Klein Behnitz ist ein Ortsteil der Stadt Nauen im brandenburgischen Landkreis Havelland. Bis zum 26. Oktober 2003 war Klein Behnitz eine eigenständige Gemeinde, die dem damaligen Amt Nauen-Land angehörte. Der Ortsteil umfasst die Gemarkung Klein Behnitz. Er hat entsprechend der brandenburgischen KommunalverfassungBrandenburgische Kommunalverfassung - BbgKVerf; Abschnitt 2, Ortsteile In: bravors.brandenburg.de. und der Hauptsatzung einen Ortsbeirat und Ortsvorsteher.

Geographische Lage Klein Behnitz in der Beetzseerinne am Klein Behnitzer See im Osthavelland, etwa 12 Kilometer westsüdwestlich von Nauen. Durch den Ort fließt der Klinkgraben Behnitz, der den Klein Behnitzer See mit dem Groß Behnitzer See verbindet. Nördlich von Klein Behnitz schließt sich die Ribbecker Heide an. Die Gemarkung des Dorfes grenzt im Norden an Ribbeck, im Osten an Groß Behnitz, im Süden an Riewend, im Südwesten an Barnewitz, im Westen an Buschow und im Nordwesten an Möthlow.

Klein Behnitz liegt an der Kreisstraße 6308. Die Landesstraße 91 ist in Richtung Nauen etwa fünf und in Richtung Brandenburg an der Havel etwa sechs Kilometer entfernt. Die Bahnstrecke Berlin–Lehrte liegt teilweise auf der Gemarkung von Klein Behnitz.

Zu Klein Behnitz gehören die Wohnplätze Friedrichshof und Heineberg.

Geschichte Die erste Erwähnung einer Siedlung auf dem heutigen Gebiet von Klein Behnitz erfolgte im Jahr 1173 mit der Klinkmühle.Philip Häfner: Märkische Allgemeine, 29. Oktober 2016, abgerufen am 24. August 2019. Im Jahr 1335 wurde eine Siedlung mit dem Namen parva Bentz erstmals urkundlich erwähnt. Der aus den Slawischen Sprachen stammende Ortsname bedeutet etwa „Siedlung an einem See mit Buchten“ und bezieht sich auf die Lage am Klein Behnitzer See. 1375 wurde Klein Behnitz im Landbuch der Mark Brandenburg als Dorf bezeichnet. Zunächst stand der Ort unter der Herrschaft der Adelsfamilie von Rochow, später wurde das Rittergut von den Herren von Bardeleben übernommen. Stadt Nauen, abgerufen am 24. August 2019.

Bis zum 25. Juli 1952 gehörte die Gemeinde Klein Behnitz zum Landkreis Osthavelland, der bis 1946 zur preußischen Provinz Brandenburg und danach zum Land Brandenburg in der Sowjetischen Besatzungszone und später der DDR gehörte. Seit 1952 gehörte Klein Behnitz zum Kreis Nauen (DDR-Bezirk Potsdam). Nach der Wiedervereinigung gehörte Klein Behnitz erst zum Landkreis Nauen und seit dem 6. Dezember 1993 zum Landkreis Havelland. Am 26. Oktober 2003 wurde Klein Behnitz im Zuge der Gemeindereform in Brandenburg in die Stadt Nauen eingemeindet.

Bevölkerungsentwicklung Jahr Einwohner1875 3461890 3151925 3241933 301 Jahr Einwohner1939 2911946 3871950 4681964 333 Jahr Einwohner1971 2771981 2131989 1911992 188 Jahr Einwohner1997 1912002 2032016 2102022 242 Gebietsstand des jeweiligen Jahres

Weblinks Ortsteil Klein Behnitz In: Webauftritt der Stadt Nauen.

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Havelland Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Havelland) Kategorie:Ortsteil von Nauen Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp) Kategorie:Ersterwähnung 1335 Kategorie:Gemeindeauflösung 2003