mini|hochkant|Lotti Krekel (2018) Hedwig Charlotte „Lotti“ Krekel (* 23. August 1941 in Roetgen; † 11. April 2023 in Köln) war eine deutsche Schauspielerin und Sängerin, die auf Standarddeutsch und Kölsch spielte und sang.
Privatleben Krekel wurde 1941 in Roetgen bei Aachen geboren.Lotti Krekel, deutsche Schauspielerin und Sängerin In: Munzinger.de. Abgerufen am 11. April 2023. Nach der Mittleren Reife im Jahr 1958 absolvierte sie bis 1960 die Höhere Handelsschule in Köln. Sie war die Halbschwester der Schauspielerin Hildegard Krekel, mit der sie in der WDR-Fernsehserie Die Anrheiner vor der Kamera stand.
Lotti Krekel lebte mit dem Schauspieler Ernst H. Hilbich, den sie 2003 nach 27 gemeinsamen Jahren geheiratet hatte, in Köln-Marienburg. Sie starb am 11. April 2023 im Alter von 81 Jahren und wurde im Familiengrab auf dem Kölner Melaten-Friedhof beigesetzt.
Karriere Krekel war bereits als Sechsjährige für den Kinderfunk als Hörspielsprecherin (vor allem in Mundartstücken) tätig und debütierte nach Tanz- und Schauspielunterricht im August 1958 am Kölner Millowitsch-Theater in dem Schwank Die spanische Fliege.Greta Jansen, Musik in Köln, 2008, S. 18 Darin spielte sie eine Hauptrolle neben Willy und Lucy Millowitsch. Durch die zahlreichen Fernsehübertragungen aus dem Millowitsch-Theater wurde sie bundesweit bekannt.
Krekel spielte 1960 in den Filmen Der wahre Jakob und Willy, der Privatdetektiv ebenfalls an der Seite von Willy Millowitsch. Danach war sie vor allem in Fernsehfilmen zu sehen, unter anderem in Der fröhliche Weinberg nach Carl Zuckmayer mit Erwin Linder (1961), Tante Jutta aus Kalkutta wieder mit Willy Millowitsch, Elsa Scholten und Peter René Körner (1962), Schönes Wochenende mit Walter Jokisch (1962), Tim Frazer, einem der so genannten Straßenfeger von Francis Durbridge mit Max Eckard (1963), und Das rote Tuch (1966).
1991 war sie die Sprecherin des Flusspferd-Mädchens Elinor in dem sechsteiligen Marionettenspiel Drei Dschungeldetektive der Augsburger Puppenkiste. Später spielte sie in mehreren TV-Serien, darunter SK Kölsch, Sylter Geschichten, Zum Stanglwirt und Tatort (1999) mit. Von 1998 bis 2014 stand sie in den WDR-Serien Die Anrheiner und Ein Fall für die Anrheiner in der Rolle der Trudi Fritsch regelmäßig vor der Kamera.
Krekel war auch immer wieder als Sprecherin in verschiedenen Hörspielproduktionen tätig, vorwiegend in Mundartstücken, aber auch in einem der Paul-Temple-Hörspiele, Paul Temple und der Fall Margo (Regie: Eduard Hermann) von 1962, neben René Deltgen, Annemarie Cordes und Kurt Lieck.Paul Temple (10), Paul Temple und der Fall Margo hoerspieltipps.net. Abgerufen am 11. April 2023.
Im Dezember 1969 begann sie als Sängerin von Karnevalsliedern und debütierte im Duett mit Horst Muys mit Ene Besuch em Zoo, dem ersten erfolgreichen Stück von Hans Knipp. Ihr bekanntestes Lied, das zum karnevalistischen Evergreen wurde, ist das nachdenkliche Mir schenke dä Ahl e paar Blömcher über eine alte Nachbarin, die selbst arm ist, aber ein großes Herz für Kinder hat. Gelegentlich sang Krekel auch im Duett mit Willy Millowitsch. 1998 spielte sie in der Serie Familie Heinz Becker in der Episode Der Hausball die als Lotti Krekel verkleidete Hilde Becker. 2009 moderierte sie mit Nick Benjamin im SWR-Fernsehen die Sendung Unsere größten Fastnachtshits. In den 1970er Jahren hatte sie bereits alljährlich während der Session die wöchentliche Karnevalistische Hitparade des Westdeutschen Rundfunks (Hörfunk) moderiert.
