachtungen hielt er in einem Notizbuch fest. Ledoux arbeitete neben seiner Verpflichtung als Soldat als Dolmetscher, arbeitete für den Abhördienst und später bei Verhören mit deutschen Gefangenen.Wie aus Brüdern Feinde wurden – Elsässer im Ersten Weltkrieg

Paul Ledoux hatte zwei Brüder, hatte eine Frau und einen Sohn.

Würdigung / Werk miniatur|Fresko in der Kirche in Blienschwiller

Fresko Les Saints Innocents in der Kirche Sts-Innocents in Blienschwiller (1913)Blienschwiller: Fresko von Paul Ledoux

Die Gemeinde Rosheim widmete dem Maler 2018 eine Ausstellung.Rosheim - Exposition de Paul LEDOUXBilder der Ausstellung

Publikationen Jean Variot: Chroniques et Légendes des Villes Alsaciennes. Illustrationen von Paul Ledoux. Joseph von Eichendorff: Aus dem Leben eines Taugenichts. Illustriert von Paul Ledoux. 1937

Einzelnachweise

Weblinks François Ledoux: Paul Ledoux, Revue d’Alsace, 139 | 2013, S. 155–166. Wie aus Brüdern Feinde wurden – Elsässer im Ersten Weltkrieg

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