Goszczewo () ist ein kleiner Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren und gehört zur Gmina Srokowo (Drengfurth) im Powiat Kętrzyński (Kreis Rastenburg).
Geographische Lage Goszczewo liegt am Masurischen Kanal () am Ostrand des Naturschutzgebietes „Reserwat Przyrody Kałeckie Błota“ in der nördlichen Mitte der Woiwodschaft Ermland-Masuren. Bis zur früheren Kreisstadt Gerdauen (heute ) sind es 14 Kilometer in nordwestlicher Richtung, und die heutige Kreismetropole Kętrzyn () liegt 25 Kilometer südlich.
Geschichte Aus den Vorwerken AdolfshofDietrich Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Adolfshof (um 1820 Adolphshof) und Langenfeld (nicht mehr existent) entstand am 14. April 1897 der Gutsbezirk Sechserben (), der in den Amtsbezirk Birkenfeld (polnisch Brzeźnica) im ostpreußischen Kreis Gerdauen gehörte.Rolf Jehke, Amtsbezirk Birkenfeld 1905 zählte Adolfshof elf Einwohner in einer Wohnstätte.Gemeindelexikon für das Königreich Preußen. Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1905 und anderer amtlicher Quellen. Heft 1: Gemeindelexikon für die Provinz Ostpreußen. Verlag des Königlichen Statistischen Landesamts, Berlin 1907, S. 56/57. Der Gutsbezirk Sechserben wurde am 30. September 1928 mit dem Gutsbezirk Birkenfeld in der neuen Landgemeinde Birkenfeld zusammengeschlossen.
In Kriegsfolge kam Adolfshof innerhalb des gesamten südlichen Ostpreußen zu Polen und erhielt die polnische Namensform „Goszczewo“. Heute ist es eine Siedlung (polnisch Osada) im Verbund der Landgemeinde Srokowo (Drengfurth) im Powiat Kętrzyński (Kreis Rastenburg), bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.
Kirche Bis 1945 war Adolfshof in das evangelische Kirchspiel Nordenburg (heute ) in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union sowie in die katholische Kirche St. Bruno in Insterburg (russisch Tschernjachowsk) im damaligen Bistum Ermland eingepfarrt. Heute gehört Goszczewo zur katholischen Pfarrei Srokowo im jetzigen Erzbistum Ermland sowie zur evangelischen Kirche Brzeźnica, einer Filialkirche der Johanneskirche Kętrzyn in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.
Verkehr Goszczewo liegt ein wenig abseits und ist über eine etwas unwegsame Nebenstraße von Bajory Wielkie (Groß Bajohren, 1938 bis 1945 Großblankenfelde) aus zu erreichen. Eine Anbindung an den Bahnverkehr besteht nicht.
Weblinks Aktuelles Foto von Goszczewo
Einzelnachweise
Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Srokowo