Diskografie 1968: Ein liebes Wort zur rechten Zeit 1969: Ne Besuch em Zoo (mit Horst Muys) 1969: In der Kaygass Nummer Null (mit Horst Muys) 1970: Mir schenke der Ahl e paar Blömcher 1971: Warum muss Aschermittwoch immer alles vorbei sein 1971: Och wat wor dat fröher schön doch en Colonia (mit Horst Muys) 1972: De kölsche Schusterjunge (mit Willy Millowitsch) 1972: Uns Tante Klara 1972: Ävver Kaffee koche künne kann se joot 1974: Minge Quetschebüggel klemmt 1974: Die Landpomeranze
Filmografie
Hörspiele 1954: Tageszeiten der Liebe – Regie: Wilhelm Semmelroth 1956: Die Furcht hat große Augen – Regie: Ludwig Cremer 1956: Kölsch Galgespill – Regie: Fritz Peter Vary 1957: Es geschah in … Südamerika; Folge: Das Dorf Monterna – Regie: Raoul Wolfgang Schnell 1958: Geschichten vom Kater Musch; 7. Folge: Der Schulschwänzer – Regie: Fritz Peter Vary 1959: Der fussige Schnäuzer – Regie: Fritz Peter Vary 1959: Et Spillche vun der Frau Richmod – Regie: Fritz Peter Vary 1959: De gäl Färv – Regie: Fritz Peter Vary 1960: Andere Lück sin och Minsche – Regie: Fritz Peter Vary 1961: Duvejecke vum Kreegmaat – Regie: Heinz Dieter Köhler 1961: Stern über der Grenze – Regie: Otto Kurth 1962: Paul Temple und der Fall Margo (7. Teil) – Regie: Eduard Hermann 1962: Der unerwünschte Gast (1. und 3. Teil) – Regie: Erik Ode Veröffentlichung: CD-Edition: Pidax Film Media Ltd. (Alive) 2014 1962: Wat dä Schmitzens all passeet – Regie: Fritz Peter Vary 1963: Das schöne Fräulein Aiko – Regie: Werner Hausmann 1963: Inspektor Hornleigh auf der Spur; 2. Staffel: 5. Folge: Der Mann mit dem Tirolerhut – Regie: Hermann Pfeiffer 1963: Et Rattegift – Regie: Heinz Dieter Köhler 1966: Der fremde Gast – Regie: Raoul Wolfgang Schnell 1980: Muuzemändelche – Regie: Leopold Reinecke 1982: Die weiße Weste – Regie: Leopold Reinecke 1983: Zwanzig Mille Grazie – Regie: Heribert Malchers 1984: Minus Minus jitt Plus oder Dat Dinge med däm Koppfschoss – Regie: Heribert Malchers 1987: Mein Freund, das Ungeheuer – Bearbeitung und Regie: Ullrich Tesche 1988: Ne jans andere Minsch – Regie: Heribert Malchers 1988: Äwwer King – wööt nur d’r im – Regie: Manfred Brückner 1992: Der Fall Margret Hess – Regie: Hartmut Kirste 1992: Manes un nies oder D’r Balkongpoet – Regie: Alex Neumann 1999: Die Geschichte von der Schüssel und vom Löffel – Regie: Uwe Schareck; Thomas Leutzbach 1999: Pflaume mit Salz – Ein Junge aus Afghanistan allein in Deutschland – oder – Dokument eines Kinderschicksals – Regie: Claudia Johanna Leist Auszeichnung: Deutscher Kinderhörspielpreis 2000 2004: Weiße Schwäne – schwarze Schwäne (4 Teile) – Regie: Claudia Johanna Leist 2008: Heul doch! – Regie: Katrin Moll
Literatur Hermann J. Huber: Langen Müller’s Schauspielerlexikon der Gegenwart. Deutschland. Österreich. Schweiz. Albert Langen • Georg Müller Verlag GmbH, München • Wien 1986, ISBN 3-7844-2058-3, S. 538.
Weblinks
Einzelnachweise
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